In eigener Sache

Das Redaktions-Team stellt sich vor

15. Februar 2010, 12:05

Eva Honorata Zelechowski 

Geboren 1977. Im geschichtsträchtigen Jahr 1981, zwei Wochen vor dem Ausnahmezustand, aus Polen nach Österreich ausgewandert. Zwischen 1997 und 2007 intensives Studium der Publizistik, Politikwissenschaft und Geschichte. Es folgten Jahre des Kurzgeschichten-Verfassens und Auslandsaufenthalte in fremdsprachig wenig stimulierenden Nachbarländern. Die "Doppel-Identität", das Aufwachsen zwischen zwei Kulturen, prägte seit jeher das Interesse für Migration und Multikulti: Diplomarbeit zum Thema "Polnisches Netzwerk in Wien, mediale Analyse". Seit Februar 2009 bei Telekom Presse und pfm-Magazin beschäftigt.

Jasmin Al-Kattib

Jasmin Al-Kattib lebt und arbeitet als freie Journalistin in Wien. Geboren und aufgewachsen im oberösterreichischen Salzkammergut. Familiäre Wurzeln in Tirol und im Irak. Studium der Publizistik und Kommunikationswissenschaft, Theater-, Film- und Medienwissenschaft und Klassischen Archäologie in Wien und Salamanca. Leidenschaft für abenteuerliche Reisen und Kennenlernen anderer Kulturkreise. Sympathie für nachhaltige Lebensweise, interkulturelles Denken, Sprachen, Musik. Derzeit Autorentätigkeit, u. a. Drehbuch für wissenschaftliches Filmprojekt, sowie TrainerInnen-Ausbildung für Alphabetisierung und Deutsch als Fremdsprache mit MigrantInnen.

Meri Disoski

Meri Disoski hat Germanistik und Französistik in Wien, mit einem Forschungsaufenthalt in Berlin, studiert. Während des Studiums war sie als Studienvertreterin aktiv in der Österreichischen HochschülerInnenschaft, wo sie ihre ersten journalistischen Erfahrungen sammeln konnte, engagiert. Seit 2007 ist sie Mitarbeiterin der Zeitschrift [sic!] - Forum für feministische GangArten, seit 2009 die dort für das Ressort "Österreich aktuell" verantwortliche Redakteurin. Von 2007 bis 2008 war sie als Lektorin der Zeitschrift fiber. werkstoff für feminismus und popkultur tätig, 2008 Mitarbeiterin von wespennest. zeitschrift für brauchbare texte und bilder. Derzeit ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin und Dissertantin am Institut für Germanistik der Universität Wien. Ihre familiären Wurzeln liegen in Mazedonien.

Mascha Dabić

Geboren 1981 in Sarajevo, als dritte Tochter einer Russin und eines bosnischen Serben. 1992 kriegsbedingte Flucht nach Österreich. Matura und Studium der Translationswissenschaft (Englisch und Russisch) und Politikwissenschaft in Innsbruck. Studienaufenthalte in Edinburgh und St. Petersburg. Nach Studienabschluss 2005 Umzug nach Wien. Derzeit arbeite ich als freiberufliche Konferenzdolmetscherin und schreibe an meiner Dissertation zum Thema "Die Rolle des Dolmetschers in der Psychotherapie". Da mich aber seit geraumer Zeit ein akuter Schreibtischfluchtreflex heimsucht, habe ich mich inzwischen auch als Dolmetscherin in der Psychotherapie (bei "Hemayat"), Lehrerin, literarische Übersetzerin, Filmuntertitlerin, Forscherin und Journalistin versucht.

Güler Alkan

Güler Alkan ist ein noch relativ unbeschriebenes Blatt. Sie wurde in der Türkei in Istanbul gezeugt und erblickte das Licht der Welt im niederösterreichischen Hainburg. Momentan kämpft sie mit der Fertigstellung ihrer Diplomarbeit im Studienfach Politikwissenschaft. Sie war auf Erasmus-Jahr in Schweden, und glücklich dort endlich als "Ösi" (danke an die deutschen KollegInnen) mit türkischen Wurzeln anerkannt zu werden. Sie kann nicht viel mit nationalistischem Ethos, Flaggen, Symbolen etc. anfangen. Wichtig ist ihr der (religionskritische) Humanismus, der das Individuum in den Mittelpunkt stellt, nicht die kollektive Gruppe oder Masse bzw. die Herkunft eines Menschen. Journalismus ist noch Neuland für sie.

Olivera Stajić

Meine erste Auswanderung habe ich nicht bewusst erlebt: Im Alter von zwei Monaten ging es 1979 von Wien in die bosnische Provinz. Das zweite Mal war dann schon einprägsamer: Im Kriegsfrühjahr 1992 führte mich und meine Schwestern der Flüchtlingsweg zurück nach Wien. Mittlerweile bin ich vorbildlich integriert: Mit wenigen temporären Aussetzern denke, lebe und schreibe ich österreichisch. Mein Musikgeschmack ist noch immer Ex-Yu-nostalgisch, meine Sätze geprägt von typisch bosnischer, gemütlicher Umständlichkeit und mein Kaffeegeschmack pechschwarz. Wien liebe ich, weil ich den Balkan hier immer finde, wenn ich ihn brauche - ihm aus dem Weg zu gehen, ist allerdings genau so leicht.

Willi Kozanek

Geboren 1986 als Viliam Kozánek in Myjava/Slowakei. Als ich sechs Jahre alt war zogen meine Eltern, meine Schwester und ich in ein schönes 1800-Einwohner-Nest in Tirol. Zwecks vereinfachter Integration wurde ich zu Willi Kozanek und römisch-katholisch. Später Matura an der Handelsakademie, Aufnahme des Lehramtsstudiums in Deutsch und Spanisch samt dem Klischee "die beste Zeit des Lebens" während des Erasmussemesters in Spanien verbracht zu haben. Entscheidung einen Auslandszivildienst in Buenos Aires abzuleisten. Dort Erkenntnis kein Kosmopolit zu sein und Heimweh nach Zentraleuropa. Zweiter Teil des Auslandszivildienstes in Prag. Lieblingsstadt für immer. Rücknahme der Religionszugehörigkeit und Beginn als Lernbetreuer und Deutschlehrer beim Integrationsfonds in Innsbruck.

Toumaj Khakpour

Toumaj ist im Oktober 1984 in Schiraz, Iran geboren. Er kam mit fünf Jahren nach Österreich und ist in Linz aufgewachsen. Toumaj weiß - wie so viele andere auch - welche Vor- und Nachteile eine klassische "Migrations-Geschichte" so mit sich bringt. Studiert Publizistik im Magister und Politikwissenschaft im Master. Schreibt als freier Journalist für verschiedene Medien. Interessiert sich für Internationale Politik, Sport, Musik und Filme. Arbeitet bei Gelegenheit an professionellen Videoprojekten jeglicher Art. Hat Erfahrungen bei interkulturellen Workshops gesammelt, war Lern-Buddy und Tutor an der Uni. Mag große Metropolen, Hochhäuser, die Vielzahl an Ethnien und das damit verbundene pulsierende Leben an diesen Orten.

Olja Alvir

Geboren 1989 in Bugojno, Bosnien-Herzegowina in eine Familie, die sich keine großen Gedanken um ethnische Hintergründe macht. 1992 Flucht nach Österreich vor dem Jugoslawienkrieg, an den sie sich glücklicherweise nicht gut erinnert. Seitdem wohnhaft in Wien. Studium der Physik und Germanistik an der Universität Wien, arbeitet gerade an ihrer Diplomarbeit zum Thema Literatur und Naturwissenschaften. Kann sich für Politik, Kultur und Technik gleichermaßen begeistern und findet interdisziplinäre Ansätze und Gedankengänge immer am spannendsten. Liebt Sprachen, spricht einige und lernt immer wieder neue. Tätig als freie Journalistin für verschiedene Medien, übersetzt, schreibt und unterrichtet nebenbei.

redaktion@daStandard.at

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 111
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springflower
01
Hier sehe ich aber keine Kopftücher!

dave66
00
28.1.2011, 20:48
Redaktionsteam von was?

Kultur? gesamten standard.at? Rubrik Integration? dastandard? Weiß, mag vielleicht für die Forenschreiber, die immer hier sind, komisch klingen, möchte es dennoch genau wissen. Dank im Voraus.

dia_lektik
00
12.3.2011, 16:08

nach der vorstellung des teams werden aufmerksame leserInnen auf folgende mailadr. aufmerksam gemacht: redaktion@daStandard.at

das sollte ihre frage beantworten, wenn auch etwas spät, bin erst seit kurzem userin des forums hier.

helmson
00
25.1.2011, 18:46
nice :)

Cmoka za bosanke und Gratulation ans ganze Team für die wirklich tolle Leistung!

kiwi k.
00
8.12.2010, 23:17
Parallelen zu Zielpunkt

Beim Zielpunkt gibts die Bio-Milch mit den anderen Bio-Lebensmitteln auch in einem separat platzierten Kühlregal. Wieso eigentlich?

einerlei
00
9.12.2010, 10:46
welch "geistreicher" vergleich ...

nemo sander
00
14.11.2010, 18:39
Güler Alkan, eine ideologisch getriebene, da kann

man bald Artikel über ihre Feindbilder lesen: Bekennende Muslime.

fc_uk
00
5.10.2010, 09:00

azgin :-)

Melanie Dostal
 
00
23.6.2010, 13:07

ich frage mich echt warum sich die leute so aufregen...
mir ist es egal, woher der/die Verfasser/in des Artikels stammt oder welches Geschlecht diese Person besitzt....
die Hauptsache ist, dass sie ihre Arbeit gut machen und ich finde das tun sie...
Leute.... hört auf zu streiten und lernt eure Mitmenschen zu akzeptieren... :)

Donald Kerabatsos
02
10.5.2010, 00:57
Ein rassistisches Projekt.

Finde es gut, wenn jemand Farbe bekennt.

marlene 35
00
14.3.2010, 18:01
DANKE

Ein grosses Dankeschön und viel Lob an das ganze Team für die tollen Artikel.Macht weiter so! Alles gute weiterhin.

Erwin Wolfram
00

An die Schönheit
So sind wir deinen Wundern nachgegangen
wie Kinder die vom Sonnenleuchten trunken
ein Lächeln um den Mund voll süßem Bangen
und ganz im Strudel goldnen Lichts versunken
aus dämmergrauen Abendtoren liefen.
Fern ist im Rauch die große Stadt ertrunken
Nun legen zitternd sie die heißen Wangen
an feuchte Blätter die von Dunkel triefen
und ihre Hände tasten voll Verlangen
auf zu dem letzten Sommertagsgefunkel
das hinter roten Wäldern hingegangen –
ihr leises Weinen schwimmt und stirbt im Dunkel.
Ernst Stadler, 1904

Besian Kosova
 
00
sehr, sehr...

atractives TEAM. Gratullieren !!!

Early
01
25.4.2010, 00:02

naja...

Blogger007
00
19.2.2010, 17:18
Integriert ist...

...wer für das Land, in dem er leben will, etwas leistet...

Frei nach dem Zitat von J.F.Kennedy:

Frag nicht,was kann das Land für dich machen.
Frag dich, was kannst du für das Land machen.


Blogger007
16
19.2.2010, 17:15
integration?

die Frage ist...

...ist ein eigenes Mutikulti-Projekt nicht die Antithese zur Integration ?
Integration heißt Verschmelzung, Aufgehen im Gesamten.

...Oder ist es eher Abgrenzung und Selbstbehauptung ?

R.B.D
00
10.5.2011, 19:03

Schön daher geredet. Du kannst noch so oft versuchen, diesem Land etwas beizutragen, aber solange man dich nicht frei gewähren lässt, wirst du Nichts aber auch wirklich Nichts erreichen.

Blogger007
00
10.5.2011, 20:27
na, das Land ist sicher nicht schuld daran...

...immer sind die Anderen die Bösen, gell ?
Vielleicht ist deine Idee schlecht, oder die Umsetzung, oder vielleicht bist nur du der/die falsche Person dafür...
Oder vielleicht nur mehr Ausdauer nötig ?
Viele Gründe können es sein.
Andere würden es vielleicht schaffen.

R.B.D
00
10.5.2011, 22:28

Gell du kannst es besser :)
Sei nicht besorgt um mich ja? Ich schaff das schon. Immerhin habe ich dich als Vorbild genommen. Solche großen Persönlichkeiten wie dich als Idol sollte jeder haben gell?

bibliothekar
00
25.2.2010, 16:57

"Integration heißt Verschmelzung, Aufgehen im Gesamten." Na, das nennt man (ohne das eine oder andere werten zu wollen, und das muss leider immer gesagt werden, da das gegenteil sofort unterstellt wird) assimiliation.

Blogger007
00
25.2.2010, 20:03
bis zu einem gewissen grad...

...ist integration auch assimilation. in jedem falle ist es das akzeptieren und übernehmen der grundlegenden werte.
bis auf einen persönlichen, pluralistischen teil.
...und genau das ist es, das westliche gesellschaften auszeichnet. das individum hat etwas mehr freiheit als in anderen kulturen.
...aber nicht alle freiheiten, nur etwas mehr....

bibliothekar
00
26.2.2010, 08:29

Ich stimme ihnen zu. Ich finde ja, dass integration ein widersprüchlicher begriff ist. Man will gleichzeitig teil von etwas und selbständig sein. Schwierig.

Blogger007
00
27.2.2010, 11:51
...und man sollte nie vergessen...

...dass der eingesessene auch angst hat.
integration heißt für den zuwanderer auch "die angst nehmen" und "überzeugen"....
oder ganz simpel...ein freund zu werden...

Blogger007
00
27.2.2010, 11:35
Stimmt..

...es ist schwierig, hier genau den richtigen Weg auf einer Gratwanderung zu finden.
und andererseits einfach:
wenn die kultur des zuwanderers, sein streben und wollen auch einen vorteil für die kultur der eingesessenen bringt, wird er immer willkommen sein.
will der zuwanderer dem eingesessenen schaden, wird er abgestoßen.
so einfach ist das im grunde.
kultureller austausch muß letzlich zum wohle aller sein - einwanderer und eingesessener.
damit sind wir wieder beim worte von Präsident J.F.Kennedy - frag nicht was kann das land für dich tun - frage was kannst du für das land tun.....

Blogger007
00
18.2.2010, 17:19
na gehts, seids net so..

losstses hoit schreibn, waun erner daun leichta is. is eh nua papier. bessa ois se dan demonstriern oda mochn wos hin. so sans wenigstns beschäftigt.
is eh wurscht wos schreibn, lest eh kana.

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