Wir sind da. Unsere Eltern und Großeltern kamen als Gastarbeiter oder Flüchtende nach Österreich. Mittlerweile ist klar: Wir sind gekommen, um zu bleiben. Österreich ist längst ein Einwanderungsland und es ist an der Zeit, dass wir dieser Vielfalt auch in den Mehrheitsmedien gerecht werden.
Teilnahme an der Medienproduktion ist eine wichtige Voraussetzung zu einer gerechteren medialen Repräsentation der Menschen mit Migrationshintergrund. Aus diesem Grund sind in der Redaktion des "daStandard.at" ausschließlich junge NachwuchsjournalistInnen mit Migrationsbiographien tätig mit dem Ziel in ein Mehrheitsmedium abengagiert zu werden. Nur wenn JournalistInnen mit Migrationshintergrund auch außerhalb von speziell für sie reservierten Nischen tätig werden, kann die mediale Integration erfolgreich sein.
Jenseits von rührseligen Geschichten über migrantische Leidenswege und omnipräsenten Asyldebatten wollen wir über den gelebten Alltag der MigrantenInnen in Österreich berichten. Denn mediale Integration, wie wir sie verstehen, darf sich nicht darin erschöpfen, Diffamierungen ethnischer Minderheiten zu verhindern und migrationspolitische Diskurse wiederzugeben.
Unsere persönlichen und familiären Einwanderungsgeschichten werden eine neue Perspektive in der Berichterstattung über MigrantInnen, AsylwerberInnen, Flüchtlinge und ihr Zusammenleben mit der österreichischen Mehrheitsbevölkerung bringen. Mit unserem speziellen Zugang und Blick auf die Lebenswirklichkeiten der "alten" und "neuen" ÖsterreicherInnen wird die Berichterstattung, auch auf derStandard.at authentischer, diskursiver und vielfältiger. Jeden Tag mit einer neuen Geschichte.
Und wir laden Sie ein mit zu machen, mit Diskussionsbeiträgen, Geschichten oder Bildern.
Olivera Stajić
Leiterin der daStandard.at-Redaktion
redaktion@daStandard.at
Ab nächster Woche gibt es für intolerante und rassistische Aktionen eine Tomate. Vorschläge für die virtuelle Bewerfung sind willkommen.
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Sreten Ugričić, Schriftsteller und Direktor der Serbischen Nationalbibliothek, erzählt im Gespräch mit daStandard.at, was faul im Staate Serbien ist, und was die Literatur dagegen tun kann
Laut, lustig und liebenswürdig: Radu Mihaileanus jüngster Film "Das Konzert" begeistert nicht nur die Filmkritik, sondern auch das Publikum
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Im Rahmen der "Cities of Migration"-Konferenz werden innovative Projekt-Ideen gebündelt, die Einwanderer und Alt- eingesessene zusammenbringen
Jede Emigration, freiwillig oder nicht, bringt auch das Nachdenken über die Rückkehr mit sich.
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Das Jazz-Duo Matilda Leko und Thiemo Kirberg über das Flanieren zwischen Emotionalität und Kopflastigkeit in der Weltmusik Jazz
Asiye Kaya beschäftigt sich in ihrer Studie mit den Mutter-Tochter-Beziehungen in der türkischen Einwanderergruppe
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Wiener Schmäh und der hohe Lebensstandard locken die Deutschen scharenweise nach Wien. Doch trotz vieler Gemeinsamkeiten können sich die Wiener noch immer nicht für sie erwärmen
Der Autor Semier Insayif über Vielschichtigkeit, Vielstimmigkeit und seine Skepsis gegenüber "nationalen Zuschreibungen".
In der Jugendeinrichtung Back Bone 20 in Wien-Brigittenau bleiben die Mädchen freitags unter sich
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Mit dem Audioguide Wien 15 wird die vergessene jüdische Geschichte von Rudolfsheim-Fünfhaus wieder greifbar
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In Pflegeberufen ist Vielfalt schon längst gelebte Realität. Konflikte und Vorurteile werden schnell und pragmatisch ausgeräumt
"Kid Pex" aka "Tschuschenspitter" haucht der heimischen Hip-Hop-Szene neues Leben ein. Statt Gangster-Machismo gibt es kroatischen Rap eines Gastarbeiterkindes
Am Ende stellt sich die Frage, ob man sich in der neuen oder in der alten Heimat begraben lassen will. In Österreich gibt es überkonfessionelle und konfessionelle Friedhöfe sowie die Möglichkeit einer Überführung.
In ihren Erinnerungen entführt Ilma Rakusa die Leser zu den Schauplätzen ihrer Kindheit und frühen Jugend zwischen Ost- und Westeuropa
Die Geschichte der Aus-und Einwanderung wird zunehmend auch in Ausstellungen aufgearbeitet. Einige davon könnnen auch online besichtig werden
Eine kommentierte Fotoreportage aus dem wenig bekannten Balkanland
Die türkischstämmige Lehrerin Betül Durmaz erzählt aus ihrem "zartbitteren Lehrerleben" an einer deutschen Förderschule. Die Lektüre des authentischen Berichts ist gelinde gesagt alarmierend
Wir haben in der Redaktion und unter den LeserInnen nachgefragt: Welcher Aberglaube ist weit verbreitet?
Meldungen, Interviews und Reportagen über Migration & Integration finden Sie auch auf derStandard.at/Integration
Ich finde die Idee der neuen Redaktion super... ich habe selber einen Migrationshintergrund und bin immer offen für ander Kulturen und Religionen...
Für mich bleibt Mensch, Mensch, egal ob Deutscher, Italiener oder Türke...
Es geht um das, was in einem Menschen drinne steckt und nicht an was er glaubt.
Umso mehr Verschiedenheit wir in Österreich haben, desto interessanter ist der Alltag!
Ich bin wirklich begeister und hoffe, dass es noch vielen Österreichern so geht bzw. gehen wird!!
solange migranten österreich nicht mit einer sozialen hängematte verwechseln und sich selbst zu erhalten imstande sind, sind sie auch herzlich willkommen. dazu gehört auch das eigene verhalten, das geeignet ist, für eine beschäftigung und anstellung förderlich zu sein.
um diese grundsätze kommt eine auch noch so wohlwollende berichterstattung über dieses thema, nicht hinweg.
mit einem sehr hohen anteil an arbeitslosigkeit und zum teil auch selbst verschuldeter unvermittelbarkeit ergibt sich die notwendige staatliche unterstützung von selbst. dazu kommen noch eine unmenge an kostenlosen sozialleistungen vom gesundheitssystem bis zur mietenbeihilfe, ausbildung, etc.
ein besuch bei der ma20 in der favoritenstrasse an einem normalen wochentag, läßt die dimensionen erahnen, wenn sie auch nach möglichkeit nicht publik gemacht werden sollen...
punktesystem bei einwanderungswilligen, aufklärung für erhöhte bildungsbereitschaft, abschottung durch religionshemmende massnahmen verhindern suchen.
mädchen und frauen stärker ins tägliche leben mit aufklärung, kursen und schulungen in die gesellschaft verstärkt einbinden, um die patriarchalischen strukturen aufzubrechen, etc....
>>punktesystem für neue einwanderungswillige ohne asylkriterien.
Nach welchen Kriterien wollen Sie denn diese Punkte vergeben?
>> zweiter teil gilt für ams-besucher und empfänger ams-besucher und empfänger von sozialhilfeleistungen...
Ursprünglich sprachen Sie von "migranten", nun auf einmal von einer anderen Personengruppe. Und warum wollen Sie "religionshemmende massnahmen" für AMS-Besucher und Sozialhilfe-Empfänger aber für den Rest der Österreicher nicht. Ihr "Plan" ist ja sehr konfus.
"Österreich ist längst ein Einwanderungsland" .. ist falsch.
Österreich war immer, seit es in welcher form auch immer auf der landkarte auftauchte, ein einwanderungsland.
Österreich hatte nie eine "stabile" oder sonstwie "statische" bevölkerung. Sondern war immer im umbruch und immer lebendig.
Exakt das ist es übrigens was österreich ausmacht.
Buntheit.
Diese Buntheit in abrede zu stellen ist m.E. für niemanden zulässig. Weder für deutschnationale die gerne irgendwelche reinrassigen germanen hätten, noch für linke die vermeinen Österreich würde erst bunt seit es die nachkriegszuwanderung gibt.
bin ich kein wiener.
zweitens sind mir die wanderungsbewegungen in und eben auch ausserhalb wiens durchaus bewusst.
etwas dass deutschnationalen gar nicht gerne hören btw ..
dass in einzelnen tälern tirols wenig wanderung stattgefunden hat seit sagen wir .. dem spätmittelalter .. ist wenig relevant da dieser minimale bevölkerungsteil in relation zu restösterreich eine verschwindend geringe rolle spielt.
1) das darf der biber als kompliment nehmen, wenn der standard ihn kopiert. nicht 1:1, aber doch ein bisserl.
2) leser sind sicherlich genügend da, gerade beim standard. allerdings eher grünwähler und nicht migranten selbst. zielgruppe ist also anders als bei biber.
3) ob das aber ein geschäft ist, bezweifle ich. biber wird meines wissens von der stadt wien bezahlt, inserate stammen auch großteils daher.
trotzdem alles gute zum start.
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