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Der neue vom Sir Peter Ustinov Institut in Wien herausgegebene Band befasst sich mit Vorurteilen gegenüber Migrantinnen und Migranten. In zwei Abschnitten - Migration und Integration - wird Fragen nach Ursachen und Funktion von Feindbildern, nach der sachlichen Realität der Bedrohung, aber auch nach gesellschaftlichen und privaten Vorteilen aus einer gelungenen Integration und dem möglichen Weg dorthin gefragt.
Die Beiträge reichen von der Auseinandersetzung mit psychosozialen Prozessen der Entwicklung von Feindbildern (Ute Benz), über Fragen nach dem Beitrag den Medien, Politik und Zivilgesellschaf für einen gelebten Pluralismus leisten können (Beate Winkler) hin zu "Fallstudien" (US-Erfahrungen mit Integrationsmaßnahmen, Philip Martin). Besonders empfehlenswert ist die Analyse von Barbara John, die ein halbes Jahrhundert deutscher Integrationspolitik resümiert, die Sinnhaftigkeit des Begriffes "Integration" hinterfragt und anschließend eine kritische Auseinandersetzung mit den Missständen (Schulabbruch, Zwangsheirat) und neue Ansätze in der Bildungs- und Beschäftigungspolitik fordert.
Die Interdisziplinarität sowie die lösungsorientierte Analyse gehören zu den Stärken des Sammelbandes: Sowohl John als auch einige anderen AutorInne (bspw.: Pelinka, Nowak) zeigen auf, wie durch verschiedene integrative Maßnahmen zahlreiche Probleme gemildert werden können. Doch ein großes Manko hat die Zusammensetzung der Beiträge: Bis auf eine Ausnahme kommen keine ExpertInnen zur Wort, denen das Fremdsein in Europa vertraut ist, kritisiert die Schriftstellerin Barbara Frischmuth in ihrem Nachwort.
Feindbild Zuwanderer
Vorurteile und deren Überwindung
Sir Peter Ustinov Institut (Hg.)
Studienreihe Konfliktforschung, Band 24.
Erschienen 2009 im Braumüller Verlag
ISBN: 978-3-7003-1716-6
Der Quereinsteiger Philipp Möller beschreibt in "Isch geh Schulhof" das Treiben an der Schule in einem Berliner Kiez
Redundante Referate, gruselige Gruppenarbeiten und pädagogische Probleme: Ein Erfahrungsbericht aus dem Lehramtsstudium
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Lydia Wapp, auf dem Sprung vom Zimmermädchen zur Pflegehelferin, will endlich ihre Kinder zu sich holen
Wie ist Migration demographisch, sozial und ökonomisch zu beurteilen? Ein Sammelband sucht nach Antworten
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