Europäischer Tag der Sprachen

Die Vielfalt Europas in Wien

Meri Disoski, 20. September 2010, 15:32

Mit Schnupperkursen in Hebräisch, Arabisch, Russisch und Wolof, einem Workshop zum Thema "Mehrsprachigkeit“ und vielem mehr wird in der Hauptbücherei der "Europäische Tag der Sprachen“ begangen

Die Vielfalt der in Europa gesprochenen Sprachen spiegelt sich im Programm der Städtischen Bücherei am Urban Loritz Platz wieder: Am 23. September steht hier alles im Zeichen des "Europäischen Tages der Sprachen". So bieten beispielsweise die Wiener Volkshochschulen Schnupperkurse in Hebräisch, Italienisch, Ägyptisch, Russisch, Arabisch, Wolof, Spanisch aber auch in Japanisch, Chinesisch und der österreichischen Gebärdensprache an. Das Interesse an den Schnupperkursen sei "erfahrungsgemäß sehr groß", sagt Martina Adelsberger, die den "Europäischen Tag der Sprachen" in der Hauptbibliothek der Städtischen Bücherei Wien betreut. In den letzten Jahren habe sich herauskristallisiert, dass die romanischen Sprachen bei den BesucherInnen auf "besonders große Resonanz" stoßen würden. "Sehr gut" würden auch die "exotischen Sprachen, wie zum Beispiel Chinesisch oder Japanisch" ankommen. Weniger gut hingegen die "Hauptmigrantensprachen", also Türkisch und Bosnisch/Kroatisch/Serbisch. Man habe in den vergangenen Jahren zwar immer wieder Kurse zu diesen Sprachen angeboten, das Interesse habe sich "aber leider im überschaubaren Rahmen" gehalte.

Geschichtenzeit

Um das Bewusstsein für die jeweilige Muttersprache schon bei den ganz Kleinen zu schärfen und um ihnen zu vermitteln, "dass ihre Muttersprache genauso viel Wert ist, wie eine andere Sprache", hat man sich etwas ganz besonderes einfallen lassen: "Geschichtenzeit", heißt die für Kinder ab 4 Jahren entwickelte Veranstaltungsschiene, die seit Juni dieses Jahres läuft. Auf "Kirango", dem Kinderplaneten der Hauptbücherei, werden dabei Geschichten auf Deutsch und in einer weiteren Sprache - am "Europäischen Tag der Sprache" wird das Tschechisch sein - vorgelesen. Man wolle den Kindern damit vermitteln, dass "jede Sprache gleich viel Wert" ist und ihnen bewusst machen, dass ihre Muttersprache, "unabhängig davon, welche konkrete Sprache das auch sein mag", wichtig ist. Auch gehe es darum den Kleinen aufzuzeigen, dass das Beherrschen einer weiteren Sprache eine Bereicherung "und kein Stigma" ist.

Vielfältigkeit von Sprache

Neben den Sprach-Schnupperkursen und dem kindergerechten Angebot umfasst am Urban-Loritz-Platz gebotene Programm auch einen Workshop zum Thema Mehrsprachigkeit „um den Menschen bewusst zu machen, wie mehrsprachig sie eigentlich sind", so Adelsberger. Als "Ort der Sprachen" präsentiert sich die Hauptbücherei im Rahmen einer Führung zum Thema Sprache. Dabei werden die Teilnehmenden auf die "umfangreichen Sprachlernmedien" und die "Fülle an fremdsprachigen Filmen und Literatur" aufmerksam gemacht. Man wolle zeigen, wie "vielfältig Sprache ist" und veranschaulichen, dass sie in allen Bereichen unseres Lebens präsent ist. Um dies auf spielerisch-lustige Art und Weise zu demonstrieren, greift man die in Großbritannien und Irland weit verbreitete und beliebte Form des "Pubquiz" auf: Verschiedene Teams müssen dabei Fragen aus unterschiedlichen Gebieten, die aber alle irgendwie mit Sprache zu tun habe", beantworten. Mitmachen lohnt sich: Den GewinnerInnen winken neben Gutscheinen für Sprachkurse auch Büchergutscheine und eine kostenlose Jahreskarte für die Benützung den städtischen Büchereien (Meri Disoski, 20. September 2010, daStandard.at).

 

Europäischer Tag der Sprachen

Mit der Intention, Sprachenvielfalt zu fördern, wurde im Jahr 2001 von der Europäischen Union und dem Europarat das „Europäische Jahr der Sprachen" ausgerufen. Mit dieser Initiative möchte die EU zur Wertschätzung der unterschiedlichen Sprachen und Kulturen beitragen, dazu anregen, sich lebenslang Sprachkenntnisse anzueignen und auf die mit der Kenntnis mehrerer (Fremd-)Sprachen einhergehenden Vorteile aufmerksam machen.

Links:

Programm: „Europäischer Tag der Sprachen" in der Hauptbücherei am Urban-Loritz-Platz

23. September - Lange Nacht der Sprachen

 

Oskar Ungersboeck
 
03
29.9.2010, 13:23
Welche Vierlfalt?

Lebe hier im 10.Bezirk, wo auf 33qm Gemeindewohnung 5 alte BMW kommen. Hier ist rein garnix Multi-Kulti, hier ist ein nettes Ghetto, vollgepfropft mit Klein-Asiasten, die rein gar nichts können, schon gar nicht Deutsch.

Ich nenne sowas ne verdammte Mono-Kultur, schädlich für die Umwelt und für die Gesellschaft.

Hamit_Hatemi
01
21.9.2010, 17:13

Welche Zunge ist mit "Ägyptisch" gemeinet? (Alt-)Ägyptisch oder Ägyptisch-Arabisch?

Das ist ja ein Unterschied!

jerry springer
01
10.10.2010, 12:48
alt-ägyptisch spricht man ja nicht...

...das wird an die wand gemalt.

Thomas Eugene
00
23.9.2010, 13:16

Vielleicht Koptisch.

Hamit_Hatemi
00
29.9.2010, 19:51

Wäre ja voll spannend... so einen Kurs würde ich sofort belegen :D

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