daStandard.at-Interview

"Österreich ist nicht einsprachig!“

Olivera Stajić, 2. Dezember 2010, 16:53
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    foto: lucia bartl

    Ich bin meiner Mutter sehr dankbar, dass sie sehr konsequent war mit der Mehrsprachigkeit.

Ein Gespräch mit Zwetelina Ortega, der Geschäftsführerin des Vereins Wirtschaft für Integration, über den Wert der Mehrsprachigkeit und die Vorurteile gegenüber Gastarbeiterkindern

Fangen wir mit der üblichen Frage an: Wann und wie kamen Sie nach Österreich?

Ortega: Mein Vater kam Mitte der 80er als Korrespondent der Sofia Press, einer bulgarischen Nachrichtenagentur nach Wien. Der Vertrag lief nach fünf Jahren aus. Seit dem ich acht bin, lebe ich in Wien. Verlassen habe ich Österreich nur für ein paar Gastsemester, um in Portugal portugiesische Literatur und Sprachwissenschaft zu studieren.

Wieso haben Sie beschlossen Sprachen zu studieren und wieso ausgerechnet Romanistik ?

Ortega: Ich habe eigentlich ein Medizinstudium begonnen. Das ist ja etwas Solides, dachte ich. Aber irgendwie hat es mich nicht berührt - ich hab schnell eingesehen, dass das nichts für mich ist. Literatur hingegen hat mich schon immer interessiert. Beim zweiten Anlauf habe ich Sprachen studiert, also das, was ich eigentlich schon von Anfang an hätte tun sollen. Die Entscheidung für Romanistik war naheliegend, weil meine Mutter in Kuba aufgewachsen ist. Mein Großvater hat dort gearbeitet, und sie hat dort die Schule besucht war dort in der Schule und hatte auch ein Studium in Kuba begonnen. Zurück in Bulgarien hat sie die spanische Sprache gepflegt und sie an uns Kinder weiter gegeben.

Sie sind also quasi dreisprachig aufgewachsen?

Ortega: Ich bin meiner Mutter sehr dankbar, dass sie sehr konsequent war mit der Mehrsprachigkeit. Von ihr haben wir Spanisch-Unterricht bekommen. Sie hat uns auch für einen Monat nach Kuba bzw. Mexiko geschickt. Das Bulgarische ist mehr oder weniger automatisch gekommen, aber auch hier haben mein Bruder und ich in den Ferien von den Großeltern und den Eltern Hilfe bekommen - im Lesen und Schreiben vor allem.

Sprachen und das Arbeiten mit Sprachen haben Sie auch nach dem Studium begleitet....

Ortega: Ja, nach dem Studium habe ich viel übersetzt und gedolmetscht. Ich hab unter anderem Veranstaltungen am Spanischen Kulturinstitut Cervantes in Wien organisiert. An der Universität Wien habe ich einen kleinen Lehrauftrag als Lektorin für Spanisch.

In Ihrer neuen Funktion als Geschäftsführerin des Vereins Wirtschaft für Integration betreuen Sie das Projekt "Sag's Multi"*. War dieser Sprachwettbewerb Ihre Idee?

Ortega: Leider nein, aber es ist so als wäre sie eigens für mich konzipiert worden. Es ist eines meiner liebsten Projekte, bei dem ich mit Leib und Seele dabei bin. Ich finde, dass es ein schönes Beispiel dafür abgibt, wie man Potenzial nutzen kann und wie man Kindern und ihren Eltern sehr früh bewusst machen kann, wie wichtig Mehrsprachigkeit ist. Es ist nicht in allen Familien der Fall - wie es in meiner war - dass man einen positiven Zugang hat. Und dieses Projekt setzt sehr früh an, bereits bei den 13-Jährigen, in einem Alter, wo man noch viel retten kann.

Was ist so wichtig an der Mehrsprachigkeit?

Ortega: Sie ist ein Weltphänomen. Wir sind so gut wie alle mehrsprachig. Die Menschen, die Gesellschaften und auch die meisten Nationen - wenn man schon in solchen Kategorien denken muss. Österreich ist auch mehrsprachig. Allein wenn man die sogenannten Minderheitensprachen hernimmt. Wobei ich diese Kategorien "Mehrheitsgesellschaft" und „Minderheiten" nicht mag, denn das ist etwas, das sich relativ schnell verändert, wie die Geschichte zeigt. Sprachen verändern sich auch, denn die Menschen wandern ständig.

In Österreich wird das Thema "Sprache" in den letzten Jahren sehr emotional diskutiert...

Ortega: Der einsprachige Weg, der uns da propagiert wird, ist ein Politikum. Österreich ist nicht einsprachig, obwohl uns das manche Politiker so verkaufen wollen. Die Kinder in den Bildungsstätten sind nicht einsprachig. Man muss das einsehen und dieses Potenzial endlich nutzen.

Trotz dieser Wirklichkeit und trotz zahlreicher sprachwissenschaftlicher Erkenntnisse, kommt es in Österreich immer wieder vor, dass Stimmen laut werden, die Kindern vorschreiben wollen, welche Sprache sie am Schulhof oder auf Ausflügen sprechen dürfen. Wie ist das zu erklären?

Ortega: Angst und Unwissen sind es, wahrscheinlich, die da sprechen. Und es ist ein einfacher Weg, mit der Mehrsprachigkeit umzugeben. Dieser Weg ist jedoch falsch. Das führt bei Kindern zu großen Identitätsproblemen. Wenn sie sehen, dass ein Teil von ihnen nicht angenommen wird, ist das sehr kontraproduktiv und höchst problematisch. Wenn eine Community ökonomische schwächer ist, , dann ist die Ablehnung massiver, glaube ich. Es ist immer eine Frage des Geldes und der Macht.

"Sag's multi" ist ein gutes Projekt, aber es findet leider nur einmal im Jahr statt. Was könnte man im Österreich noch unternehmen, um die Mehrsprachigkeit aufzuwerten?

Ortega: Man müsste sich auf höchster Ebene für die Mehrsprachigkeit entscheiden. Das wären eine Atmosphärenveränderung, ein Signal der Wertschätzung, das sich auf die öffentliche Meinung auswirken würde. Wir hoffen zumindest, dass der Stadtschulrat und das BMUKK unser Projekt als Modell nimmt und es auch im gesamten Land unterstützt. Aber eigentlich müsste das alles systematisch angegangen werden und nicht auf Projektbasis.

Diese Woche wurde eine Untersuchung veröffentlicht, die besagt, dass die wenigsten Kinder, nämlich nur 11 Prozent, zuhause nur ihre Muttersprache sprechen, die überwiegende Mehrheit spricht auch Deutsch...

Ortega: Das unterschreibe ich sofort. Das ist genau die Erfahrung, die ich mit "Sag's multi" mache. Die Kinder sprechen immer beide Sprachen. Genauso war es bei meinem Bruder und mir auch und bei vielen anderen Familien, die ich kenne.

Es gibt aber trotzdem die Meinung, dass Migrantenkinder keine der beiden Sprachen gut beherrschen. Stimmt das Ihrer Meinung nach?

Ja, das stimmt in vielen Fällen, es ist aber kein Phänomen, das allein die Gastarbeiterkinder betrifft. Wenn man nicht in der Umgebung lebt, in der die Sprache gesprochen wird, ist es schwierig, die Sprache zu pflegen und weiter zu entwickeln. Ich verwende Bulgarisch nur noch mit meinen Eltern, aber nicht mit Kollegen, um zum Beispiel über Literatur zu reden. Medien konsumiere ich auf Deutsch. Das heißt ich muss aktiv und bewusst diese Sprache pflegen, denn im Alltag begegne ich ihr nicht. Wenn die Eltern nicht dahinter sind, reduzieren sich immer mehr die Möglichkeiten, die Sprache nebenbei zu perfektionieren. Aber das ist nicht schlimm - eine Sprache ist immer ein wenig schwächer. Wichtig wäre es sich bewusst damit auseinanderzusetzten.
Wenn es um Deutschkenntnisse geht ist das Bildungssystem verantwortlich. Und hier sehe ich Problemen auch bei Kindern mit deutscher Muttersprache!

Zwetelina Ortega wurde 1979 in Sofia, Bulgarien geboren. Sie ist Übersetzerin, Dolmetscherin und Autorin. Seit März 2009 ist sie die Geschäftsführerin des Vereins Wirtschaft für Integration. Sie konzipiert und setzt die Projekte des Vereins um (z.B. Mehrsprachiger Redewettbewerb "Sag's multi", "Österreichischer Integrationspreis 2010").

*Link:

Sag's multi

 

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 54
1 2
Beim Barte des Proleten!
04
9.12.2010, 11:32
Manche Poster haben ein aggresions Problem

Wenn man fordert das in den eigenen 4 Wänden Deutsch gesprochen wird fördert man die Einsprachigkeit. Je weniger man Zeit hat die Sprache der Eltern zu üben umso mehr geht Sie verloren. Natürlich will kein Österreicher eine Einsprachigkeit, solange die 2te Sprache Englisch, Spanisch, Französisch etc. ist, es wird sogar angesehn wenn jemand diese Sprache becherscht. Ganz im Gegensatz zu türkisch, das wird als rückständig betrachtet. Nein ich bin kein Türke, aber ich bin froh Zuhause eine andere Sprache gesprochen zu haben. Es geht sich trotzdem aus das man anständig Deutsch lernt. Es muss gefördert werden, Verbote bringen nichts auser Frust und Ablehnung.

Kommt aus eurem kleinkarierten Denken heraus und nutzt dieses Potential.

brrrrrr
11
3.12.2010, 17:42
Identitätsproblem/Potential

Die Eltern der (meisten) jetzigen VS-Kinder sind schon in Österreich aufgewachsen. Wenn die die Sprache ihrer Großeltern brauchen um in keine Identitätskrise zu gelangen dann haben die aber viel größere Probleme..
Lächerlich ist auch das Gerede vom Potential, die (Business)Welt spricht Englisch! Der heutige Englischunterricht wird bei weitem nicht reichen für Anforderungen der globalisierten Welt 2030.
Kleinkariert wärs jetzt auf Bulgarisch, Türkisch usw zu setzen, da sollte man wenn dann in Chinesisch oder Indisch investieren. Der Ansatz von Leute wie Frau Ortega ist der ewiggestrige!

Nevim
01
3.12.2010, 23:05

Ich will nicht behaupten, dass es Identitätskrisen vorbeugt, aber ich finde es nicht so abwegig, wenn jemand seinen Kindern die Sprache seiner Eltern beibringt. Eigentlich sogar schön.

Englisch lernen geht ja dann trotzdem, im menschlichen Gehirn ist ja zum Glück locker Platz für mehr als zwei Sprachen.

rasenmähermann
01
3.12.2010, 17:27

Fast jeder Österreicher ist faktisch zweisprachig da man in der Regel einen lokalen Dialekt und Standard-Deutsch beherrscht.

charles darwin
01
3.12.2010, 17:10
die kunst der zensur besteht darin, dass man sie nicht merkt...

wenn in einem tag nur 20 postings durchkommen von vorsichtig geschätzten 300, dann ist das schlimmer als nordkorea und der standard sollte sich schämen und einfach das posten verbieten, dann ist es ehrlicher..

Brel
00
3.12.2010, 16:06
Jo eh

im übrigen, würde mir als Journalist beim Standard wahrscheinlich schnell fad. Immer und immer wieder die selben Interviews, die nicht in die Tiefe gehen, kaum differenzieren und nebst politischen Stehsätzen keine neuen Lösungsansätze bringen.

Herr Dohr
34
3.12.2010, 15:24
Also ich finde, sie sieht hübsch und sympathisch aus.

Worum ging es schnell mal wieder?

Dreistein
 
01
3.12.2010, 14:21
Niemand, auch kein Politiker - nicht einmal die Effen - haben jemals verboten, zwei- oder sogar mehrsprachig zu sein.

Was allerdings verlangt wird - und das zurecht - dass jemand, der seinen Lebensmittelpunkt in Österreich hat, hier lebt und arbeitet, allenfalls auch Sozialhilfe bezieht, auch Deutsch sprechen sollte.

der Schnee von vorGestern
00
3.12.2010, 12:55

wenn sa se integria'n wüh

muass Proletendeitsch lerna (punkt)

120 Jahre Karl Schranz
212
3.12.2010, 12:42
mmmmh...

die einsprachigkeitsdiskussion ist komisch. ich glaube die zahl der menschen die es gut findet wenn kinder keine zweite sprache erlernen ist verschwindend gering. wenn jemand sein kind von geburt an zusätzlich in bulgarisch, türkisch und swahili erziehen möchte, ist das seine sache.

das ändert nichts daran dass die mehrheit völlig zurecht von migranten erwartet, die verkehrssprache ausreichend zu sprechen.

MondXicht
03
3.12.2010, 16:55

"...im Übrigen sind wir der Meinung, dass alle Österreicher dumme Rassisten sind." Darauf laufen solche Artikel doch oft hinaus.
Kein normaler Mensch bei uns findet Mehrsprachigkeit schlecht, es geht eher um das Phänomen einsprachig mit Primärsprache Nichtdeutsch - aber pssst! Das darf man ja nicht laut sagen!

Es geht darum dass es nicht gut ist, wenn in Wien die Firmen viele Lehrlinge abweisen müssen weil sie 1) kaum Deutsch sprechen 2) nicht lesen&schreiben können 3) die Grundrechenarten nicht beherrschen(!)
aber pssst! Das zu sagen überlassen wir lieber unserer Idiotenpartei, der FPÖ!

trollvottel
60
3.12.2010, 14:28

Lingua franca in vielen Branchen ist Englisch. Wer aber nach Österreich kommt und nur Englisch spricht, wird in etwa so beschimpft, als würd er in Paris Deutsch reden.

A_Schläsinger_vu_Brassel
00
12.12.2010, 14:06

Sie machent Ihrem Nicknamen alle Ehre.

analytico1060
172
3.12.2010, 12:36
bald 250 Jahre

vor bald 250 Jahren wurde aus dem vielsprachigen (ca. 7) Raum des heutigen Österreich durch die gewaltsame Einführung der Pflichtschulen in deutscher Sprache, der deutschen Verwaltung, deutscher Familiennamen (wie Powischer und Sauprügel) und schlußendlich der Unterrichtssprache Deutsch an den Universitäten erst ein fast einsprachiger Raum geformt. Soll wir die Jubiläum feiern, betrauern oder wie es jetzt aussieht einfach vergessen? oder "für ein sprachlich buntes Österreich - 1000 Jahre dt. Herrschaft sind genug!"

R58
00
Sie vergessen die ungarische Reichshälfte!

- da war's das Ungarische, das dominierte!

Und bis 1848 wurde im ungarischen Parlament Neulatein gesprochen!
Deutsch wollte man nicht sprechen, und die Minderheiten wollte man auch nicht ausschließen!

DPfand
03
3.12.2010, 13:53
Lernens halt Geschichte!

@anal.1060, bis 1806 wurde das Deutsche Reich rund 300 Jahre von Wien aus regiert. Die Einführung der Pflichtschule im deutschsprachigen war eine Kulturleistung ersten Ranges. Und beispielgebend für ganz Europas, die sich sehr zögernd dieser Neuerung (die Industrialisierung begann 1736) anschloss, die Notwendigkeit leugnend und die immensen Kosten scheuend.
Oder ists eh nur der D-Hass, der bekanntlich blind macht?! PAH!!

Lazarsfeld
14
3.12.2010, 12:29

Niemand ist dagegen, dass Menschen mehrere Sprachen lernen. Es geht vielmehr um den öffentlichen Raum, um Arbeit und Beruf. Wer in Österreich nicht ausreichend Deutsch kann, wird sich halt schwer tun, seine gesellschaftliche Lage zu verbessern.

trollvottel
32
3.12.2010, 14:30

Die meisten Österreicher können ein wenig Englisch.

Wer sich weigert, mit den neuen Nachbarn Englisch zu reden, weil "die Gfrasta suin Deitsch lerna", der hat IMO auch keinerlei Interesse, diesen Nachbarn auf Deutsch freundschaftlich zu begegnen.

black jack
22
3.12.2010, 11:34
Klar ist Österreich nicht einsprachig.

Wir lernen ja auch fleißig Englisch in der Schule.

Im Großen und Ganzen können Österreicher besser Englisch als zB Italiener, Franzosen, Deutsche und Spanier. ME wäre es gerade in Mitteleuropa wichtig, dass man übereinkommt in allen Ländern (Cz, Sk, Hun, Slo, Cro, Ser, ...) gut Englisch zu können, damit man sich spontan unterhalten kann.

Gerade für die Verständigung, die vielen auch "einfachen" Menschen offen stehen sollte, müsste es politische Initiativen in Mitteleuropa geben. Eine zweite "working" Sprache, die mit der Zeit überall auch als Amtssprache eingeführt werden sollte, würde uns helfen, Grenzen im Kopf abbauen zu können (oder wozu lernen wir Englisch in der Schule ... damit eine Elite den Weg ins hohe Management finden kann?!)

A_Schläsinger_vu_Brassel
00
12.12.2010, 14:08

Gerade in Ostmitteleuropa gibt es aber viele Menschen, die Deutsch als erste Fremdsprache lernten. Wieso soll man darauf verzichten?

Englisch ist gaga.

R58
00
vielleicht nicht gerade "gaga",...

aber verführerisch einfach am Anfang.
Danach wir es elendiglich mißverständlich und vieldeutig.

Da ist mir Deutsch beim A***h lieber!

Helmut Hagen Plakolmer
00
3.12.2010, 14:37
hinsichtlich meiner italienischen.....

mitbürger bestehen gewisse englisch-defizite, was die deutschen betrifft, frage ich mich, ob sie jemals in der BRD waren.
ahnung haben sie keine, das bestätigt auch ihr glauben an das gute englisch der österreicher (es gibt welche die es sehr gut sprechen, aber das ist eine minderheit).

Sie sind doch der Rührer!
00
3.12.2010, 12:17

Ich hatte in der Höheren Schule (HTL) leider nur Englisch, das ärgert mich - jetzt im Nachhinein - sehr. Damals hatte ich eine andere Sicht, da war ich mit techn. Fächen eh ausgelastet und auch noch nicht SO an Sprachen interessiert. Hab ich dann im Studium aufgeholt.

Englisch ist, wie genannt, eh schon sehr weit verbreitet. Französisch verliert an Popularität (wenn es nicht DIE Diplomatensprache gewesen wäre, hätte sie in Europa sowieso keinen interessiert), Spanisch boomt, ebenso Russisch.

trollvottel
20
3.12.2010, 12:01

Österreicher sprechen ein für Österreicher leichter verständliches und daher subjektiv "besseres" Englisch.

Das heißt aber bei Weitem nicht, dass unser Gestammel auch für einen native speaker of English besser klingt als das Englisch von Spaniern, Franzosen oder Italienern.

Stephan-Immanuel Teichgräber
01
3.12.2010, 11:56
Englisch

Englisch wird sich bei den unter Dreißigjährigen sowieso durchsetzen und in Tschechien, Slowakei, Ungarn, Serbien, Kroatien, Slowenien und Deutschland sprechen alle Altersklassen Englisch. Aber dadurch ist das Problem nur verschoben. Bei Konferenzen, wo die Arbeitssprache Englisch ist, bilden sich dann in der Pause nach Muttersprachen getrennte Gruppen und dort wird eigentlich das Interessante diskutiert. In der Schule in Österreich sollte ein breites Sprachangebot sein. Gut wäre natürlich in allen Schulen Ungarisch einzuführen, dass hatte schon Jacob Grimm gewusst.

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