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Arbeitsleben, zweckentfremdet

Armand Feka, 13. Jänner 2011, 14:11
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    foto: apa

    Flexibilität, ein schöner Mythos der Arbeitswelt, deren wahre Auswirkungen kaum ein Arbeitnehmer erleben möchte.

Die Zeiten von Normalarbeitsverhältnissen neigen sich für viele Berufseinsteiger dem Ende zu. Leiharbeit erfreut sich bei vielen Firmen immer größerer Beliebtheit

Zeitarbeit, Leasing oder Arbeitskräfteüberlassung - wie immer man es bezeichnen möchte - die Branche boomt: Die Arbeitslosenquote sinkt, die Anzahl der Leiharbeiter verzeichnet gleichzeitig einen sprunghaften Anstieg. Allein in Wien hat sich die Zahl der überlassenen Arbeitskräfte in atypischer Beschäftigung, d.h. jener die nicht der Denkfigur des Normalarbeitsverhältnisses entsprechen, laut einer Studie des Politikwissenschaftlers Emmerich Tálos in den letzten Jahren verdoppelt .

Auch Lisa* arbeitet seit etwa zwei Jahren als Leiharbeiterin unter prekären Arbeitsverhältnissen in einem Versicherungsunternehmen in Wien. Die 24-jährige Studentin suchte nach ihrem Studienabschluss der Germanistik verzweifelt nach einem Job bis sie sich aufgrund mangelnder Angebote auf das Experiment Leiharbeit einließ. Unzählige Bewerbungsversuche waren zu diesem Zeitpunkt schon im Sande verlaufen. Was zu Beginn lediglich eine drohende Arbeitslosigkeit bzw. finanzielle Engpässe verhindern sollte, wurde zu einer langfristigen Lösung.

Mit dieser Entscheidung folgt Lisa einem Trend, der mittlerweile viele tausende Arbeitnehmer in Österreich betrifft. Sie nehmen mit ihren Leih- und Teilzeitjobs ein höheres Risiko in Kauf in wirtschaftlich schweren Zeiten, die ersten zu sein, die entlassen werden. Für eine Vielzahl von Firmen ist Leiharbeit nicht unbedingt billiger, aber auf alle Fälle "günstiger". Sie bleiben dadurch flexibel und vor allem ohne viele, schwer kündbare Mitarbeiter. Flexibilität, ein schöner Mythos der Arbeitswelt, deren wahre Auswirkungen kaum ein Arbeitnehmer erleben möchte.

Schöne neue Arbeitswelt

Leiharbeitsfirmen, wie z.B. Trenkwalder, Manpower oder Adecco werben vor allem damit, dass sie eine kurzfristige Einstiegshilfe und Übergangslösung für all jene bieten, die es sonst schwer hätten einen Vollzeitjob zu finden. Diesen angeblichen Chancen schnellen Zugang zu Erwerbsarbeit (als Alternative zu Arbeitslosigkeit) zu bekommen, stehen aber mehrere Probleme gegenüber: Leiharbeiter haben nur eine geringe soziale Absicherung bei Arbeitsverlust und verdienen im Durchschnitt wesentlich weniger als ihre fixangestellten Kollegen.

Laut Tálos ist es nicht überraschend, dass das Einkommen von geringfügig Beschäftigten und Teilzeitbeschäftigten weit unter dem von Standard-Erwerbstätigen liegt. Bei diesen Dienstnehmern sind Einkommenseinbußen die unmittelbare Folge einer erhöhten Flexibilisierung. Das EU-Parlament erließ bereits Ende 2008 eine Richtlinie zur Gleichbehandlung von Leiharbeitern. Sie sieht vor, dass die wesentlichen Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen der Leiharbeitnehmer während der Dauer ihrer Überlassung mindestens denjenigen entsprechen müssen, die für sie gelten würden, wenn sie von einem Unternehmen unmittelbar eingestellt worden wären. Dass die Realität meistens anders aussieht, beweisen Beispiele von verärgerten Leiharbeitern, die von unzähligen Schikanen erzählen.

Der Druck der Anstellung

Obwohl kollektivvertraglich festgeschrieben ist, dass Leiharbeiter, deren Vertrag ausläuft oder sie nicht mehr gebraucht werden, von ihrer Leiharbeitsfirma noch mindestens zwei Wochen weiterbeschäftigt werden müssen, bevor sie beim AMS angemeldet werden (Behaltefrist), umgehen viele Firmen dieses Gesetz, indem sie die Arbeitnehmer dazu drängen eine einvernehmliche Vertragsauflösung zu akzeptieren. Damit übertragen sie die Kosten einer möglichen Stehzeit direkt auf den Steuerzahler. Leiharbeiter sehen sich an ihren Arbeitsstellen aber auch einem unwesentlich größeren Druck ausgesetzt als Angestellte in Normalarbeitsverhältnissen. Das von der Politik oft gebrachte Argument, dass in Hochkonjunkturzeiten vermehrt Leiharbeiter von ihren Firmen übernommen werden, grenzt eher an einen Wunschtraum. Der so genannte "Klebeeffekt", also der Anteil der Beschäftigten der bei dem Entleihunternehmen dann auch in reguläre Beschäftigung übernommen wird, liegt nach Schätzungen der deutschen Hans Böckler Stiftung bei höchstens 15 Prozent, wahrscheinlich aber darunter.

Arbeitnehmer zweiter Klasse

Viele überlassene Arbeitskräfte haben in ihren Jobs schon mehrmals Bekanntschaft mit dem Unterschied zwischen Leiharbeitern und Fixangestellten gemacht. Bei Weiterbildungsmaßnahmen oder bei Betriebsrat-Initiativen gehen sie leer aus. Diese Erfahrung hat auch Lisa gemacht. Als in ihrer Firma die Übernahme der Startgebühr für ein Sportevent ankündigt wurde, meldete sie sich als Mitarbeiterin gleich dafür an. Ohne zu ahnen, dass dies ein Problem darstellen könnte. Tags darauf erfuhr sie, dass sie dafür nicht in Frage kommt, da das Bezahlen ihres Beitrags eine "Zweckentfremdung" der Betriebsratsgelder wäre. Betriebsräte sind nämlich nicht dazu verpflichtet Leiharbeiter zu vertreten. Viele Leasingkräfte fühlen sich dadurch diskriminiert und als Arbeitnehmer zweiter Klasse. Nicht selten stellt sich für verliehene Arbeitskräfte sehr schnell das Gefühl ein für ihre Arbeit nicht genug honoriert zu werden. Vom Arbeitgeber in den Bilanzen unter Sachkosten geführt zu werden, tut dann sein Übriges. (Armand Feka, 13. Jänner 2011, daStandard.at)

*Name von der Redaktion geändert

Laut Definition der Arbeiterkammer hat die Leiharbeit, genauer gesagt die Arbeitskräfteüberlassung, in den letzten Jahren stetig zugenommen. "Leiharbeiter" werden beispielsweise bei kurzfristigen Arbeitsspitzen eingesetzt.

Der Schutz von überlassenen Arbeitskräften soll dadurch gewährleistet werden, dass die Überlassung ohne ausdrückliche Zustimmung der Arbeitnehmer ausgeschlossen ist. Der Verleiher muss über die Arbeitsbedingungen eine schriftliche Grundvereinbarung ausstellen und eine Überlassungsmitteilung ausstellen.

Links:

Infos der Arbeiterkammer über Leiharbeit

Emmerich Tálos: Dimensionen prekärer Beschäftigung in europäischen Metropolregionen - Risiken und Chancen am Beispiel von Wien (PDF)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 83
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eze eze
 
00
Namibia kann es sich leisten:

Leiharbeit verbieten!

Charly.
01
20.1.2011, 13:41
Zeitarbeitsfirmen sollte

man meiden. Ich habe mit denen nur schlechte Erfahrungen gemacht.

Firma LKPM
00
17.1.2011, 15:48
Wir als Heimischer Personaldienstleiter

sind mehr als nur darum bemüht, sich mit den sozialen Umfeld unserer Mitarbeiter auseinander zusetzen und zu Helfen wo es nur geht. Bei Menschen die uns immer wieder Schwierigkeiten mit den Kunden bereiten, kommen und gehen wie es ihnen passt...ja was soll ma da sich von einem Personaldienstleister erwarten... ein solcher wird auch bei einer Fixanstellung SCHNELLER als wie bei uns die Kündigung erhalten!! Wir sind nicht nur Überlasser, sonder sehr oft auch Caritas und Bank zugleich, damit wir den Menschen, die wirklich ihre Probleme lösen wollen, helfen können. Weiters möchte ich festhalten, dass bei uns in Tirol zumindest, Übernahmen sehr häufig vorkommen. Aber das hängt auch von der Leistung des Arbeitnehmers ab.

Charly.
00
20.1.2011, 19:32
..sozial.........

Caritas, helfen..........hört sich alles schön an! Warum nehmen Sie dann rund 30€/Stunde für den Facharbeiter und speisen diesen mit ca.12€ ab?
Sie helfen wirklich (mit dem Kopf zum Boden)!

Charly.
01
20.1.2011, 13:50
Also

bei uns in Oberösterreich ist das anders. Die Lohnzettel der Personaldienstleister passen meist nicht und mit der Übernahme schaut es für mich und meine Kollegen auch sehr schlecht aus. Laut Vorarbeiter erbringen wir sehr gute Leistungen, doch die Firmenführung will zur Zeit niemand übernehmen.

Firma LKPM
00
17.1.2011, 15:42
da Menschelt es wieder sehr im Forum...

Etwas schlechtmachen was man nicht kennt, anstatt sich in der Praxis mal Informieren und umsehen mit was wir Leiharbeitsfirmen zu kämpfen haben, das ist wohl typisch Mensch.... Auch wir haben schwarze Schafe unter uns und auch bei uns passieren immer wieder einmal Fehler, aber versucht doch selber einmal mehrere KV unter einen Hut zu bringen. Ein Leiharbeiter verdient in der Regel nicht schlechter!!! Sonders muss immer nach dem KV des Beschäftigers entlohnt werden, somit kann er schon gar nicht schlechter verdienen. Die meisten Leiharbeiter die sich beschweren, sollen einmal selber nachdenken, warum eine Kündiung ausgesprochen wurde. Vielleicht war er schon das Xte Mal grundlos nicht zur Arbeit erschienen!

Charly.
01
20.1.2011, 15:23
Naja

Personaldienstleister darf man schlechtmachen, ihr schachert ja mit Menschenleben, schmarotzt und schafft keine Werte! Das ist unmoralisch. Und doch verdienen die meisten Leiharbeiter weniger, weil die meisten Stammarbeiter mehr Stundenlohn haben als das Facharbeiter-Grundgehalt und es auch noch betriebsinterne Zulagen gibt, die vom KV augeschlossen sind-da schaut der Leiharbeiter auch durch die Finger! Seit neuestem versuchen gewisse Peronaldienstleister Facharbeiter für einen Hilfsarbeiterlohn zu beschäftigen, wer nicht spurt, der wird gekündigt. So schaut es aus.

Sabine Werner
01
29.3.2011, 15:58

Ist für mich wie Sklavenarbeit, der Sklavenhalter kassiert einen Teil des Lohnes dafür das er auf seinem A.sch sitzt, und der Arbeiter darf schuften um miese 12 Euro in der Stunde - kassiert wird aber zum Teil das Dreifache des Stundenlohnes - und in die eigene gierige Tasche gesteckt!

Woodpecker
02
15.1.2011, 10:41
staatlich kontrollierte Konkurrenz für Leiharbeitsfirmen?

Ich fände es eine gute Idee, beim AMS anstelle der Finanzierung weiterer prekärer Beschäftigungsverhältnisse bei Low-Cost-Kursanbietern doch gleich eine eigene Leiharbeits-Stelle einzurichten, wo Arbeitslose unter teilweiser Förderung (immer noch billiger als das volle Arbeitslosengeld) zu äquivalenten Konditionen und unter Benützung der AMS-Datenbanken bezüglich Fähigkeiten und Vermittelbarkeit möglichst den optimalen Leiharbeiterjob zugeteilt erhielten.

Woodpecker
01
15.1.2011, 10:33
der Preis der Leiharbeit und wo der Lohn wohl bleiben mag

Leiharbeitsangebote der Dienstleistungsanbieter an Firmen sind natürlich pro Arbeitseinheit nicht billiger als bei Direktanstellung - aber dafür braucht sich der Kunde auch keine Sorgen um Krankheitsfälle, Urlaubsvertretung und sonstige Ausfälle zu machen.
Diese Zusatzkosten können aber von den Leiharbeitsfirmen nicht voll an den Kunden weitergegeben werden, dazu ist auch in dem Bereich die Konkurrenz zu groß.
Dementsprechend bekommen die Leiharbeiter schon mal
- sowohl weniger bezahlt als auch
- keinen Urlaub oder Krankenstand, stattdessen die Kündigung.
Natürlich wollen auch die Kosten und Gewinne der Leiharbeitsfirmen selbst verdient oder eher abgepreßt werden.
Es ist eben ein Zwischenhändler mehr am Arbeitsmarkt, der kassiert ...

Null816
21
14.1.2011, 10:49
Studienabschluss der Germanistik

na gut jetzt sind wir alle mal eine runde überrascht das es da nicht vor angeboten wimmelt...

Woodpecker
01
15.1.2011, 10:25
Beitragsthemen - Beitragsqualität und Korrelation

Interessanterweise bemerke ich oft bei Beiträgen zu Alltags-, aber auch technischen Themen einen gewissen Mangel an Publizistikern und Lektoren: manche der Artikel strotzen vor einfachen grammatikalischen Fehlern, semantischen Unklarheiteun und natürlich auch simplen Tippfehlern.
Offenbar wird dieser Mangel trotz genügendem Angebot aber NICHT ausgegelichen, d.h. das Gesetz von Angebot und Nachfrageist nur bedingt gültig.
Bei Themen, die auch Publizistiker und Geisteswissenschaftler direkt ansprechen - wie etwa die prekären Beschäftigungsverhältnisse - ist hingegen zumindest die Grammatik meist in Ordnung :)

Karl Krammer
10
15.1.2011, 23:08
welchen Preis ist ein Kunde bereit zusätzlich zu zahlen,

wenn er dafür eine orthographisch saubere Zeitung erhält? Ich schätze: keinen. Null. Den meisten Lesern wird es nicht auffallen und den wenigen, die Rechtschreib- und Grammatikfehler erkennen, überlesen es einfach.
Daher ist die Nachfrage nach ausgebildeten Germanisten auch gering. Im Gegensatz etwa zu der nach ausgebildeten KFZ-Mechanikern, denn ob das Auto nach der Reparatur auch zuverlässig funktioniert, darauf legen fast alle Kunden hohen Wert.

Woodpecker
00
16.1.2011, 13:53
Ich redete ja von Publizisten und Lektoren

... Publizisten sind nicht unbedingt Germanisten, man erwartet aber von ihnen auch eine pflegliche Behandlung des Mediums Sprache und Schrift.
Lektoren sollten auch günstig zu haben sein.
Es ist ja toll, daß Fachleute und manchmal auch Leute, die sich für solche halten, heutzutage direkt ohne Umwege Artikel schreiben können. Das wurde großteils erst durch die Technisierung und de-fakto-Abschaffung des Druckergewerbes ermöglicht. Auch helfen Computer bei der Vermeidung häufiger Fehler etwas, sie können aber zumindest bei der deutschen Sprache bislang nicht einen Korrekturleser ersetzen.
Und wenn man merkt, daß ein Artikel mehr oder weniger als Zeilenfüller eingefügt wurde, da sich offenbar niemand ernsthaft den durchgelesen hat, ist es fad.

simson simon
00
14.1.2011, 16:22

Leiharbeit ist moderne Sklaverei!!!!!!!!

Hotblack_Desiato
00
8.12.2011, 10:59
und satzzeichen sind rudeltiere

ich halts da mit terry pratchett.

Multiple exclamation marks,' he went on, shaking his head, 'are a sure sign of a diseased mind

Duck of Death
01
14.1.2011, 09:17

Und weil Lisas Freund Anton genauso ein Sklave ist, ist für die Beiden an Kinder überhaupt nicht zu denken.
Aber sie leben das goldene Kalb der Flexibilität.
Gehts der Wirtschaft gut, gehts der Wirtschaft gut!

Aktive Arbeitslose
02
14.1.2011, 18:45
Gehts der Wirtschaft gut, geht den Reichen gut

heisst es wohl richtigerweise ;-)

günter frank
04
14.1.2011, 08:16
wie kann es sein...

..das der zusätzliche Benefit für eine Firma über solche Mitarbeiter je nach Auftragslage sofort zu verfügen, bzw. sie sofort nach Hause zu schicken kostenlos erhältlich ist-?
(Der Leiharbeiter kostet ja nicht mehr als ein Festangestellter)

Wie kann es sein, dass das Risiko durch die (oft nicht mal eingehaltene) mickrige Behaltefrist von zwei Wochen zuerst den Leiharbeiter und dann die Allgemeinheit (und damit nochmal den Leiharbeiter) trifft-?

Leiharbeit - von mir aus - aber der Leiharbeiter muss (wie jeder Kapitalist der Risiko geschäftlicher Unternehmung trägt) nicht nur gleich sondern besser entlohnt werden als der Festangestellte.

Dann würden die Leibeigenen Verhältnisse die den Einzelnen und die Allgemeinheit belasten schne

Noxventa
11
14.1.2011, 08:15
Leiharbeit hat seinen Sinn

Wenn Firmen spontan Großaufträge bekommen und zuwenig akut-nötiges Personal hat, dann find ich Leiharbeiter durchaus sinnvoll.

Aber nur aus Faulheit und Kostengründen Leiharbeiter auf DAUER einzustellen find ich eine Frechheit. Hier sollten sich Experten eine brauchbare (rechtliche) Lösung überlegen.

günter frank
03
14.1.2011, 08:43
ich bin ja bei Ihnen Aber..

wenn Sie schnell etwas benötigen dann bezahlen Sie den Service extra, hier sind die (überlassenen) Arbeitskräfte aber nicht teurer sondern gleich teuer wie fest Angestellte, dieser Service ist für Unternehmer für eine vorübergehend gute Auftragslage also - kostenlos.

Der Arbeitsvermittler will auch leben und setzt sich wie ein Parasit am Gehalt des Arbeiters fest.

Zuerst bezahlt der Arbeiter die volle Meite mit seinem geringen Einkommen.

Wenn der Arbeiter nicht gebraucht wird ist er auch für den Parasit nutzlos und die Bezahlung wird der Allgemeinheit zugeschanzt bis der Parasit wieder einen Job hat den der Arbeiter selsbt als fixangestellter ja gar nicht bekommen würde.....

es lebe die soziale Marktwirtschaft....

her mit den Strichen!
11
14.1.2011, 10:06
Sind folgende Berufsgruppen auch "Parasiten"?

* Handelsunternehmen (Billa, Saturn, etc.) - denn ich könnte die Eier/Spielekonsolen ja auch direkt beim Hersteller kaufen

* Apotheker - ich will die Medikamente ohne Spanne beim Pharmaunternehmen beziehen

* Anwälte - ich kann mich vor Gericht doch auch selbst vertreten

* Autohändler - ich möchte meine Auto direkt bei VW, BMW... kaufen und nicht im Autohaus

* Reisebüros - ich will verdammt nochmal direkt bei Lufthansa buchen

* Christbaumverkäufer - ich kann mir doch die Tanne im Wald selbst umhacken

Wissen Sie, wenn Sie hier schon schimpfen, dann bitte auf die "Unternehmer" (Beschäftiger), denn diese halten die Arbeitskräfteüberlasser am Leben, d.h. diese haben einen Bedarf an Leiharbeitern.

Sabine Werner
00
29.3.2011, 16:01

Sie kapieren wohl gar nichts, oder? Ein Reisebüro behält doch keinen Sklavenobulus ein, wenn es eine Reise vermittelt!

her mit den Strichen!
00
29.3.2011, 16:18
Danke für die netten Wort, Binchen ;-)

Wieso Sklaven... ich dachte immer, dass Leiharbeiter einen Dienstvertrag unterschreiben...

günter frank
02
14.1.2011, 10:47
..es braucht keine roten Striche...

...nur etwas Zeit zum Nachdenken.

Während ich beim Handel oder Dienstleister eine Dienstleistung erhalte, - eine Beratung etwa oder einen Haarschnitt kaufe ich mich als Arbeitgeber beim Personalleaser nur von sozialen Veratnwortungen frei die im Laufe vieler Jahre errungen wurden.

Der Personalleaser geht dabei die verkaufte soziale Leistung in keiner Weise ein, er überträgt sie der Gesellschaft.

Er bereichert sich am Lohn des arbeitenden.

In machen Ländern ist Leiharbeit aus diesem Grund verboten.

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