Österreichischer Integrationstag

"Wir haben grundgescheite Ziele“

Olivera Stajić, 14. März 2011, 10:07
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    foto: österreichischer integrationstag

    In mehreren Arbeitskreisen wurden konkrete Lösungen für die Bereiche Arbeitsmarkt, Bildung und Gesellschaft entwickelt.

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    "Wir haben geschaut, dass wir umsetzbare, scharfe Forderungen stellen", berichtet Zwetelina Ortega (mitte), Geschäftsführerin des Vereins Wirtschaft für Integration.

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    "Ich habe heute einen neuen Sponsor für ein Projekt an meiner Schule gewonnen", erzählte die engagierte KMS-Direktorin Erika Tiefenbacher (li.).

Vierzehn konkrete Ziele und Handlungsvorschläge wurden am ersten Österreichischen Integrationstag ausgearbeitet. Nun muss gehandelt werden

Rund 400 Menschen aus Bildungsinstitutionen, NGOs, Politik und Wirtschaft trafen sich vergangen Freitag, um im Rahmen des Österreichischen Integrationstages gemeinsam an "Integrationszielen" zu arbeiten. In mehreren Arbeitskreisen wurden konkrete Lösungen für die Bereiche Arbeitsmarkt, Bildung und Gesellschaft entwickelt. Die ausgearbeiteten Szenarien und Perspektiven wurden am Ende des Tages im Rathaus in Anwesenheit zahlreicher Vertreter aus Politik und Wirtschaft präsentiert. Die politischen Akteure sind es nun auch, die die Lösungsansätze weiterentwickeln und umsetzen sollen, wünschen sich die Organisatoren vom Verein für Wirtschaft und Integration.

"Unglaublich kreative Vorschläge"

Zwetelina Ortega, Geschäftsführerin des Vereins, war für die Koordination der Arbeitsgruppe "Bildung" zuständig und zeigte sich am Ende des arbeitsintensiven Tages von den Vorschlägen der TeilnehmerInnen "sehr beeindruckt und bewegt". "In vielen formulieren Zielen hab ich mich wieder erkannt und mich gefragt: Was wäre gewesen, wenn ich damals in der Schule gewesen wäre?", meint die gebürtige Bulgarin. "Besonders stolz" macht die Geschäftsführerin der Umstand, dass unter den ExpertInnen auch fast 50 Prozent Menschen mit Migrationshintergrund waren. "Das sind Menschen, die persönliche Erfahrungen mit dem Thema Migration haben. Sie haben mit uns diese Erfahrungen geteilt und wertvolle, intelligente und unglaublich kreative Vorschläge eingebracht. Mit diesem Schatz müssen wir behutsam umgehen", so Ortega.

"Wir haben das Sagen!"

"Wie gut und erfolgreich der Tag wirklich verlaufen ist, werden wir in den nächsten Monaten und Jahren sehen", meint Georg Kraft-Kinz Obmann des Vereins Wirtschaft und Integration. Konkrete Projekte mit messbaren Ergebnissen zu entwickeln, sei der erste wichtige Schritt, außerdem müsse die Haltung zum Thema Migration und Integration verändert werden, plädiert Kraft-Kinz. Nur auf diese Weise können langfristig auch jene ins Boot geholt werden, die der Thematik negativ gegenüber stehen, darin sind sich die OrganisatorInnen und die TeilnehmerInnen einig. Die "Aufklärungsarbeit" müsse auch innerhalb der politischen Kreise geleistet werden, meint Kraft-Kinz. Der große Zuspruch und die konkreten Lösungsvorschläge seien ein deutliches Signal der Zivilgesellschaft an die Politik. Wir sind die Zivilgesellschaft, wir wählen die Politik, wir haben das Sagen. Es geht in erster Linie darum, wie konsequent wir in der Umsetzung unserer Ziele sind", betont Kraft-Kinz.

Grundgescheite Ziele

Bis zum zweiten Integrationstag im kommenden Jahr sollen messbare Erfolge erzielt werden. "Wir haben geschaut, dass wir umsetzbare, scharfe Forderungen stellen", so Ortega. "Jeder der den heutigen Tag miterlebt hat, spürt, dass unsere Ziele grundgescheit sind, und dass eine Veränderung notwendig ist", meint Kraft-Kinz zuversichtlich.

Eine der Teilnehmerinnen, Erika Tiefenbacherer konnte allerdings bereits mit einem erfreulichen Ergebnis nach Hause gehen. "Es war eine tolle Gelegenheit, um wieder einmal erfolgreich zu netzwerken. Ich habe heute einen neuen Sponsor für ein Projekt an meiner Schule gewonnen", erzählte die engagierte KMS-Direktorin.

Links:

Erster Österreichischer Integrationstag

Im Forum des Vereins Wirtschaft für Integration hat jeder die Möglichkeit die erarbeiteten Ziele zu bewerten und zu kommentieren.

Hinguckerl
12
16.3.2011, 14:49
wenn ich dort gewesen wäre

hätte aber das Kopftuchfräulein gefragt, wie sie sich den Integration ihrer Landsleute angesichts der jüngsten Aussagen des Präsidenten Erdogan sieht, der ÖsterreicherInnen mit türkischem Hintergrund seine Hilfe und Unterstützung anbietet: ich bin für euch da, so der Wortlaut zuletzt in Deutschland! man muss kein Strache-Anhänger sein, um zornig zu werden.

Viva Zapata!
30
17.3.2011, 15:22
Woher wissen Sie,

das das "Kopftuchfräulein" aus der Türkei stammt? Selbst wenn die Frau ihre ethnischen Wurzeln in der Türkei haben sollte, ist es vollkommen vertrottelt die Frau wegen türkischnationalistischen Rülpsern von Erdogan anzufeinden.

Hinguckerl
03
18.3.2011, 09:54
Davon hätte ich mich natürlich vorher überzeugt, bevor ich meine Frage gestellt hätte.

Die Hetzreden Erdogans als nationaltürkische Rülpser zu verharmlosen, das tue ich nicht mehr. Ich sehe in der Einmischung nationalistischer Ideologieträger, wozu ich auch den Verein ATIB in Österreich zähle, als gefährlichen Versuch an, in unserer Gesellschaft die Kluft zwischen türkischen Zuwanderern und Österreicher-innen mit türkischem Hintergrund zu vergrößern. Das darf von einer Demokratie einfach nicht widerspruchslos hingenommen werden. Erdogan arbeitet Strache perfekt zu.

Pessimist-Realist
 
00
14.3.2011, 22:29
Vierzehn konkrete Ziele und Handlungsvorschläge wurden am ersten Österreichischen Integrationstag ausgearbeitet. Nun muss gehandelt werden

Oh ja!
Faymann und Pröll haben sicherlich schon darauf gewartet! ;-)

entenfutallesgut
02
14.3.2011, 20:15
Das Anwerben von Arbeitskräften = Integrationsziel ?

Echt ?
Daß die Wirtschaftskammer im Ausland gezielt für Arbeitskräfte werben will läuft unter "Integrationstag" ?

Kein Wunder, daß Raiffeisen diese "NGO"-Veranstaltung sponsort !

Steuererhöhungen für die hier verblieben wurden nicht gleich mitbeschlosen ?

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