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Am 29. April wird im SPÖVP-dominierten Nationalrat über die Fremdenrechtsnovelle abgestimmt und man muss nicht mit prophetischen Fähigkeiten gesegnet sein, um den Ausgang dieser Abstimmung voraussehen zu können. Über die vielen neuen, im Innenministerium konzipierten Stolpersteine, die mit dem Inkrafttreten dieser Novelle auf davon betroffene Personen zukommen, ist in den vergangenen Monaten rege diskutiert worden. Als Sahnehäubchen der von Innenministerin Maria Fekter (ÖVP) ausgeheckten - und von der SPÖ mitgetragenen - Schikanen dürfen die drastischen Verschärfungen im Bereich "Deutsch vor bzw. nach Zuzug" gelten.
Unüberwindbare Hürden
Treten die in der Fremdenrechtsnovelle festgehaltenen Verschärfungen bezüglich "Deutsch vor Zuzug" in Kraft - und das werden sie -, wird es Einwanderungswilligen künftig zwar nicht unmöglich, aber doch bedeutend schwieriger als bisher gemacht, nach Österreich einzuwandern. Je nach Herkunftsland bzw. -region und vor allem je nach sozioökonomischem Hintergrund, wird es für die betroffenen Personen mehr bzw. weniger schwierig werden, elementare Deutschkenntnisse zu erlangen und diese auch glaubhaft, etwa mittels Zertifikat eines Goethe-Instituts oder einer gleichwertigen Institution, nachzuweisen. Nicht nur dem vielfach bemühten „anatolischen Bauern", sondern all jenen, die sich weder die Kurs- noch die Prüfungsgebühren für einen Deutschkurs leisten können oder jenen, die nicht in lateinischer Sprache alphabetisiert worden sind, werden somit unüberwindbare Hürden in den Weg gelegt.
Motivierender Lernanreiz?
Selbiges gilt bezüglich der geplanten Verschärfungen im Bereich der Integrationsvereinbarung. Hatten Zugewanderte bisher fünf Jahre lang Zeit, um das Deutsch-Niveau A2* zu erreichen, soll nunmehr das Sprachniveau A2 innerhalb zweier Jahre nachgewiesen werden müssen. Auch hier spielt der soziökonomische Hintergrund eine ge/wichtige Rolle, denn die Kosten für die Sprachkurse im Ausmaß von 300 Stunden müssen selbst getragen werden. Eine bedeutende Rolle spielt auch die Angst vor den Konsequenzen, drohen denn bei Nicht-Erreichen von Sprachniveau A2 nach zwei Jahren unterschiedliche Sanktionen - im Extremfall sogar die Ausweisung. Das Erwerben des Deutschen ist somit überschattet von der ständigen Angst, bei Nicht-Bestehen der Prüfung des Landes verwiesen zu werden, was wohl kaum ein motivierender Lernanreiz sein kann.
Je weniger, desto besser
Last but not least sollen jene, die ein unbefristetes Aufenthaltsvisum haben bzw. österreichische StaatbürgerInnen werden wollen, das Deutsche auf Sprachniveau B1, was dem Maturaniveau in einer Fremdsprache entspricht, beherrschen können. Spätestens hier offenbart sich die eigentliche Stoßrichtung der Fekterschen Schikanen: Wie auch in der von ihr verantworteten Asylpolitik will die Innenministerin auch in der sogenannten Fremdenpolitik ihr Ziel, das mit den Worten „Je weniger, desto besser" zusammengefasst werden kann, erreichen. Der Erfolg der Fekterschen Asyl- und Fremdenpolitik misst sich bekanntlich in Zahlen und da gilt die Devise: Je weniger AusländerInnen, je weniger Fremde, desto besser.
Angstmache
Weil der Zweck bekanntlich die Mittel heiligt, avanciert nun das Beherrschen der Deutschen Sprache zum ultimativen Sanktionierungs- bzw. Bestrafungstool. Die deutsche Sprache, von der uns seit Jahren vorgebetet wird, dass sie das Um und Auf einer erfolgreichen Integration sei, wird nun negativ besetzt und zum Existenzbedrohenden Angstmacher umfunktioniert. (Meri Disoski, daStandard.at, 12. April 2011)
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Auch mit einem neuen Fremdenrecht wird man weder kriminelle Migranten rausbringen, Wirtschaftsflüchtlinge abwehren noch Drogenhandel durch Asylanten unterbinden können. Somit dürfte der Steuerzahler wie bisher Milliarden an Steuergelder aufbringen müssen um die miserable Migrationspolitik zu bezahlen.
also wenn man sich die heutigen MaturantInnen so anhört mit ihrem geradebrechten Englisch oder Französisch, so muss man wirklich fragen ob "Maturaniveau" wirklich irgendwas heisst
denn gegen einen "4er" bei der mündlichen in einer Fremdsprache nimmt sich Gorbachs Englisch fast schon dolmetschreif aus
Ihre Antwort zeigt genau das Problem *g*
Gemeint war wahrscheinlich lateinische SCHRIFT (im Gegensatz zB zu KYRILLISCH).
In lateinischer Sprache wird nirgends mehr auf der Welt alphabetisiert, weil Latein (beinahe) keine lebende Sprache mehr ist.
wenn >Deutsch vor Zuzug< kommt
ist es in Ö schlimmer als in der schweiz und den usa.
wenn sies lernen, wenn sie bereits hier sind, dann macht das sinn, aber vorher ?
und
ersetzt der österr. staat dann die kosten vom deutschkurs im ausland, wenn sie nicht aufgenommen werden, aber nur dafür deustch gelernt haben ?
roter baron
und, wenn die Konditionen nicht passen, woanders einziehen oder einfach zu Hause bleiben.
Es ist derzeit immer noch üblich, dass der Gastgeber die Beherbungsregeln festlegt, nicht umgekehrt. Wollen Sie das ändern?
und nicht in der Lage ist, sich Deutschkenntnisse vorher anzueignen, der hat in jedem Fall Defizite, sein Leben zu organisieren.
Brauchen wir so jemanden, trägt so jemand zu Bereicherung bei?
Es ist doch ein fataler Irrglaube, dass ausgerechnet der edle Fremde aus dem Urwald der Erlöser unserer wirtschaftlichen Situation sein wird. Solcher märchenhafter Sozialromantizismus ist für Einwanderungsvorschriften nicht tunlich.
Warst du einmal länger im Ausland? Und glaubst, du dass all Österreicher, die irgendwo arbeiten, die Landessprache beherrschen, von Chinesisch bis Arabisch?
Die meisten Jobs brauchen auch keine "edlen Urwaldbewohner", sondern willige und billige Arbeitskräfte. Das mit der Romantik und "Erlösung" sind alberne Unterstellungen, die machen kein Argument besser.
Übrigens ist "einwandern" in diesen Kontext ein Verb und wird klein geschrieben. Nur zum Thema "Defizite" ..
aber das ist hier kein Argument. Wenn einer hier bei uns "Chef" sein möchte (und das auch kann), soll er meinetwegen nur Chinesisch sprechen. Wenn einer hingegen als "Hackler" kommt, soll er zuerst die Kommandosprache erlernen, damit er überhaupt weiss, was Sache ist. Gilt für Sie als Austrianer im Ausland genauso. Nur waren Sie offenbar noch nie im Ausland als "Hackler"...
sie so heranziehen, nämlich, dass man sich billige Arbeitskräfte aus dem Ausland holen soll und nicht die vielleicht teureren im Inland beschäftigt, anstatt denen den lebensmut zu nehmen und den diversen Suchtgiften ausliefert.
Es ist schlichtweg unmoralisch, jemanden aus den Ausland hereinzulassen, solage die eigenen Resourcen nicht ausgeschöpft sind.
Sie Moralapostel, die ugly Gutmensch, sie Beckmesser.
du weißt doch gar nicht, wie hübsch ich bin.
Und ich habe nicht angefangen damit, dass jeder Defizite hat, der nicht sofort Deutsch lernt.
Von Moral habe ich auch nichts gesagt, nur den Zustand beschreiben, dass viele Branchen ausländische Arbeitskräfte wollen, ganz ohne Romantik.
Außerdem ist es wohl ein bisschen weit hergeholt, dass "die Ausländer" schuld daran sein sollen, wenn Österreicher keinen Lebensmut haben und Drogen nehmen. Hier git es sicher bedauerliche Schicksale, aber man macht nichts besser, wenn man dazu auf nöch Ärmeren herumhackt.
werden wir nicht weit kommen.
Ich denke, sie wissen, was ich meine und ich werde versuchen, auf Baisis ihres Postings ihr letzte nochmals zu überdenken.
Ich bleibe aber dabei: zuerst die eigenen Resourcen ausschöpfen, auch wenn teuerer ist, als Zuwanderer zulassen, den die Integrations und Assimilationskosten sind erheblich, zahlen die Allgemeinheit während der Gewinn privat bleibt.
Kann man an dem jetzigen Zustand der Gesellschaft nachvollziehen.
Zum Glück bin ich ja schon Österreicher, und muss mich keinem Test stellen - das freut sicher einige meiner Landsleute ...
Deutsch-Matura habe ich zwar irgendwann gemacht, bin aber nicht sicher, ob das im Alltag viel weiterhilft.
In aller Freundlichkeit möchte ich aber doch anmerken, dass das was die meisten "Restösterreicher" für Hochdeutsch halten, auch nicht überall als solches erkannt würde.
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