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"Taqwacore: The Birth of Punk Islam" hat mehrere Dokumentarfilm-Preise gewonnen.

Mode für Taqwacore-Anhängerinnen
"Ich bin ein Moslem, ich bin der Antichrist", so oder ähnlich provokant klingen Taqwacore-Texte, während sie ins Mikrofon geschrien werden. Taqwacore bezeichnet ein Musikgenre, das sich als Bindeglied zwischen Punk und dem Islam versteht. Allein schon der Begriff will provozieren: "Taqwa", auf Arabisch "Gottesfurcht", wird mit "core", das sich von "hardcore" ableitet, vermischt. Es handelt sich um eine Brücke, die zwei Ufer miteinander verbindet, welche auf den ersten Blick nicht unterschiedlicher sein könnten.
Gebetsteppiche gegen Punk getauscht
Der Begriff entstammt der Feder des Schriftstellers und Journalisten Michael Muhammad Knight. Als 13-Jähriger kam er mit der muslimischen Kultur und den im Hiphop verarbeiteten Texten von Malcom X in Berührung. Drei Jahre später konvertierte Knight zum Islam. Mit seinem Roman "The Taqwacores" hat der Autor eine ganze Generation von Teenagern geprägt und ihnen nicht nur eine musikalische Heimat gegeben. Gleichzeitig legitimiert er damit auf eine gewisse Weise ihre Identität, die Punk und Islam vereint.
Das Buch erzählt die fiktive Geschichte einer New Yorker Punk-WG, deren Bewohner gläubige Muslime sind. Nachts werden die Gebetsteppiche gegen wilden Punk-Rock und düstere Kellerkneipen getauscht. Was als Fiktion begann, hat mittlerweile eine richtige Bewegung nach sich gezogen: Bekennende Taqwacores gibt es mittlerweile in den USA, in Europa und Südasien.
"Cooler Islam"
Inspiriert haben Knight Freundschaften und Kontakte zu Punk Rockern. Durch die strenge Einhaltung der muslimischen Regeln desillusioniert, bewunderte er sie für ihre kompromisslose und ehrliche Lebensweise. Die hätte er sich auch für den Islam gewünscht. "Es müsse auch einen coolen Islam geben", wird er in den Medien zitiert. In der US-amerikanischen muslimischen Community gilt er als kultureller Provokateur. Seine Forderung nach der Freiheit und Existenzberechtigung als muslimischer Punk fand bald enormen Anklang. Obwohl die Szene merklich weniger weibliche Akteure hervorgebracht hat als männliche, wird selbstverständlich auch auf Frauenseite nach Rebellion gelechzt. Vielleicht sogar umso vehementer.
Die Geburt des Punk Islam
Die Dokumentation "Taqwacore - die Geburt des Punk Islam" von 2009 fand internationalen Zuspruch und wurde auf zahlreichen Filmfestivals mit Lob überhäuft. Der Regisseur Omar Majeed, ein Kanadier mit pakistanischen Wurzeln, begleitete drei Jahre lang eine Reihe von Islampunk-Bands auf ihrer Tour durch die USA und Pakistan. Die an ein Roadmovie erinnernde Dokumentation zeigt ihre Protagonisten bei leidenschaftlichen Punk-Auftritten, Selbstgeißelungen und Kiff-Exzessen - nicht ohne ein entsprechendes Maß an Selbstinszenierung.
Eigene Islam-Interpretation
Es scheint so, als könnten junge Muslime dank "Taqwacore" den Islam auf ihre eigene Weise interpretieren. Und das ohne den bitteren Zusatz von Gewissensbissen oder vor anderen Muslimen das Gesicht zu verlieren.
Michael Muhammad Knight, dessen nächster Roman den Titel "Osama Van Halen" tragen soll, wehrt sich dagegen, dass sein Erstlingswerk als Manifest für die Bewegung gesehen wird. Die Szene war bereits da, ist er überzeugt, vielleicht hat sie bloß auf den richtigen Namen gewartet. (Eva Zelechowski, daStandard.at, 28. April 2011)
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"I saw some kid wearing a Sex Pistols T-shirt the other day–he couldn't have been more than 9 when the Pistols did their Filthy Lucre reunion tour," Tolbert said. "I was like, 'You can listen to the music, you can wear the T-shirt, but I was there.' I had fifth-row seats at that goddamn stadium, man, right up front, close enough to see Johnny Rotten's wrinkles. Did you see an original member of The Clash play during Big Audio Dynamite II's last tour? Did you see two of the four original Ramones play at the KROQ Weenie Roast in '95? You did not, but I did.
Bekleidungs- und Verhaltensvorschriften. Nur wer diese Vorschriften erfüllt darf sich Punk, Anarchist und Rebell nennen.
Ich versteh auch nicht was für einen Moslem so provokant sein soll wenn er sagt "Ich bin der Antichrist"...
... so gehet hin und vermehret euch...
Was ist los Zensurmatik 3000, magst nimma, war da Chef gorschtig zu dir... wie wärs wennst meine ganzen Postings jetzt endlich mal postet, weil mir is fad und ich will mit diskutieren, nur geht des ned, wannst du Prinzessinenknutschen schauts oida!
Muhahahah, was soll des sein die unangepassten angepassten punks oda was?
entweder du bist einer oder du bist keiner, aber was auf gar keinen Fall geht, ist sich irgendwelchen Zwängen zu unterwerfen...
Bevor ein richtiger Punk sowas anzieht, geht er Nackt...
Also geht der Punk jetzt so einen ähnlichen Weg wie die Skinheadszene, die von ursprünglich unpolitisch-progressiv auf rechtsradikal umgepolt wurde?
Wundern würds mi net. Unter den Punks gibts viel zu viel Geschmeiß, die Punk ausschließlich mit Rebellion gegen die Mehrheitsgesellschaft gleichsetzt. Und solche Typen wären halt in den 70ern Hippies geworden, in den 80ern Punks, in den 90ern Rechtsextreme und heute eben muslimische Konvertiten...
Konservativ ist eher ihre Einstellung, die impliziert, dass sich nicht vermischen darf, was nicht zusammenpasst.
Was man zwischen den Zeilen hier so liest, hat nicht unbedingt etwas mit dem Thema zu tun, aber wenn es darum geht, vorschnell zu (ver)urteilen, verlieren auch die letzten e-punks den Lack.
....*wie man den unbestimmten Artikel im Englischen anwendet, lernen Sie auch noch.
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