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Ümmü Sahin mit ihren Kindern.

Familie Sahin Anfang der 1970er Jahre.
"Ich ließ meine Töchter nie im Haushalt helfen, sagte ihnen, dass sie besser für die Schule lernen sollen", meint Ümmü Sahin. Die ehemalige Textilarbeiterin ist offensichtlich stolz, wenn sie davon erzählt, dass drei ihrer vier Kinder studiert und zwei bereits eigene Familien gegründet haben. Filiz, heute 44 Jahre alt, ist Ärztin in der Schweiz, Mahmut wurde Bauingenieur, Sirvan Sekräterin in der Unfallchirurgie und Halil, das jüngste ihrer vier Kinder, studiert Englisch und Deutsch auf Lehramt.
Klassisch Gastarbeiter
Die Anfänge in Österreich waren wie so viele andere Gastarbeiter-Anfänge auch. 1972 kam die Familie in Telfs an, der Vater arbeitete bereits seit einiger Zeit in Tirol. Ümmü Sahin meint, dass "es anfangs schon schwer war", drei Kinder teilten sich ein Zimmer, Heimweh kam auf, wenn sie an ihre Familie in der Türkei dachte. Der Plan war ein paar Jahre in Österreich zu bleiben und dann in die Heimat zurückzukehren. Die Familie wollte mit dem in Tirol zusammengesparten Geld ein kleines Geschäft kaufen und dort wohnen, wo die Wurzeln der heutigen Innsbrucker liegen: in Manisa, im Westen der Türkei. Dass es ganz anders gekommen ist, lag an der Einschulung der Kinder und dem Gefühl immer stärker in Tirol heimisch zu werden. Eigentlich auch klassisch für viele Gastarbeiter aus der Türkei.
Außergewöhnlich dagegen erscheinen heute die Bildungserfolge der Kinder von Ümmü und Mehmet Sahin, wenn man sich vor Augen führt, dass es in Österreich nur ein Drittel der 15- bis 34-Jährigen schafft einen höheren Bildungsabschluss als die eigenen Eltern zu erzielen und die zweite Generation türkischstämmiger Migranten schlechtere Lese- und Lernleistungen erzielt als die erste.
Disziplin und Hartnäckigkeit
Wenn Ümmü Sahin spricht, benützt sie Begriffe, die man oft klischeehaft Österreichern oder Deutschen zuschreibt: Disziplin, Ordnung, Konzentration. Sie findet es schade, dass in vielen türkischen Familien in Tirol zu schnell aufgegeben wird, wenn sich keine Schulerfolge zeigen. Dem pflichtet auch Sohn Halil bei: "Leider passiert es bei unseren Landsleuten öfters, dass ein Kind sitzen bleibt und die Eltern dann glauben, dass es eben die Pflichtschule beenden und ins Arbeitsleben einsteigen soll." Ümmü Sahins Kinder wiederholten auch Klassen und sie meint, dass es für sie immer das Wichtigste war, dass sie sich nur auf die Schule konzentrieren konnten. Für sie selber trat das ursprüngliche Ziel Geld zu verdienen immer mehr in den Hintergrund. Wichtiger wurde, ergänzt sie, dass "meine Kinder etwas aus sich machen".
Äußeren Umstände oder Selbstverantwortung?
Ümmü und Halil Sahin meinen, dass es vor allem dem Zusammenhalt der Familie und der gegenseitigen Unterstützung der Geschwister zu verdanken sei, dass drei Kinder eine Universitätsbildung beginnen und größtenteils auch bereits abschließen konnten. Mutter und Sohn wählen ihre Worte sehr bedacht aus, sprechen nicht über die oft kritisierte soziale Undurchlässigkeit des österreichischen Bildungssystems, sondern bemängeln eher die in manchen Fällen fehlenden Vorbilder innerhalb der eigenen Familie. Trotzdem kommt ab und zu auch Kritik in ihren Worten durch: Ümmü Sahins Mann fiel es schwer Freundschaften in Tirol zu schließen, Sohn Halil fühlt sich zwar in Österreich daheim, ihn zieht es aber trotzdem in die Ferne: "Ich will mit meinem Universitätsdiplom versuchen in Istanbul zu unterrichten. Ausländische Abschlüsse sind dort sehr angesehen und ich will die eigene Kultur besser kennen lernen."
Kein Heimweh
Halils Mutter hat dagegen selten Heimweh. Sie ist in Rente und vermisst, außer ihren Brüdern, wenig in Tirol. Sie mag "die Ordnung und die vergleichsweise unbürokratischen Abläufe in Österreich". Spricht man die beiden darauf an, dass einige ihrer Begriffe dem Stereotyp nach sehr "preußisch" klingen, so entgegnen sie trocken und womöglich ein wenig ironisch: "Das Österreichische färbt halt ab."
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davon abgesehen, dass auch viele frauen, die kopftuch tragen, berufstätig sind (hatte in einem ferialjob zB zwei kolleginnen, die außerhalb der arbeit kopftuch tragen, in der arbeit aber nicht): nichtmal die hälfte der jungen trägt kopftuch, und das ist seit jahrzehnten so.
war jahrzehntelang GASTarbeiter (in D). Sowohl in D als auch in Ö war nie geplant, das die Leute EINWANDERN! Es hat immer wieder Anreize gegeben, im Pensionsalter in die alte Heimat zurück zu kehren, die Einbürgerung (in D) wurde immer wieder verzögert. Erst seit ein paar Jahren kommt man in Europa drauf, das es so nicht funktioniert, das diese Menschen keine Masse ist, die man hin und her schieben kann wie man´s grade braucht. Also sprach man (Rot-Grün) von Integration. Jetzt sind Ali und Fatma schuld, das sie die neue Ideologie der Mitteleuropäer nicht schnell genug checken und umsetzen!! Jahrzehntelang waren sie nur GASTarbeiter!!!
Anreize? Woher hast du solchen Zopfen?
Wer als Gastarbeiter seine Pension in der Türkei antritt, kriegt weniger ausgezahlt - mit der Begründung, dass die Türkei ja wirtschaftlich schwächer sei und daher geringere Rente denselben Lebensstandard erlaube. Auch wenn er die deutsche Staatsbürgerschaft hat.
es waren nicht nur gastarbeiter sondern ein betraechtlicher anteil der leute kam per familienmzusammenfuehrung ins land. und ins entsendeland zurueckgehen wollten bisher nur wenige, dafuer kann aber das aufnehmende land wenig. in letzter zeit gibt es einen starken trend von akademikern die zurueck in die heimat gehen, was natuelrich schade ist
ist halt wieder so eine henne-ei diskussion.
warum sind sie nicht gegangen wenn sie nur "gastarbeiter" waren? hat rot-gruen sie ueberzeugt zu bleiben oder gar gegen ihren willen im land gehalten?
oder kamens als gastarbeiter, aber dann hats ihnen entgegen aller erwartungen (und verträge) doch so gut gefallen, dass rueckkehr kein thema mehr war und man stattdessen von der regierung ein bleiberecht forderte und sich somit die politik gemuessigt fuehlte integrationskonzepte zu erarbeiten??
hier willkommen zu sein und einen wertvollen Beitrag zum Aufbau Mitteleuropas zu leisten, sondern sie pauschal von den großen Zeitungen, den rechten Parteien etc als Sozialschmarotzer, Drogendealer und Islamisten diffamiert werden.
Kanada z.B.: Einbürgerung nach 3 Jahren, Sprachkurse, Start-up-Hilfen. Frage an einen Araber, was er ist - Antwort: I´m canadian!
... zu canada nochmals genauer an. wer ist das der da zuwandern darf? welche voraussetzungen muss man mitbringen? wie hoch ist der anteil an muslimen - und noch besser: aus welchem land kommen diese!
dann wirst du bald erkennen, dass es sich weniger um ein rassistisches problem (wir wollen keine ausländer weil sie eine andere haarfarbe haben oder sushi essen) sondern eher um einen sozialen rassismus handelt: man will keine ungebildeten und lernunwilligen. wie hoch ist noch mal der akademikeranteil unter "sozialschmarotzern" und "drogendealern" ??
Du hast vielleicht davon gehört, daß viele (geflohene) Akademiker hier nur in nicht-akademischen Jobs unterkommen - und zwar deutlich nicht-akademisch. Ein schwarzer Magister kann hier Taxi fahren gehen.
Tatsache ist, das hier kein Ausländer willkommen ist (wenn er aus südlichen Gefilden kommt), egal ob Moslem oder Christ, Dealer oder Doktor.
Wenn man davon ausgeht, dass in den medien primär über das aussergewöhnliche und nicht das "normale" berichtet wird, ist das ja schon interessant, dass eine integrierte und erfolgreiche türkische Einwandererfamilie einen ganzen Zeitungsartikel wert ist ...
Es ist ziemlich offensichtlich, dass der Reporter es gar nicht fassen kann, wie erfolgreich sich die Familie integriert hat, wie wohl sie sich fühlen und dass es offenbar doch an den Menschen selbst, und nicht nur der bösen Mehrheitsgesellschaft liegt, ob und wie erfolgreich Integration stattfindet. Da wird dann so lange nachgebohrt, bis halt doch etwas Bemängelnswertes gefunden wird, während der letzte Absatz fast schon als Sehnsucht nach dem 'Edlen Wilden' verstanden werden kann.
weil sie einen Enfluss der heimischen Kultur zulässt. Von der Mehrheit der Türken weiß man ja, dass sie insgeheim alles Westliche ablehnen und ihre Dogmen von Imamen beziehen. Das erklärt auch, warum sich andere Völker problemlos in Österreich integrieren konnten - und Einwanderer mit Islamischer Ideologie eben nicht!
"Von der Mehrheit der Türken weiß man ja, dass sie insgeheim alles Westliche ablehnen und ihre Dogmen von Imamen beziehen."
Schau Dich an. Woher weiß MAN das? Ich glaube dieses "WISSEN" ist eher ein Wunschdenken und ein "GLAUBEN" und "VERMUTEN".
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