Chinesische Samstagsschule

"Nur das Beste für die Kinder"

Olivera Stajić, 1. Juni 2011, 10:41
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    Seit 16 Jahren wird der Sprachunterricht vom Verein "Bildungszentrum für chinesische Sprache in Wien" organisiert.

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    Tanzpädagogin Ning Teng unterichtet Ballett.

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    Außerdem gibt es Gesangsunterricht.

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    Und ein wenig Kung Fu.

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    Die 13-jährige Shi Ting Hu freut sich über neues Wissen.

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    Der chinesische Staat hat spezielle Lehrbücher für den Sprachuntericht in den Diasporagemeinden entwickelt.

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    "Wir sind sehr ruhig. Wir arbeiten viel und sind gerne selbständig", sagt Guogang Zhao über seine Landsleute in Wien.

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    Rund 700 Kinder und Jugendlich finden sich jede Woche in in der Wasagasse ein um Chinesisch zu lernen.

Seit 16 Jahren organisiert ein privater Verein eine Samstagsschule für die Kinder der chinesischen Einwanderer

Wie jeden Samstag geht es auch an diesem Nachmittag auf den Gängen des Bundesgymnasiums Wien 9 sehr geschäftig zu. Es ist gerade Schichtwechsel. LehrerInnen, Eltern und SchülerInnen unterhalten sich angeregt auf dem Weg in die Klassen. Rund 700 Kinder und Jugendliche finden sich jede Woche hier ein um Chinesisch zu lernen.

Seit 16 Jahren wird der Sprachunterricht vom Verein "Bildungszentrum für chinesische Sprache in Wien" organisiert. Alles fing in einem viel kleineren Rahmen an, erzählt der Gründer des Vereins Guogang Zhao. Als die eigenen Kinder fünf und sechs Jahre alt waren, suchten Zhao und seine Frau nach einer Möglichkeit sie in der Muttersprache unterrichten zu lassen. "Nachdem auch unsere Freunde ähnlichen Bedarf angemeldet haben und wir in Wien keine Möglichkeit fanden, unsere Kinder in einen Sprachkurs zu schicken, haben wir selbst einen auf die Beine gestellt", schildert Zhao die Anfänge des Sprachkurses im Jahr 1996. Man mietete einen Raum in der Wiener Urania und machte sich auf die Suche nach einem passenden Lehrer. Sehr bald wuchs die Zahl der Interessierten und der Verein verlegte den Unterricht in die Wasagasse 10.

Zusatzwissen

Ja, es sei "ab und zu schon anstrengend jeden Samstagnachmittag her zu rennen", erzählt die 13-jährige Shi Ting Hu. Über das neugewonnene Wissen freut sie sich aber auch sehr. "Ich kann dann zum Beispiel im Geschichteunterricht Referate über Themen halten, die wir hier behandeln. Man hat immer Stoff und muss nicht recherchieren", sagt Shi lachend.

Die Bücher, aus denen sie und ihre KollegInnen lernen, kommen aus China. Der chinesische Staat hat spezielle Lehrbücher für den Sprachuntericht in den Diasporagemeinden entwickelt. Die Themengebiete und Geschichten, die sie behandeln sind sehr modern und international, sagt Zhao. Computertechnologie, Geschichte der Aborigines, griechische Sagen oder natürlich auch chinesische Geschichte wurden in den Lehrbüchern so aufgearbeitet, dass man den Sprachuntericht im Ausland in zwölf aufeinanderfolgenden Stufen aufbauen kann. Daran orientiert sich auch der Lehrplan im Bildungszentrum in der Wasagasse. Die Bücher bezieht der Verein kostenlos aus China, bezahlt werden lediglich die Transportkosten. Diese werden, genauso wie die Lehrergehälter und die Miete für die Schule, von den Mitgliedsbeiträgen der Eltern finanziert. Das seien rund 200 Euro pro Kind und Jahr, erklärt der Vereinsleiter. Bei mehreren Kindern gibt es Rabatte.

Tanz und Kampfkunst

Mittlerweile wird den Kindern und Eltern weit mehr als nur Sprachunterricht geboten. Im weiträumigen Turnsaal des Gymnasiums wird Tanz unterrichtet. An diesem Samstag gibt es "kreativen Kindertanz" erzählt die Tanzpädagogin Ning Teng. Außerdem leitet sie zwei weitere Gruppen: Jazzdance und modernes Ballett für die älteren Kinder. Die Anweisungen gibt die 24-jährige ihren kleinen Tänzerinnen in Deutsch und Chinesisch.

Zwei Stockwerke höher geht es beim Kampfsportlehrer Simon Geiger zwar einsprachig, aber dafür auch etwas wilder zu. Während im Hintergrund ein paar Eltern ihre Tai Chi-Übungen machen, versucht Geiger eine Gruppe aufgeweckter Burschen für Kung Fu zu begeistern. Im Raum nebenan proben sechs Mädchen Tanzlieder unter den aufmerksamen Augen ihrer wartenden und mitsummenden Mütter.

Das Zusatzangebot ist auch ein wenig aus der Not geboren, erzählt der Vereinsgründer Zhao. Nachdem der Unterricht wegen der hohen Schülerzahl mittlerweile in zwei Schichten abgehalten werden muss, warten einige Kinder oft zwei weitere Stunden, bis ihre Geschwister mit dem Sprachunterricht fertig sind. Für sie und die wartenden Eltern habe man nach einer Beschäftigungsmöglichkeit gesucht, so Zhao. Für die Eltern gebe es außerdem unterschiedliche Vorträge, zum Beispiel Informationsveranstaltungen über das Leben in Österreich.

Der Schwerpunkt liegt aber noch immer auf dem Sprachunterricht, wobei Zhao betont, dass es seinem Verein nicht vordergründig um den identitätsstiftenden Moment der Muttersprache gehe. „Es geht uns um bessere Bildung für unsere Kinder. Chinesisch ist einer Sprache, die immer wichtiger wird und beim Erlernen dieser Sprache tun sich unserer Kinder leichter als andere", meint Zhao.

Nur das Beste für die Kinder

Auf Bildung der Kinder lege man in der chinesischen Community in Wien großen Wert. Unabhängig davon, ob die Eltern nach Österreich kamen um hier zu studieren oder zu forschen, oder, wie jene aus den armen ländlichen Gegenden, um hier in der Gastronomie zu arbeiten: Alle wollen sie die bestmögliche Ausbildung für ihre Kinder. Dazu gehört eben auch der Chinesisch-Unterricht, den man im Bildungszentrum in der Wasagasse jeden Samstag für Fünf- bis 18-Jährige anbietet. Zu den ältesten Schülerinnen zählt auch Jue Theresa Wang, die seit dreizehn Jahren hier Chinesisch lernt. „Zwei Stunden in der Woche reichen zwar nicht aus, aber ich kann mich problemlos mit Leuten in China unterhalten. Dort sind wir jeden Sommer um Verwandte zu besuchen", schildert die 18-jährige Gymnasiastin. Es sei nicht leicht immer motiviert zu bleiben, aber wenn man ich einem anderen Land lebt, ist Sprache wichtig „damit man seine Wurzeln nicht vergisst", sagt Theresa Wang.

Nach der Matura wird Jue Theresa Wang Wien verlassen um in England Chemie zu studieren. Genauso wie der ältere Sohn von Guogang Zhao und viele Kinder der chinesischen Einwanderer in Wien, die, so Zhao, lieber im Ausland studieren. „Wir wollen nur das Beste für unsere Kinder und glauben, dass die Universitäten im Ausland besser sind", meint er.

Angebot für österreichische Kinder

Auch für viele österreichische Eltern gehört zu einer guten Ausbildung mittlerweile auch Chinesisch-Unterricht. "Früher hatten wir fast nur chinesische Kinder, jetzt kommen auch einzelne Anfragen von anderen. Mittweile haben wir jedes Jahr eine eigene Klasse mit Kindern mit anderen Muttersprachen", berichtet Schuldirektor Zhao.

Ansonsten zeigt die Mehrheitsgesellschaft wenig Interesse am Bildungszentrum für Chinesische Sprache. In der Festschrift zum 10-jährigen Jubiläum des Vereines wird hochkarätig gelächelt: Der Bundespräsident Heinz Fischer, Wiener Bürgermeister Michael Häupl und auch die Präsidentin des Stadtschulrats Susanne Brandsteidl gratulieren herzlich und loben die Leistungen des Vereins. Kooperationspartner oder Unterstützer hat der Verein allerdings nicht. "Wir bekommen überhaupt kein Geld oder Unterstützung von staatlicher Seite", meint Zhao. Vor zwei Woche sei er das letzte Mal beim Ministerium für Bildung gewesen, ohne Erfolg. "Niemand ist für uns zuständig".

Das liege sicher auch daran, dass die chinesische Community sehr unauffällig ist, bestätigt der Schuldirektor. "Wir sind sehr ruhig. Wir arbeiten viel und sind gerne selbständig. Außerdem sind wir viel kleiner als die Gruppe der Türken oder Ex-Jugoslawen", analysiert Zhao. Damit wolle er nicht sagen, dass die Chinesen in Österreich etwa besser integriert sind, sie seien eben nur nicht sichtbar.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 67
1 2
Airman
01
Nicht nur China

Die koreanische Gemeinde in Wien tut genau dasselbe: Sprach- und Kulturunterricht am Samstag für Koreaner und Kinder aus Mischehen.

Übrigens wird gerade ein koreanisches Kulturhaus im Donaupark gebaut (im ehemaligen Seerestaurant) wo ab 2012 nicht nur Schulunterricht sondern kulturelle Veranstaltungen für Koreaner und Österreicher stattfinden sollen. Die Kosten (mehr als 1 Mio. Euro) trägt der koreanische Verein alleine. Die Stadt Wien hat nur das baufällige Gebäude verpachtet.

politisch verfolgt
214
es sollte einem zu denken geben

daß diese leute ihre kinder nach england auf die uni schicken, weil sie das beste für ihre kinder wollen. vielleicht kann das der neue bildungsminister einmal lesen.
und es sollte einem zu denken geben, daß es migrantencommunities gibt, die nicht grölend ihre herkunftsländer glorifizieren, sondern freiwillig und privat unterricht organisieren.

Dr. Seltsam
 
00
21.6.2011, 09:35

Die Türken schicken ihre Kinder ja auch für eine bessere Ausbildung in die Türkei.
Das ist ein Armutszeugnis für unsere Gesellschaft!

Standard Leser4
 
00
21.6.2011, 10:08
Oder weil Sie die Maedchen v den schlechten einfluessen der Oesterr Schueler fernhalten wollen !

Hans Müller1
 
00
Ich möchte auch zu bedenken geben dass wohl praktsich jedes asiatische Kind

in der Schule rassistischen Hänseleien ala "Tsching Tschang Tschun ... " ausgesetzt ist.
Aber weil die Ostasiaten nicht trotzdem ihren (durchschnittlich recht erfolgreichen) Lebensweg gehen und sich nicht ständig laut schreiend beklagen wie schlecht sie behandelt werden ist diese Art des Rassismus nie irgendwo Thema.
Mitleid bekommen nur die Migrantengruppen die etwas weniger Leistungsorientierung und Harmoniestreben als die Ostasiaten zeigen.
Verkehrte Welt

Nevim
47

Sehen Sie, wenn zum Beispiel die türkische Community freiwillig und privat eine Sprachschule eröffnen würde, dann würden sich so manche hier sofort lauthals über eine "Parallelgesellschaft" aufregen.

Standard Leser4
 
00
21.6.2011, 12:21

Wer regt sich auf ? ueber die Tschechische Schule, die Franzoesische Schule, die Amerikanische Schule ? Niemand regt sich auf, viele Oesterr besuchen diese Schulen.
Aber wissen Sie bei einer Tuerkische Schule, es gab eine und musste geschlossen werden, weil bei 40 Eur Schulgeld keine Nachfrage bestand, muessten die Eltern Schulgeld bezahlen, da schickt man lieber die Kinder zu dem Onkel oder Tante in die Tuerkei !

Hans Müller1
 
00
Beide Parallelgesellschaften mögen sich für was besseres halten,

ist halt ein Unterschied ob das umgesetzt wird durch z.Bsp. bessere Integration am Arbeitsmarkt oder Zurückziehen aus der Gesellschaft (weil die das eigene Selbstverständnis in Frage stellt), inkl. massiven Schulabbrecher und Arbeitslosenquoten

silverfinger
01

weil da auch immer der beigeschmack einer koranschule bleibt ...

dia_lektik
25
ich gebe ihnen absolut recht.

wäre das eine türk. samstagsschule, würde man sich über die anzahl der schüler, immerhin sind es 700, aufregen. oder über die aus der türkei importierten lehrbücher. es wird eben mit zweierlei maß gemessen a la asiatische kultur hui, türkische pfui...ob die chinesischen lehrbücher nicht genauso glorifizierend sind wie die türkischen scheint hier egal zu sein.

würde eine gruppe von chinesischen einwanderern einen straßenumzug feiern, wäre wohl alle passanten und anrainer angetan. bei einer türkischen folklore-truppe gäbe es da wohl nur ein naserümpfen. weil das eine als achtens- und erhaltenswerte kultur gilt, das andere nicht. inwiefern die chinesen besser im verbreiten vom positiven image sind, ist eine andere frage.

Ein Mann
13

tja, der kleine unterschied liegt eben daran, dass die chinesischen zuwanderer im schnitt nie probleme machen, hart arbeiten, es zu etwas bringen wollen. dafür werden sie ja eben auch nicht unterstützt.

andere gruppen, die sehr viel unterstützung bekommen, sind ja leider nicht immer so tugendhaft unterwegs...

Heavyweather
21

Die chinesische Mafia ist eben besser organisiert.
Da funktioniert auch die importierte Propaganda in der privat bezahlten Wochenendschule noch super.

Die Kultur in den Heftln aus China ist für A und F.
Ganz tolle politische Bildung...sicher auch extrem reflektiert und kritisch.

Diese Veranstaltungen junger Muslima sind genauso ein Scheixx. Wenn man den Umweg über Religion oder Politik zu Bildung gehen muss ist das Vorhaben von vorne herein zum scheitern verurteilt.

dia_lektik
00
2.

vielleicht aber auch, weil es verglichen mit den türken nicht so viele chinesen in ö gibt oder der buddhismus als friedlichste religion große sympathie genießt. andererseits, es gibt mittlerweile viele noodle-standln, fühlt sich dadurch jemand bedroht?

es sind auch nicht alle türkischstämmigen verhaltensauffällig, man nimmt aber gerne die auffälligen wahr. haben sie schon mal die türken wahrgenommen, die gut deutsch sprechen, auch fleißig arbeiten und nicht laut sind. nein, weil sie
das fehlverhalten einiger auf alle übertragen oder nur die negativbeispiele sehen (wollen). würde es sie freuen, wenn man ihnen andauernd jedes verhalten pöbelnder jugendlicher vorhält, nur weil deren und ihre großeltern z.b. aus derselben region stammen?

Ein Mann
00

das mit der religion mag hinein spielen wenngleich ich denke, dass die wenigsten menschen sich bewusst ueberlegen, wes' religion ihr gegenueber ist.

der große unterschied ist aber jener, dass in der asiatischen gruppe leistung, wissen, erfolg wichtig ist. das ist eine kulturelle sache. nicht umsonst verdienen sie in den USA im schnitt mehr, gibt es vorurteile, dass sie in mathematik, musik... überall die besten sind.

so eine kultur finden wir in der anderen gruppe leider nicht. es gibt einzelne, die sehr hart arbeiten und bestintegriert sind aber viele (leider nicht nur einzelne) legen eher eine "alles *rsch" mentalität an den tag. dazu eine grundsätzlich gewalttätige und frauenfeindliche "kultur" - abwehrhaltung kein wunder.

Johannes Benn
01
.

die ueberlegenheit in vielen bereichen ist nicht voruretil sondern fakt

Ein Mann
00

ja - und dadurch bildet sich das vorurteil, dass das bei allen so sei, auch wenn es nicht so ist. klar?

und das gleiche sehen wir eben auch bei anderen gruppe, die eben leider eher negativ als positiv auffallen. hier müssen die "guten" dann eben die vorurteile ertragen, die aufgrund der nicht so guten entstehen.

Heavyweather
31

Die asiatische Kultur ist eine zutiefst Unsympathische. Geprägt von Unterwürfigkeit, einer bigotten Arbeitsmoral und latent Frauenfeindlich.

Ein Mann
00

inwiefern bigotte arbeitsmoral?

Johannes Benn
10
.

eine solche aussage sagt viel ueber den beobachter und wenig ueber das beobachtete aus

Heavyweather
00

Ich darf das so schreiben. Aber Österreicher pflegen ja gerne den faschistoide Begriff des Nestbeschmutzers.

dia_lektik
00
2. @gewalttätigkeit: ich denke nicht, dass man einer bevölkerungsgruppe per se gewalttätigkeit in die wiege legen kann.

es gibt türkische männer, die ihre frauen schlagen, genauso wie nicht wenige österreichische männer, die das tun. dass die türkische frau in einer traditionellen familie nicht dieselbe freiheit wie eine österreichische frau genießt, dass weiß ich und habe es bei einigen bekannten leider selbst sehen müssen, die nicht zwar nicht unter gewalt gelitten haben, aber unterdrückung basiert nicht nur auf physischer gewalt. trotzdem werden nicht alle türkischen frauen zuhaus grün und blau geschlagen oder sind arme unterdrückte hascherl. komischerweise sind immer die poster, die am meisten gegen frauenfeindliche türken wettern, auch die, die am schnellsten bei beiträgen über/mit feministische(n) forderungen, hocherregt über feministinnen schimpfen.

Ein Mann
00

eben, sie sind zumindest so ehrlich, zuzugeben, dass es in diesem kulturkreis im schnitt schlechter um frauen steht.

und zu ihrer abschließenden entdeckung: vielleicht sind es eben dieselben poster, die etwas gegen ungerechtigkeiten haben - schonmal so überlegt?

dia_lektik
10
1. wenn es bei den türken keine probleme gibt, heißt es immer das sind einzelfälle, wie viele einzelfälle gibt es bitte?

sie rennen auch mit einer scheuklappe durch die welt. wer arbeitet am bau, putzt den dreck weg in der u-bahn, sitzt beim billa an der kassa oder beim anker, arbeitet bei zara, beim friseur, als security-bedienstete(r), als marktverkäufer oder beim empfang eines unternehmens…viele menschen mit nicht-österreichischen wurzeln, darunter auch nicht wenige mit türkischen. wie viele türkische familien kennen sie persönlich? sie bilden sich ein urteil mit dem was sie auf der straße, in den öffis, in zeitungen, von hetzenden parteiphrasen sehen/hören wollen. das wär so wie wenn ich die autochthonen bewohner vom wiener gemeindebau in dieser atv-reihe, z.b. diesen maxl mit seiner beisl-crew, als prototypisch für ganz österreich nehmen würde.

Ein Mann
10

und wie viele asiatische leute sehen sie dort? wenige - weil die etwas ordentliches lernen und es zu etwas bringen möchten, was ihnen auch meistens gelingt.

meine türkischen bekannten sind eben "untypisch" weil sehr strebsam/erfolgreich. von denen könnten sie viel schlimmere dinge über ihre unguten landsleute hören als ich mich je sagen traute.

diesen hetzenden parteiphrasen und zugehörigen parteien bin ich fern. es ist nur wichtig, sich nicht mit political correctness scheuklappen aufsetzen zu lassen. probleme müssen beim namen genannt werden - sonst macht man strache den wählerfang gar zu leicht.

wer auch immer maxl ist - er hat mich und vor allem meine freundin auf der straße noch nie angestänkert oder mir vor die füße gespuckt.

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