"Damals gab es keine Ablehnung"

Interview | Güler Alkan
23. August 2011, 08:36
  • Hakim Ali ist mittlerweile Besitzer des afrikanischen Restaurants Sagya in Wien-Alsergrund.
    vergrößern 500x376
    foto: privat

    Hakim Ali ist mittlerweile Besitzer des afrikanischen Restaurants Sagya in Wien-Alsergrund.

  • Ibrahim Hakim Ali kam 1979 nach Österreich. Seine erste Station war Innsbruck.
    foto: privat

    Ibrahim Hakim Ali kam 1979 nach Österreich. Seine erste Station war Innsbruck.

Hakim Ali kam vor über 30 Jahren aus dem Sudan nach Österreich. Am Anfang erlebte er in seiner neuen Heimat weniger Rassismus als heute

Ibrahim Hakim Ali lebt seit 1979 in Österreich. Damals verschlug es ihn zum Studium nach Innsbruck. Der Nebenjob in der Gastronomie wurde schließlich zum Hauptberuf und seit 15 Jahren ist Hakim Ali stolzer Besitzer des afrikanischen Restaurants Sagya in Wien-Alsergrund. Im daStandard-Interview erzählt der gebürtige Sudanese von den Schwierigkeiten afrikanischer Einwanderer in Österreich und warum er sich nicht als Wiener fühlt.

daStandard.at: Was hat Sie nach Österreich verschlagen?

Ibrahim Hakim Ali: In den 1970er Jahren waren alle Afrikaner, die hier eingewandert sind zum Studieren nach Österreich gekommen. Es waren keine Flüchtlinge. Die, die da waren, waren entweder bei der UNO, der OPEC oder eben Studenten. Ich bin eigentlich auf Empfehlung eines Freundes, der die Textilschule in Vorarlberg besucht hat, hierher gekommen. Aber dort gab es keine Universität, deswegen bin ich nach Innsbruck gezogen.

daStandard.at: Wie hat Ihnen Innsbruck gefallen?

Ibrahim Hakim Ali: Innsbruck war sehr nett. Wir waren als Dunkelhäutige sehr interessant für die Menschen. Es gab keine Ablehnung damals. Denn Ablehnung ist ja mit Angst vor dem Fremden, das man nicht kennt, verbunden. Aber damals wollten die Menschen uns kennen lernen und mehr über uns erfahren.

daStandard.at: Wie ging es dann in Innsbruck weiter?

Ibrahim Hakim Ali: Ich wollte dort eigentlich studieren, aber es ging sich finanziell nicht so gut aus. Dann hab ich angefangen in der Gastronomie zu arbeiten. Arbeit und Studium sind parallel auch nicht so gut gegangen, und ich hab stattdessen die Hotelfachschule gemacht. Außerdem habe ich bemerkt, dass mir die Gastronomie liegt.

daStandard.at: Jetzt leben Sie mittlerweile seit mehr als 20 Jahren in Wien.

Ibrahim Hakim Ali: Ich bin in den 80ern nach Wien gezogen und habe das Cafe im neu eröffneten Votiv-Kino übernommen. Das Cafe hat "Kulturbox" geheißen, da waren sehr viele Afrikaner und überhaupt eine multikulturelle, offene Atmosphäre. Nach personellen Veränderungen im Führungsteam habe ich aber beschlossen etwas Neues zu machen und mein eigenes Lokal, das Sagya, eröffnet.

daStandard.at: Letztes Jahr feierten Sie 15-jähriges Jubiläum von Sagya. War der Umstieg zum selbständigen Gastronom schwierig?

Ibrahim Hakim Ali: Als Afrikaner ist alles schwierig hier in Österreich. Es ist ganz anders, wenn ein Österreicher zum Magistrat geht oder ein Afrikaner. Das weiß jeder. Du wirst immer anders behandelt, weil du eine andere Hautfarbe hast. Das war früher nicht so. Ich könnte zehn Bücher über Rassismus in Österreich schreiben, da gibt es eine Fülle an negativen Erfahrungen.

daStandard.at: Im Sagya finden auch kulturelle Veranstaltungen statt. Sie sind ja auch Mitbegründer der Afrikanischen Vernetzungsplattform und engagieren sich in Ihrer Freizeit für die afrikanische Community. Was sind die größten Probleme der afrikanischen Einwanderer?

Ibrahim Hakim Ali: Wir haben zum Beispiel nur einen Afrikaner als pragmatisierten Beamten im Rathaus. Ärzte gibt es viel, aber Straßenbahnfahrer gibt es auch nur einen und bei der Polizei auch nur zwei oder drei Afrikaner. Die österreichische Gesellschaft hat noch nicht akzeptiert, dass sie in Richtung Multikulturalismus gehen wird. Wenn man in England auf der Straße spazieren geht, dann ist der Busfahrer Pakistani, der Kassier in der Bank Afrikaner und der Polizist Südamerikaner. Diese Entwicklung und Akzeptanz ist noch nicht da in Österreich.

daStandard.at: Was gefällt Ihnen an Österreich besonders?

Ibrahim Hakim Ali: Es gefällt mir die Landschaft und die Disziplin beim Umweltschutz. Auch die Demokratie und dass es keine Korruption gibt. 2009 war ich nach zehn Jahren wieder im Sudan und diskutierte mit einem Journalisten über die Entwicklung im Sudan, weil ich keine sehe. Denn die Entwicklung sollte in den Menschen sein, nicht nur in den Straßen oder Gebäuden. Ich habe Präsident Fischer als Beispiel genommen, weil er nicht tagtäglich mit einer Karawane unterwegs ist. Er ist mein Traumpräsident, weil er in seiner alten Studentenwohnung und nicht im Palast wohnen will. Auch Kreisky mochte ich sehr und habe viel über die österreichischen Sozialdemokraten gelesen, bevor ich hierher gekommen bin.

daStandard.at: Sie waren zehn Jahre lang nicht in Ihrer alten Heimat Sudan. Zu welchem Land fühlen Sie sich eher zugehörig - Österreich oder Sudan?

Ibrahim Hakim Ali: Manchmal denke ich mir: Es ist gut so, dass ich international geworden bin. Weil Kosmopoliten internationale Staatsbürger sind, sie gehören überall hin. Manchmal fühle ich mich aber, als ob ich nirgends hingehöre. Hier bin ich "Neger", Ausländer. Und in Afrika verstehe ich nicht mehr, was dort läuft. Ich kann mich mit der heutigen radikal-islamistischen Mentalität nicht identifizieren.

Und das was ich dort gelassen habe, gibt es nicht mehr. In meinem Heimatdorf, das heute Teil einer Stadt ist, in der Nähe von Khartum, gab es früher zum Beispiel ein funktionierendes biologisches System. Alles wurde am Ende gefressen und fand den Weg zurück in die Natur. Die Gemüsereste wurden von den Ziegen und die Knochen von den Hunden gefressen. In meiner Erinnerung war das Dorf am Niltal sauber und schön. Und jetzt? Ich glaube, Afrika wird in zehn Jahren in Dosen und Plastik versinken.

daStandard.at: Was vermissen Sie am Sudan am meisten?

Ibrahim Hakim Ali: Ich vermisse das Dorf am Nil, wo es keine Autos gab. Ich vermisse es nachmittags zuhause das kilometerweite Geräusch der Sagya-Maschine zu hören, eine Art Holz-Zahnrad, das mein Volk, die Nubier, erfunden haben. Dieses Geräusch des sich drehenden Holzes, wenn das Kamel oder die Kuh die Maschine bewegt, um das Wasser zu schöpfen, das vermisse ich. Heute gibt es kein Sagya mehr, nur mehr Motoren.

daStandard.at: Ist Ihnen Wien mittlerweile nicht auch schon zu laut geworden?

Ibrahim Hakim Ali: Wien ist nicht so laut wie Khartum, Kairo oder Istanbul. Wien ist eine ruhige Stadt mit guter Luft und vielen Parks, Wien gefällt mir sehr. Aber ich traue mich nicht sagen, ich bin Wiener.

daStandard.at: Obwohl Sie die österreichische Staatsbürgerschaft besitzen und seit mehr als 25 Jahren hier leben?

Ibrahim Hakim Ali: Ich habe viel mit Afrikanern und anderen Zuwanderern aus verschiedensten Nationen diskutiert, die meisten davon hier geboren oder aufgewachsen, mit Staatsbürgerschaft und perfekten Deutschkenntnissen und die fühlen sich trotzdem nicht als Österreicher. Dieses Gefühl muss uns Wien und die Wiener geben, dass wir dann stolz sagen können: Ich bin Wiener. (Güler Alkan, 23. August 2011, daStandard.at)

Share if you care
Posting 26 bis 75 von 81
1 2 3

Die österreichische Gesellschaft hat noch nicht akzeptiert, dass sie in Richtung Multikulturalismus gehen wird. Wenn man in England auf der Straße spazieren geht, dann ist der Busfahrer Pakistani, der Kassier in der Bank Afrikaner und der Polizist Südamerikaner.
________________

Die Frage ist, ob das multikulturelle London wirklich so toll funktioniert. Ich habe absolut nichts gegen Ausländer, aber bitte mit Maß und Ziel. Mehr als 30% hält eine Gesellschaft mE nicht aus, ohne dass die eigene Kultur und Wir-Identität/solidarität verloren geht.

die frage ist ob man das akzeptieren muss - wenn die richtung klar ist, aber unerwünscht, dann muss man die richtung ändern!

Nur wer selbst keine Identität hat, fürchtet sich vor dem Verlust der Identität seiner "Kultur". Das sollten Sie wissen. Je mehr Sie posten, um so mehr erfahren wir über Sie. Aber hoffen Sie nicht auf Mitleid! Das verdienen Sie erst, wenn Sie den anderen als gleichwertig anerkennen.

ich muss niemanden als gleichwertig anerkennen der unsere kultur nicht achtet und rein darauf bedacht ist sich hier ein schönes leben auf kosten des hauses zu machen.

ich habe nichts gegen eine gewisse durchmischung - das hat ja wie einer der vorposter gesagt hat durchaus was bereicherndes. aber oft ist es halt einfach schon zu viel geworden.
da muss man den teil der bevölkerung einfach verstehen der sagt, dass er das so nicht will.

viele menschen driften so zu den blauen ab, das ist das gefährliche daran. und eigentlich kann man ihnen nichtmal böse sein.

"niemand anerkennen, der unsere Kultur nicht achtet und auf unsere Kosten lebt"

Goe**els hätte es nicht schöner sagen können

schon wieder einer, der vergisst, dass in london auch viele autochthone briten selbst an den plünderungen und zerstörungen beteiligt waren.

im orf-weltjournal war kürzlich eine interessante und schockierende doku über jugend-gangs von weißen briten mit christlichen namen zu sehen. kinder aus ärmlichen verhältnissen, für die gewalt und kleinkriminalität zum alltag zählt.

müssen jetzt die geschehnisse in london immer hervorgeholt werden, wenn es darum geht gegen zuwanderung mobil zu machen?

Ob Peckham oder Tottenham, betroffen waren die einschlägigen Multikultiviertel, daran ändert auch die beschönigende Medienberichterstattung nichts.
Der Anlass war der Tod von Mark Duggan und Konflikte zwischen Polizei und black community. London, Paris, Berlin haben allesamt große, gesellschaftliche Probleme, nicht nur die Unruhen.

Arbeitslosigkeit, Großstadt-Anonymität, Gangsta-Kultur, Masseneinwanderung, Armut, schlechtes Bildungssystem, ethnische Ghettos....ein gefährlicher Mix mit negativen Folgen

Auch bei den 2005 französischen banlieue Unruhen hat man ja auch so getan, als hätte das gar nichts mit Migration zu tun. Es gibt Probleme, wer auch immer schuld ist und Interviews mit sympathischen, tollen Menschen ändern daran nich

Das Klima ist dort jedenfalls wesentlich angenehmer als in Wien, wo recht viele Xenophobe (siehe auch Kommentare hier) die Atmosphäre total vergiften. Es ist echt deutlich spürbar, wie sich der Ton und der Umgang miteinander nach einem FPÖ-Wahlkampf ändert.

Wenn das die "Wir-Identität" sein soll, dann vermisse ich sie nicht.

manche forum-user hier bestätigen in bester manier wie abwerten, rassistisch und ausländerfeindlich österreicher sein können.

der mann wird als "pass-österreicher", herumtrickser etc. bezeichnet, nur weil er den rassismus in österreich anspricht. dann wird ihm überhaupt das recht diesen rassismus anzusprechen in abrede gestellt, weil er ja zugewandert sei.

was soll das bitte. der lebt hier seit mehr als 20 jahren...jeder mensch, der hier über längeren zeitraum lebt, arbeitet etc. hat das recht als mitglied der gesellschaft anerkannt und als solches behandelt zu werden.

wenn ein hier lebender franzose oder brite sehnsucht nach seiner heimat äußern würde, würde sich keiner aufregen. bei nicht-europäischen einwanderern will man diese deswegen gleich rausschmeißen. einfach jämmerlich, diese doppelmoral.

Endlich!

Der begeisterte Heinz-Fischer-Anhänger, er ist gefunden!

Der Herr spricht es

ohnehin selbst an. Es lag einfach an der Quantität. Damals waren Türken & Jugos schon ins kleinste Dorf vorgedrungen, Afrikaner galten vielerorts als Exoten.

Der Trick mit dem Studentenvisum war damals schon üblich, man drückte eben die Augen zu. Er studierte nicht und fuhr aber auch nicht zurück, obwohl er ja wegen des Studiums gekommen ist. Ein Paradebeispiel eines Wirtschaftsflüchtlings. Für Beamtenversagen sollte es keine Verjährung geben. :-)

Seine Erfahrungen mögen ja stimmen, damals wurden sie freundlich aufgenommen, heute, da nach 40 Jahre exzessiven Zustroms hat sich halt Situation geändert. Innsbruck z.B. hat heute ein massives Problem mit den Marrokanern. Aber so schlecht kann es nicht sein, sonst wäre er längst zurück.

woher wollen Sie wissen, dass das mit dem studentenvisum ein trick war? das bedeutet den herrn ohne indizien der lüge zu bezichtigen!

bzgl. verjährung: einen menschen nach 30 jahren in ein land zurückschicken zu wollen, in das er nicht mehr gehört grenzt an sadismus (wenn es keine bloße gedankenlosigkeit war).

@ sholmo - Muss mich schon etwas

über Ihr Posting wundern. Er hat ja selbst gesagt, dass er zum Studieren gekommen ist, dieses aber abgebrochen hat. Also, welchen Grund gab es damals für den weiteren Verbleib? Schrieb ja, BEAMTENVERSAGEN. Verjährung bezog sich auf die Beamten, die man dafür zur Verantwortung ziehen müsste.

"einen menschen nach 30 jahren in ein land zurückschicken zu wollen, in das er nicht mehr gehört" Jetzt wird es kitschig. Wer sagt, dass er "nicht mehr in sein Heimatland (sic!) gehört.
Umgekehrt haben unsere deutschen Nachbarn Russen aufgekommen, wo bei einem Strang in der 5. Generation zurück einmal deutsches Blut in den Adern floss.

Sorry, wenn Sie sich das nochmals durch den Kopf gehen lassen, werden Sie sehen..........

gut, dann habe ich mich darin geirrt wen Sie primär beschuldigen - die Beamten und nicht Herrn Hakim Ali. Verzeihung.

Trotzdem, der Punkt ist, dass Sie mit "Trick" suggerieren, dass er sich die Staatsbürgerschaft irgendwie erschlichen habe, wofür Sie keinen Hinweis haben. Er wird wahrscheinlich, mit Verweis auf seine Tätigkeit, einen legitimen Antrag gestellt haben, der dann gemäß den damals geltenden Gesetzen bearbeitet wurde. Also auch das "Augenzudrücken" ist eine Unterstellung. Leider sind solche Unterstellungen bereits völlig selbstverständlich geworden, deshalb möchte ich nicht Sie persönlich attackieren, und ich entschuldige mich für meinen erregten Ton. Es schadet aber nicht das scheinbar Selbstverständliche einmal zu hinterfragen.

zu den 30 Jahren: Er sagt doch, dass er sich im Sudan nicht mehr zuhause fühlt. Ihr Argument verstehe ich nicht.

danke für Ihre Antwort

Keine Angst, ich nahm es nicht persönlich, sondern nahm Ihr Posting zum Anlaß, mich über eine "Stereotype" zu mokieren.

Genauso wie Sie, nur dass wir beide diese auf den entgegengesetzten Enden aufgelesen haben. :-)

ich danke auch!

möchte mich mit Ihnen aber doch noch nicht vollständig vertragen - zu unterschiedlich scheinen mir die Ansichten.
Ich stelle aber mit Genugtuung fest, dass es doch möglich ist sich auf derstandard.at respektvoll zu streiten.
In diesem Sinne: machen Sie's gut!

irgendwie widersprüchlich

auf der einen Seite Sehsucht nach seiner Heimat,
Rassissmus in Österreich und trotzdem 30 Jahre da - das finde ich unfair gegen Österreich - er hat alles erreicht was er wollte und trotzdem ist er nicht zufrieden...- oder wollte er ein pragmatisierter Beamte sein? Apropos die Pragmatisierung wurde abgeschafft...

hatten Sie noch nie ambivalente Gefühle, oder erfuhren Sie noch nie eine Situation, die komplexer einzuschätzen war als nur "gut" oder "schlecht"?

die Hexe versteht nix

und umgedrehte Opferanalyse
unfair gegenüber Österreich!

wenn sie das interview verstanden habe was ich irgendwie bezweife, hat rassismus in den letzten jahren zugenommen, die beobachtung hab ich leider auch schon machen müssen. wie soll sich jemand nach dieser langen zeit in seiner heimat wohlfühlen meine heimat ist ungefähr 20km von wien entfernt, ich fühl mich dort auch nicht mehr wohl

in Österreich

gibt es keine Korruption ? hmm, da hab i was verschlafen ;-)

Andere Maßstäbe...

In Österreich läuft die Korruption / Freunderlwirtschaft auf relativ hohem Level, bis zum Minister (Bsp.: KHG, Strasser, usw.) und beeinträchtigt den Normalbürger daher eher unwesentlich (vom Ärger über die zwielichtigen Machenschaften unserer Politiker mal abgesehen).

In Afrika müssen Sie in vielen Ländern in ALLEN Ämtern schmieren, damit Sie überhaupt einen Termin bekommen um dort Ihr Anlegen vorzubringen. Dann nochmal schmieren, damit Sie das bekommen, was Sie brauchen usw. usf.

Schon ein bissl ein Unterschied.

Natürlich gibt es Korruption, die einen beim Zeitung lesen ärgert und genau so verfolgt gehört. Aber die Beträge um die es geht sind im Vergleich zu vielen andern Ländern peanuts....und werden gar nicht geahndet, geschweige denn untersucht ;-).

„österreich liegt im weltweiten korruptions-index weit oben.“

Haben Sie dafür auch eine Quelle oder ist das eine Eingebung von Ihnen?

600.000,- ohne zu wissen, was die leistung dafür ist sind für sie also peanuts?

für die meisten menschen in österreich ist das sehr viel geld.

österreich liegt im weltweiten korruptions-index weit oben.

Lesen is a Kunst, göh?

Auch die Demokratie und dass es keine Korruption gibt....
Liest der keine Zeitungen?

Das ist eine Frage

der Maßstäbe und dieser Herr legt jene seiner Heimat vermutlich an. Musste natürlich auch hellauf lachen wie ich das las.

finds immer lustig wenn man in punkto interkulturell england bzw. london mi speziellen als vergleich heranzieht.
wäre österreich eine seemacht gewesen die die halbe welt unterjocht hat wäre das vielleicht bei uns heute auch so...
dazu kommt dass man sich in einem englischsprachigen land auch als ausländer leichter tut weil a) englisch einfacher zu erlernen ist und b) aufgrund kolonialer geschichte auch von vielen einwanderern bereits brauchbar beherrscht wird.

Auch Österreich hat eine koloniale Geschichte

Wir zählen zu den wenigen Kolonialmächten, die Kolonien in Europa hatten. Die beiden anderen sind Russland und die Türkei (wenn man von Gibraltar und Irland als ehemals britische Kolonien absieht). Und wir haben die Multikulturalität, die aus unserer kolonialen Vergangenheit resultiert, besser bewältigt als viele andere Kolonialmächte. Was heute zu uns "multi-kulti" daher kommt hat mit unserer kolonialen Vergangenheit nichts zu tun, es sei denn es sind die Leute aus dem ehemals kakanischen Territorium.

.

und zudem fliegt den briten ihr multikulturelles und multiethnisches paradies im zuge der ethnischen spannungen der letzten wochen um die ohren

ja, genau

Most interestingly of all, they were predominantly white, and many had jobs.

http://edition.cnn.com/2011/WORL... index.html

falls Sie es noch nicht wissen sollten

.

http://humstats.blogspot.com/2011/08/u... stics.html
die mainstream medien sind in diesem zusammenhang leider nicht vertrauendswuerdig

Normalerweise bin ich froh über alternative Informationsquellen.

Aber mir eine selbsternannte „empirische Forschung“ aufzutischen, die behauptet dass eine Korrelation eine Ursachen-Wirkungs-Beziehung beschreibt – ist reiner Anfängerfehler! (abgesehen von den unzureichenden Datenquellen)

Hätte ich damals so eine Arbeit meinem Statistik-Professor abgegeben, er hätte sie mir „um die Ohren g’haut“ und mir dringend empfohlen etwas anderes zu studieren…
Mit dieser „Forschung“ (mit der gleichen Berechnung) könnte man auch „beweisen“, dass Ausschreitungen von Hooligans nach einem Fußballspiel (in Europa), immer mehrheitlich von Weißen begangen werden (Korrelation) um dann zu behaupten es hätte etwas mit der Ethnie (Weiße) zu tun oder wäre gar ein ethnisches Problem.
das wäre mindestens genauso plemplem!

auch wenn ich durchaus glaube, dass bei den riots auch ethnische Konflikte eine Rolle spielten.
Eine Rolle von vielen! Aber auf keinen Fall „nur“ oder mehrheitlich.
Das macht aber noch lange nicht die selbsternannte „empirische Forschung“ des lustigen Hobbyforschers besser.

blödsinn.

ich glaub die probleme hätten die briten ohne migranten auch. typisch diese einstellung: eh nur alles unterbelichtete, dreckige kameltreiber und bloshapperte, dafür haben wir hier auch nicht zu knapp nackerpatzeln im geiste, aber anders verstehen sies offenbar nicht

.

selbtverstaenldich gibt es auch ohne massenzuwwanderung potential fuer unruhen, aber trotzdem verschaerft massenzuwanderung die lage stark. angenommen die briten drehen nun voellig durch und holen in den naechsten 5 jahren noch einmal 5 mio ins land, glauben die lage wird dann eher besser oder eher schlechter?

Das ist ja einfach: es wird sich genau so wenig zum Schlechteren wenden, wie es bis jetzt der Fall war.

Nebenbei wird die Anzahl der zu erwartenden Immigranten immer hoffnungslos übertrieben. Nach der EU-Erweiterung 2004 haben engstirnige Nationalisten in Großbritannien auch vor einer "Invasion" gewarnt, da GB keinerlei Beschränkungen für EU-Bürger hatte. Das Ergebnis war, 500.000 Polen sind nach GB gegangen, ohne, dass sich das auf Arbeitslosenrate oder die Sicherheit ausgewirkt hätte.

Oder wie es in den USA oft heißt: "The facts have a liberal bias."

sehr gut ...

... raunzen, 1A

ibrahim hakim ali ... akzeptieren sie es, sie sind ein wiener!

dann müßten alle Wiener Philosofen sein,
da sie kritisieren

Ibrahim Hakim Ali: Als Afrikaner ist alles schwierig hier in Österreich. Es ist ganz anders, wenn ein Österreicher zum Magistrat geht oder ein Afrikaner. Das weiß jeder. Du wirst immer anders behandelt, weil du eine andere Hautfarbe hast. Das war früher nicht so. Ich könnte zehn Bücher über Rassismus in Österreich schreiben, da gibt es eine Fülle an negativen Erfahrungen.

Leider haben Sie vollkommen Recht geht mir auch nicht anders auser das ich nicht Afrikaner bin.

wenn sie selbst keine dunkle hautfarbe haben, dann können sie genau überhaupt nicht beurteilen, wie die tägliche diskriminierung aussieht.

sie kriegen ihren privilegierten status durch ihre weiße hautfarbe einfach nur nicht mit, weil sie nichts anderes kennen und dies so gewöhnt sind.

dies zu leugnen und mit scheuklappen durch den alltag zu gehen ist leider integraler bestandteil von rassismus.

Als er vor 30 Jahren kam hatte er mit dem Rassismus keine Probleme

Damals war er noch interessanter Exot, weil es nicht viele von ihnen gab. Es wäre heute auch nicht anders, wenn die Anzahl und der der durchschnittliche Bildungsstand der "Exoten" so wäre wie damals. Eigentlich sind seine ganz sicher zutreffenden Beobachtungen ganz anders als die in Österreich oft verbreiteten Behauptungen dass Rassismus und Fremdenfeindlichkeit dort am grössten sind wo es kaum "Fremde" gibt.

ja schade um unser brauchtum.....

.

"Wenn man in England auf der Straße spazieren geht, dann ist der Busfahrer Pakistani, der Kassier in der Bank Afrikaner und der Polizist Südamerikaner. Diese Entwicklung und Akzeptanz ist noch nicht da in Österreich."

das stimmt zum glueck ist es noch nicht so schlimm wie in england.
der interviewte beklagt sich ueber die veraenderungen in seiner heimat, die industrialisierung, den ganzen produzierten muell, kann er sich nicht vorstellen, dass auch dem ein oder anderen europaeer bei der veraenderungen in europa in den letzten dreißig jahren unwohl wird? und da gehts nicht um ein bisschen muell sondern um eine fundamentale umwaelzung der ethnischen zusammensetzung der gesellschaft

Fundamentale ethnische Umwälzungen

... gibt es seit Menschengedenken allerorten, und das ist auch gut so!!!

.

stimmt war schon eine feine sache dass das land der indianer durch viele einstroemende europaeer bereichert wurde, und die tibeter freuen sich auch taeglich wenn ein paar neue han chinesen in ihre gegend ziehen

wenn sie kolonialismus von migration nicht unterscheiden können, dann ist ihnen wahrlich nicht zu helfen...

England als Beispiel anzufüren

um die Schleusen noch weiter zu öffnen, finde ich doch etwas gewagt. Glaube nicht, dass die Restösterreicher schon bereit für brennde Vorstädte sind.:-) Wie die Pass-Österreicher dazu denken, traue ich mir zu sagen. Vermute aber auch, dass sie Ruhe & Ordnung englischen Verhältnissen vorziehen.

Wahrscheinlich war er nicht nur sehr lange nicht mehr zuhause, sondern bekommt außer den Geschäften in der Wiener Afro-Gemeinde auch sonst nicht sehr viel mit. Muss immer wieder staunen, wie der Standard solche Leute auftreibt - oder werden diese von der Einschlägigen vermittelt?

Posting 26 bis 75 von 81
1 2 3

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.