Buchpräsentation

Reiseführer durch Wiens "Jugo-Straße"

Jasmin Al-Kattib, 1. September 2011, 11:15
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    foto: verlag turia + kant
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    foto: paola di bello

    Immer mehr Menschen mit unterschiedlichsten Biografien zieht es in das Viertel zwischen dem 16. und 17. Wiener Gemeindebezirk.

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    foto: daniele ansidei

    Zwei künstlerische Fotoserien dokumentieren Tag und Nacht der Ottakringer Straße.

Ein neues Buch macht die als "Balkanmeile" bekannte Ottakringer Straße lesbar.

Die mediale Berichterstattung über die Ottakringer Straße in Wien war und ist häufig geprägt von Vorurteilen: Nach wie vor gilt sie in den Köpfen vieler als gefährlich und trist. Um dieser verzerrten Wahrnehmung entgegen zu steuern, initiierten die Gebietsbetreuungen der angrenzenden Bezirke im Jahr 2009 das Projekt "Reisebüro Ottakringer Straße", das sich die vielen positiven Facetten der Straße zum Thema machte.

Die daraus entstandenen Texte und Fotos werden nun in einem Buch zusammengefasst, das sich einen Tag im Leben der Straße zum Konzept gemacht hat: 24 Stunden werden gefüllt mit künstlerischen Fotoserien, Porträts von Geschäftsleuten, Diskussionen mit Experten und Reportagen, die die Ottakringer Straße genau unter die Lupe nehmen.

Im Laufe ihrer Geschichte hat sich die Straße, die den 16. Wiener Gemeindebezirk vom 17. trennt, immer wieder verändert. In den 1960er Jahren wirkten der Zuzug der damaligen GastarbeiterInnen auf die Straße ein, in den 1990er Jahren begannen die Migrationsbewegungen aufgrund der Balkankriege das Stadtviertel zu prägen. Seitdem entstand ein Straßenzug mit vielen spannenden Facetten. Balkanclubs, Turbo-Folk und Fußball sind hier genauso allgegenwärtig wie lebendige kleine Geschäftslokale und immer mehr zuziehende StudentInnen.

Der Reiseführer "Balkanmeile. Ottakringer Straße. 24 Stunden" erzählt die Geschichte der Straße neu: Er zeigt den Status Quo eines urbanen Straßenzugs, dessen Potential in den Köpfen der restlichen Stadtbewohner noch weitgehend unerkant blieb. (Jasmin Al-Kattib, 1. September 2011, daStandard.at)


Buchpräsentation mit Fotoausstellung, Musik und Buffet
"Balkanmeile. Ottakringer Straße. 24 Stunden"
Ein Reiseführer aus Wien. Lokale Identitäten und globale Transformationsprozesse.

8. September 2011, 19 Uhr
Reisebüro Ottakringer Straße
Ottakringer Straße 45
1160 Wien

KalEl1978
00
es war schon

schlimmer auf der Ottakringer Straße!

cannery row
04
tatsache ist..

dass die gegend immer meh abfuc*t.
wer das nicht sieht, war entweder nicht dort oder wills nicht sehen.

knievel
215

Seitdem entstand ein Straßenzug mit vielen spannenden Facetten
---
geneigte frau al-kattib.
bitte um nennung einer oder mehrerer dieser 'spannenden facetten'.
mir scheint da wurde einfach nur der klappentext abgeschrieben...
(merkt man zb. an der völlig sinnlosen - aber vermutlich als hip erachteten - bezeichnung als urbaner straßenzug. nonaned ist eine strasse in einer stadt urban...)
als anwohner sei mir auch gestattet zu fragen wo dort fussball allgegenwärtig sein soll. spielen kann man ihn dort mangels fussballplatz nicht also gehts wohl eher um die laufenden fernseher und die hupkonzerte wenn irgendein unaussprechlicher verein irgendwo irgendwen besiegt hat...

torre de babel
120
meine güte ...

... was sind sie nur für ein unaushaltbarer klugschei*ßer - unfassbar

knievel
19

wohnen sie dort?
oder kennen sie's vielleicht zumindest von einem kleinen bobo-ausflug ins ando o.ä.?
können sie mir diese facetten nennen? oder reichts doch nur für einen virtualrülpser?

das ist der gefühlte zehnte artikel hier der die angeblichen vorzüge der ottakringerstrasse zum inhalt hat. ich frage jedesmal worin diese bestehen weil ich seit 35 jahren in der näheren umgebung und seit 12 jahren direkt daneben wohne. ausser so kleinen anrotzungen wie der ihren kam bis jetzt eigentlich recht wenig...

Ing. FireBlade
 
40
12.9.2011, 15:26

...zum Glück haben Sie etwas gegen die von Ihnen so gehasste Lebenssituation getan und diese "verbessert"...

Aber mal ehrlich...wenn mich eine bestimmte Gegend so sehr an widert, dann unternehme ich etwas und ziehe einfach weg...

Ich bin auch aus dem 10ten Bezirk gezogen...mir wurde es dort auch einfach zu voll von Menschen (hier sind alle gemeint und nicht nur eine bestimmte Gruppe)...

6000
01
21.9.2011, 20:52

warum muß man gehen, wenn man mit der gestaltung seiner lebensumwelt unzufrieden ist? das liegt ja nicht am einzelnen, wie sich stadtgebiete entwickeln.

knievel
02
13.9.2011, 16:58

fakt ist das die gegend ja nicht immer so war.
ich verwehre mich aber dagegen mir hier jubelberichte durchzulesen während selbst eingefleischte grüne anmerken das dieses grätzel immer mehr versifft.
und ja, nächsten sommer bin ich aus der ecke weg.
und hätte ich früher gedacht mir würde ein abschied aus meiner gewohnten umgebung schwerfallen so kann ichs jetzt eigentlich kaum mehr erwarten wegzukommen.
traurig eigentlich...

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