Wien - Sarajevo: Strampeln für den Frieden

Mascha Dabić, 5. September 2011, 09:00
  • Wien-Sopron-Banja Luka, anschließend weiter nach Sarajevo, dann Mostar, Srebrenica, Tuzla und dann wieder zurück nach Sarajevo - so sieht die Friedensradfahrt 2011 aus.
    foto: mascha dabic

    Wien-Sopron-Banja Luka, anschließend weiter nach Sarajevo, dann Mostar, Srebrenica, Tuzla und dann wieder zurück nach Sarajevo - so sieht die Friedensradfahrt 2011 aus.

  • Achtzehn Radfahrer haben Großes vor: Wien-Sarajevo, gespickt mit zahlreichen Begegnungen mit NGOs.
    foto: mascha dabic

    Achtzehn Radfahrer haben Großes vor: Wien-Sarajevo, gespickt mit zahlreichen Begegnungen mit NGOs.

  • Angelika und Sabine Schoder haben bisher nur Tagestoren gemacht und freuen sich schon auf die dreiwöchige Fahrt.
    foto: mascha dabic

    Angelika und Sabine Schoder haben bisher nur Tagestoren gemacht und freuen sich schon auf die dreiwöchige Fahrt.

Achtzehn Radfahrer haben Großes vor: Wien-Sarajevo, gespickt mit zahlreichen Begegnungen mit NGOs. Das Ganze nennt sich Friedensradfahrt 2011 und soll 21 Tage in Anspruch nehmen

Freitag, neun Uhr in der Früh in der Wiener Innenstadt. Eine Gruppe von Radfahrern macht sich startklar. Alle Teilnehmer tragen ein weißes T-Shirt mit dem Logo einer stilisierten Friedenstaube, in deren Flügel symbolisch ein Radfahrer abgebildet ist. Darunter steht "friedensradfahrt.eu, Bosna i Hercegovina 2011."

"Nie wieder Krieg"

Walter Buder, ehemaliger Chefredakteur des Vorarlberger KirchenBlatts, nunmehriger Pensionist und passionierter Radfahrer, erklärt seine Beweggründe, die Strapazen der Langstreckenfahrt auf sich zu nehmen: "Ich bin 2009 schon nach Jerusalem mitgefahren, und das Friedensthema ist mir ein Anliegen geworden. Nie wieder Krieg, das ist mir wichtig." Den Bezug zum Balkankrieg habe er durch seine unmittelbare Nachbarschaft bekommen: „In meinem Haus wohnen zwei Familien, die damals im Bosnienkrieg nach Österreich geflüchtet sind. Diese Menschen sind im direkten und im übertragenen Sinne meine Nachbarn, und da habe ich mir gedacht, ich nehme mir die Zeit und fahre hin, um dort, direkt vor Ort, mit Menschen zu sprechen, die sich um die Zukunft ihres Landes bemühen." Gemeint sind Vertreter von Friedensorganisationen, Umweltschutzverbänden und anderen NGOs. Buder engagiert sich bei Pax Christi und freut sich ganz besonders auf Begegnungen mit bosnischen Priestern, Pfarrern und Muftis. Auch ein Besuch in Srebrenica steht auf dem Programm, "einer dieser großen Namen", meint Buder und spielt damit auf die traurige Berühmtheit an, die diese Kleinstadt im Krieg erlangt hat.

UN-Weltfriedenstag in Sarajevo

Wien-Sopron-Banja Luka, anschließend weiter nach Sarajevo, dann Mostar, Srebrenica, Tuzla und dann wieder zurück nach Sarajevo - so sieht die geplante Route aus. Zusätzlich begleitet ein Wagen die achtzehnköpfige Gruppe während der gesamten Reise. Höhepunkt ist der Weltfriedenstag der Vereinten Nationen, der am 21. September in Sarajevo begangen wird. Dieser in der Öffentlichkeit weitgehend unbeachtete Gedenktag wurde von der UNO 1981 ins Leben gerufen und soll die Idee des Friedens zwischen den Völkern stärken.

Seit dem Kriegsausbruch am Balkan sind inzwischen zwanzig Jahre vergangen, aber der Strom an Friedensinitiativen reißt offenbar nicht ab, wie diese Aktion des Internationalen Versöhnungsbundes zeigt.

Man muss kein Radprofi sein...

Die jüngsten Teilnehmerinnen sind die Schwestern Angelika und Sabine Schoder, 22 und 20 Jahre alt. Sie kamen über ihren Onkel Sepp Gruber, einen Mitorganisator, auf die Idee, bei der Radfahrt mitzumachen. "Bis jetzt haben wir nur Tagestouren gemacht, aber wir glauben fest daran, dass wir es schaffen", geben sich die Schwestern zuversichtlich.

Nach einigen Ansprachen und Begrüßungen setzt sich die Gruppe gegen zehn Uhr allmählich in Bewegung, zunächst Richtung Ring. Man würde gerne wissen, wie die bosnische Bevölkerung auf die radelnden Friedensaktivisten reagiert, wird aber wohl mit den eigenen Eindrücken der Radfahrer auf ihrem Blog vorlieb nehmen müssen. (Mascha Dabić, 5. September 2011, daStandard.at)

Ich hau mir jetzt für den Frieden einen Nagel durch die Hand.

Mit dem Fahrrad bin ich übrigens schon nach Belgrad gefahren. Dadurch habe ich zwar zwei oder drei Kriege verhindert. Ganz zufrieden bin mit der weltweiten Lage aber noch nicht.

Belgrad ist eine coole Stadt.

Ich esse für den Weltfrieden!

Süss, diese Selbstbeweihreucherung

Religion und Frieden, wie soll das gehen?
Gibt es plötzlich einen einzigen Gott?!!
Gott hat scheinbar mit seiner Arbeit kein Problem, als Allmächtiger. Diese Kleingeister die durch Radfahren Frieden stiften wollen, scheinen nicht im Sinne Gottes zu sein, er könnte doch ganz anders, aber er will nicht.

Und der Islam ist ja so wie so eine Friedensreligion?!?!
Und noch die vielen anderen Religionen die sich auf Kosten der Allgemeinheit und mit Staatsgewalt ihre Unredlichkeit sichern lassen.

Fürst zum Bischof:"Halt Du sie dumm, ich halt sie arm"

Radfahren macht Spass, man kommt weiter, aber lasst die Leute in Frieden, dann habt ihr schon mehr getan als ihr euch je vorgenommen habt.

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