Integrationspolitik

"Auch Österreicher in die Pflicht nehmen"

Interview | Güler Alkan, 12. Oktober 2011, 09:00
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    "Die Unterstützung, die uns zuteil wurde, waren Nachbarn und Nachbarinnen, die uns wie ihre eigenen Familienmitglieder aufgenommen haben"

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    "Wenn von dem Türken gesprochen wird, dann sage ich immer es gibt 'die Türken' nicht."

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    "Große Änderungen würden bedeuten, dass man auch die Mehrheitsgesellschaft in die Verantwortung nimmt."

Es wird immer nur "mit dem Finger auf die Migranten gezeigt - ernsthafte Bemühungen, die Integrationspolitik zu verändern, gibt es nicht", sagt der Grüne Bundesratsabgeordnete Efgani Dönmez

Der grüne Bundesratsabgeordnete Efgani Dönmez wünscht sich, dass auch die österreichische Mehrheitsgesellschaft in die Pflicht genommen wird, wenn es um Integration geht, und kritisiert die widersprüchliche Integrationspolitik der ÖVP. Ein Gespräch über Bildungserfolge, Barrieren und verfehlte Sozial- und Wohnpolitik.

daStandard.at: Sie haben in früheren Interviews davon gesprochen, dass Sie als Migrantenkind immer besser als die Besten sein mussten. Mittlerweile sind Sie Bundesratsmandatar. Wie hat sich Ihr Lebenslauf, von den Migrantenkindern mit weniger gutem Bildungserfolg, über die immer wieder gesprochen wird, unterschieden?

Efgani Dönmez: Ein Grund ist sicher darin zu finden, dass Bildung bei uns in der Familie einen hohen Stellenwert hatte, auch weil meine Eltern nie die Möglichkeit hatten eine Schule zu besuchen. Der zweite Punkt ist, dass wir, also mein Bruder und ich, in einem Umfeld aufgewachsen sind, in dem fast keine anderen Migrantenfamilien lebten. Wir sind in einem ländlichen Gebiet mit vielen österreichischen Freunden, später auch türkischen, aufgewachsen. Das war eine andere Zeit. Jetzt gibt es viele Stadtteile, wo der MigrantInnenanteil sehr hoch ist und sich auf bestimmte Ethnizitäten konzentriert und der Austausch großteils nur in diesen Communities stattfindet. Das führt dann unter anderem auch zu den Schwierigkeiten, die man dann in der Sprache und beim Lernen hat. Aber es gibt mittlerweile auch sehr viele Einrichtungen, die Unterstützung anbieten. Die erste Generation hatte diese Möglichkeiten nicht.

daStandard.at: Wie war das zu Ihrer Schulzeit, gab es da Unterstützung?

Efgani Dönmez: Es hat eigentlich keine Unterstützung gegeben. Die Unterstützung, die uns zuteil wurde, waren Nachbarn und Nachbarinnen, die uns wie ihre eigenen Familienmitglieder aufgenommen und uns Kinder bei den Hausaufgaben immer wieder unterstützt haben.

daStandard.at: Gab es bei Ihren Lehrern Vorbehalte, dass Sie es als Kind von Gastarbeitern nicht weit schaffen würden?

Efgani Dönmez: Natürlich. Als ich in das schulpflichtige Alter gekommen bin, hat man meiner Mutter den Vorschlag unterbreitet, mich in die Sonderschule zu geben. Meine Mutter freute sich irrsinnig, weil Sonderschule auf Türkisch übersetzt özel okul - also Spezialschule - heißt. Bis ihr das irgendjemand erklärt hat, dann hat sie sich mit Händen und Füßen dagegen gewehrt. Angenommen, es wäre so gekommen, dann würde ich heute sicher nicht da sitzen, wo ich bin. Hier gibt es schon Barrieren, die einem vor die Füße gelegt werden. Und ich höre das auch in Gesprächen mit Jugendlichen und Kindern, dass es immer wieder Lehrer und Lehrerinnen gibt, die die Kinder aufgrund ihrer Herkunft oder Zugehörigkeit zu einer bestimmten Religion von oben herab behandeln und benachteiligen. Es gibt auch in Oberösterreich Schulen mit reinen Ausländerklassen, wo die Kinder dort drinnen alle perfekt Deutsch können. Diese Vielfalt in der Gesellschaft muss sich auch auf den unterschiedlichen Ebenen widerspiegeln. Und wenn ich mir ansehe, wie viele Polizisten, Lehrer, Politiker mit Migrationshintergrund wir haben, dann stecken wir in Österreich diesbezüglich noch in den Kinderschuhen.

daStandard.at: Sie sind seit kurzem auch Mentor eines neuen AMS-Projektes für arbeitslose Jugendliche mit Migrationshintergrund, was hören Sie aus den Gesprächen mit den betroffenen Jugendlichen heraus?

Efgani Dönmez: Der Anforderungsdruck an die Jugendlichen ist immens, egal ob mit oder ohne Migrationshintergrund. Und dass jene, die eine schlechtere Ausbildung haben oder Sprachdefizite vorweisen, schneller unter die Räder kommen oder die ersten sind, die bei einem Arbeitsplatzangebot ausselektiert werden, liegt klar auf der Hand. Es kommt natürlich immer auf die Intention an. Wenn jemand nicht will, gibt es hunderte Ausreden. Es gibt aber viele Jugendliche, die einen Job finden möchten und sich ernsthaft bemühen, aber aufgrund diskriminierender Strukturen, die überall anzufinden sind, auf Grenzen stoßen. Denn wir wissen aus Umfragen aus Deutschland, dass zum Beispiel bei den Türkischstämmigen der zweiten und dritten Generation, die ein Studium abgeschlossen haben, viele keinen Job finden, weil sie Mehmet oder Fatma heißen. Die Bestrebungen des Integrations-Staatssekretärs sind sehr löblich und er setzt sehr auf Leistung, aber das ist nicht der Schlüssel. Man muss auch andere Themenbereiche ansprechen, die auch für die österreichische Mehrheitsbevölkerung nicht angenehm sein werden.

daStandard.at: Jetzt nimmt Integrationsstaatssekretär Kurz die Österreicher selbst aber nicht so sehr in die Mangel. Er schlug jüngst einen Migrantenindex für Arbeitslose vor oder die Erfassung des Migrationshintergrunds bei Schulverweigerern.

Efgani Dönmez: Man muss diese Thematik in einem größeren Kontext betrachten. Es gibt in der ÖVP unterschiedliche Signale in unterschiedliche Richtungen. Nur als Beispiel, der Staatssekretär setzt auf diese Themen, die Sie angesprochen haben, vernachlässigt dabei aber, dass er auch die Österreicher in die Pflicht nimmt. Der zweite Punkt ist, dass die ÖVP sehr widersprüchliche Signale aussendet. Einerseits setzt man durch den Staatssekretär auf Integration durch Leistung, andererseits gibt es durch den Bauernbund-Präsidenten Grillitsch intensive Kontakte und Annäherungsversuche zur FPÖ. Und der Herr Außenminister versucht - in einem Anflug von Naivität - unter dem Deckmantel des Dialogs ein saudisches Institut in Österreich zu etablieren, wo wir alle wissen welche Geisteshaltung hier vorhanden ist und dass das nicht das ist, was die in Österreich lebenden Muslime, vor allem die aufgeklärten, haben möchten.

daStandard.at: Warum wird diese widersprüchliche Politik betrieben?

Efgani Dönmez: Es hat meines Erachtens nach schon System. Dass man bewusst diese konservativen Kräfte unterstützt, damit man immer wieder den Beweis erbringen kann: Schaut euch die Ausländer an, die sind eh nicht integrierbar, insbesondere jene mit muslimischen Hintergrund, weil bei denen ist eh Hopfen und Malz verloren. Und dagegen verwehre ich mich.

daStandard.at: Mit dem Thema Migranten und Integration wird noch immer Politik gemacht?

Efgani Dönmez: Wenn man sich die Vorwahl-Diskussionen anschaut, was dominiert? Es sind immer Migrationsthemen in unterschiedlicher Abfärbung, ob es jetzt Islamzentren, Asylwerber, kriminelle Ausländer, jene die nicht Deutsch sprechen oder die mit Kopftuch sind. Die Politiker ziehen immer wieder dieses Ass aus dem Ärmel. Insofern gibt es auch keine ernsthaften Bemühungen große Änderungen herbeizuführen. Denn große Änderungen würden bedeuten, dass man auch die Mehrheitsgesellschaft in die Verantwortung nimmt und nicht nur immer mit dem Finger auf die Migranten zeigt.

daStandard.at: Wo sehen Sie die Verantwortung der Mehrheitsbevölkerung?

Efgani Dönmez: Dass man differenziert. Wenn von dem Türken gesprochen wird, dann sage ich immer es gibt "die Türken" nicht. Es gibt säkular eingestellte, es gibt religiöse, konservative, es gibt linke Gruppierungen, es gibt Kurden aus der Türkei. Diese Vielfältigkeit muss man kommunizieren. Und wenn man den persönlichen Kontakt zu jemanden hergestellt hat, kommt meistens eh die Rückmeldung: Du bist ja eh nicht mit den "Ausländern" gemeint. Das sieht man auch bei den Bleiberechts-Bewegungen. Wo hat es denn die massivsten Widerstände gegeben? In den ländlichen Gemeinden, wo die Leute persönliche Kontakte zu den Familien hatten und hautnah mitbekommen haben welche Schicksale dahinter stehen und wie blöd unser System teilweise ist.

daStandard.at: Sie haben den Unterschied zwischen Stadt und Land angesprochen. In den Großstädten wie Wien oder Linz wird über die Stadtviertel mit hohem Migrantenanteil und Schulen mit geringem Bildungsniveau mittlerweile hitzig diskutiert.

Efgani Dönmez: Diese Diskussionen gibt es ja nicht nur in Österreich, sondern auch in Deutschland oder anderen europäischen Ländern und sie sind Stellvertreterdiskussionen für eine verfehlte Wohnungs- und Sozialpolitik. Durch eine falsche Wohnungspolitik werden bestimmte soziale Schichten an einem bestimmten Ort konzentriert. Ich habe meine Diplomarbeit genau zu dieser Thematik geschrieben, über den Stadtteil Wels-Noitzmühle. Der wurde in den 70er Jahren errichtet, war eine Mustersiedlung für die mittelbürgerliche Schicht. Was ist passiert? Jene, die es sich leisten konnten, sind weggezogen und haben sich ein Haus am Stadtrand gebaut, und die es sich nicht leisten konnten, sind geblieben. Dann hat die Stadt leerstehende Wohnungen an Migranten vermietet. Und so entsteht die Dynamik der sozialen Konzentration. Wenn man mit Weitsicht agiert, kann man mit unterschiedlichen Wohnungsformen und Wohnungsgrößen eine soziale Durchmischung erreichen. Dann erspart man sich auch das Folgeproblem mit den Schulen.

daStandard.at: Wie kann man dieser Dynamik entgegensteuern? In Wien werden Kinder in Privatschulen geschickt, weil die Eltern Angst haben, dass zu viele Migrantenkinder in der Klasse sich negativ auf den Bildungserfolg des Kindes auswirken könnten.

Efgani Dönmez: Der Standpunkt bestimmt die Perspektive, sehe ich das als Bereicherung oder als Bedrohung? Ich persönlich sage, es ist eine Bereicherung, wenn man die notwendigen Rahmenbedingungen zur Verfügung stellt. Die notwendigen Rahmenbedingungen zur bestmöglichen Entfaltung für Kinder sind nicht gegeben. Denn wenn man über die Streichung der Sprachförderung im frühkindlichen Bereich nachdenkt und gleichzeitig über erfolgreiche Integration diskutiert - da passt etwas nicht zusammen. (Güler Alkan, 12. Oktober 2011, daStandard.at)

 

Kommentar posten
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Ben Hemmens
31
13.10.2011, 15:03
hat man meiner Mutter den Vorschlag unterbreitet, mich in die Sonderschule zu geben. Meine Mutter freute sich irrsinnig,

solche Geschichten erleben MigrantInnen sicher mehrmals, im Kleinen wie im Großen.

Und dann wundert man sich, wenn sie unmotiviert sind.

mans zelmerlöw
02
14.10.2011, 12:21

bevor ich ausgewandert bin hab ich mich über das schulsystem im neuen land informiert!

Ben Hemmens
00
16.10.2011, 17:39
und die Leute,

die hier geboren sind?

medien_mär
02
13.10.2011, 13:21
Herrn Dönmez ist sehr sympatisch

ein Vorzeigemigrant, auf jeden Fall.
Aber hier geht es um die Verweigerer, um Menschen die die Landessprache nicht sprechen wollen, diese daher ihren Kindern nicht unterstützend beibringen und zum Trotz auch noch aus den Schulen nehmen.

Das dies aber bei allen anderen MigrantInnen aus Asien bzw. Balkan möglich ist, zeigt uns deren Erfolg.

Wer in der neuen Heimat etwas erreichen will muss sich auch selber anstrengen. Lernerfolge können nicht gratis in Pillenform verabreicht werden.

N7
03
13.10.2011, 09:26
Es kommen immer mehr in unsere Umgebung

Bei uns in der Umgebung ziehen immer mehr Integrations-Familien hin. Ich finde dies nicht gut - bin aber jetzt nicht ausländerfeindlich. Auch versuche ich immer, höflich zu sein und zu grüßen. Doch oft ernte ich aus den vielen BMWs nur böse oder arrogante Blicke ... aber die Frauen von diesen neuen Nachbarn grüßen eigentlich immer freundlich. Ich weiß aber nicht, woran diese Arroganz liegt - wenn man freundlich ist, muss man das doch auch erwidern können oder?
Aber ich muss auch sagen, dass diese Leute von den "Einheimischen" oft auch unfreundlich angegangen werden ... beide Seiten müssten sich halt zusammenreißen und nicht immer nur "die" und "wir" ... schwierig ist halt nur die verschiedene Mentalität.

dia_lektik
10
18.10.2011, 20:40

wenn ich von jedem bösen oder arroganten blick (passiert einem in wien alle paar minuten) so beleidigt wär wie sie müsste ich mich wohl zuhaus einsperren. auch autochthone sind nicht immer freundlich, liegt meist an der person, nicht an deren österreichischen wurzeln/vorfahren oder der "mentalität".

N7
01
18.10.2011, 21:10

Viele meiner Freunde haben aufgehört, hier zu posten, da hier lauter Pfosten rumlaufen/schreiben. Langsam verstehe ich, was die gemeint haben.

Sie wissen nicht genau, wovon ich spreche, aber müssen mich gleich belehren und von oben herab reden. soviel zur Mentalität.

dia_lektik
10
18.10.2011, 21:45

dass sie mich als "pfosten" bezeichnen müssen zeigt aber, dass sie mich von oben herab behandeln.

ich habe diese naive "die schauen mich alle bös an-deswegen mag ich die irgendwie nicht" haltung kritisiert. und sie wollen mir irgendeine "mentalität" zuschreiben? mit welchem recht bitte? ich verwehre mich gegen dieses wort...ich trage keine mentalität in mir, sie auch nicht. wir tragen unsere persönlichkeiten in uns...manche personen können halt mit kritik umgehen, andere nicht.

Jambala Magdalena
14
13.10.2011, 09:10

Natürlich muss man alle Österreicher in die Pflicht nehmen, nämlich die Gesetze zu beachten. Das ist Integration. Aber warum sieht der Herr Dönmez, Österreicher, nur weil deren Eltern oder Grosseltern vor langer Zeit nach Österreich gekommen sind, immer noch als Ausländer an? Und warum sehen sich viele dieser Menschen selbst auch immer noch als Ausländer? Das ist Österreich gegenüber sehr unfair.

Stephen Ferrando
00
30.12.2011, 11:29

weil sie die österreicher so sehen und niemals als vollwertige österreicher akzeptieren. immer kommt die frage: woher kommen sie? - ah, und ihre eltern? ...

sofort wird jedliches fehlverhalten damit erklärkt bzw gleich geschimpft schleich dich ham. viele ausländer wollen nichts mehr als von österreichern anerkannt zu werden. aber solche kommentare zeigen einem schmerzvoll das man nicht dazugehört.

dia_lektik
00
18.10.2011, 20:59

ich bin hier geboren, seh mich als in ö sozialisierte europäerin und kosmopolitin, habe einen sehr stark gemischten freundeskreis, halte mich von jeglichen nationalismen fern, und werde trotzdem gefragt, ob ich nicht "zurück" will. wohin zurück?

auch wenn man die österreichische staatsbürgerschaft hat, perfekt deutsch spricht und sehr integriert ist, wird man als "ausländer", als "fremdelement" angesehen, das ist auch unfair.

Ben Hemmens
00
13.10.2011, 15:04
Eventuell weil

das einfach der gängigen Verwendung des Worts "Ausländer" entspricht.

Der mit dem Wanz tolft
06
13.10.2011, 09:06
Bitte um EINEN EINZIGEN Grund, warum ich als...

...Österreicher in die Pflicht genommen werden soll, wenn aus der Türkei eingewanderte Menschen Generationen später immer noch die Landessprache boykottieren!

Warum schaffens denn die Asiaten, Lateinamerikaner, Rest-Europäer usw usw usw, sich zu integrieren?
Könnte es nicht sein, dass die Probleme der türkisch-stämmigen Menschen einfach selbstgemacht sind?
Wer die Sprache nicht lernt, darf sich nicht wundern, dass er keinen gut bezahlten Job bekommt.

Streng genommen sollte man die türkisch-stämmigen Eltern in die Pflicht nehmen, wenn in Volksschulen Kleinkind-Deutsch gesprochen wird, und die "einheimischen" und andere eingewanderten Eltern ihre Kinder in weiter entfernte oder private Schulen schicken, in denen weniger Türken sind.

dia_lektik
00
18.10.2011, 20:55
warum wird immer nur eine gruppe beschuldigt, wenn andere das genauso machen, die legen auch wert auf ihre muttersprache, haben ihre eigenen schulen, eigene vereine.

fragen sie doch mal einen serben oder polen, ob die sich zu 100% als österreicher fühlen und ihre nicht-österreichische identität aufgeben wollen.

was den bildungsaufstieg und die sprachkenntnisse angeht, das könnte echt besser aussehen...und da tut sich ja auch was, in wien studieren schon viel mehr junge menschen mit türkischen wurzeln. sie werfen aber alle in den topf als ungebildete, nicht deutschsprechende "boykottierer".

p.s. warum stört es sie nicht, wenn zwei leute in der u-bahn (laut) miteinander chinesisch, serbisch, polnisch oder slowakisch sprechen, sobald sich aber zwei auf türkisch unterhalten ernten die böse, abwertende blicke. wobei niemand weiß, ob die nicht eh auch deutsch können. das ist messen mit zweierlei maß.

Mathias Steinlaus
 
35
13.10.2011, 08:52
"Auch Österreicher in die Pflicht nehmen"

Wirklich eigenartig, daß SOLCHE Forderungen IMMER nur von einer Migrantengruppe kommen!

DAS ist sehr auffällig!

Vielleicht liegt DORT das Problem?

Sonst würden ja alle Mitbürger asiatischer, afrikanischer, amerikanischer oder europäischer Abstammung AUCH sowas fordern ... oder täusche ich mich da?

Immer wieder diese billige Polemik!

Raphael Hythlodeus
61
13.10.2011, 11:53
solche forderungen kommen nicht nur von einer migrantengruppe.

aber rassistisch verbrämte aussagen wie die ihre, die kommen immer vom selben stammtischgesindel.

palmström
16
13.10.2011, 12:32
weisen sie mal

den rassismus nach

außerdem widerlich, dass menschen ihres schlages nie ohne beschimpfungen auskommen

medien_mär
12
13.10.2011, 13:37

der nette poster dürfte eher sehr <unausgeglichen sein, ... warum auch immer, jedenfalls ein armer kerl.

derhansderkanns
08
13.10.2011, 08:18
"Wenn von dem Türken gesprochen wird, dann sage ich immer es gibt 'die Türken' nicht."

Es gibt auch nicht "die Österreicher", Herr Dönmez!

buena1vista1
06
13.10.2011, 08:14
Das ...

(Namen) hervorzuheben ist absurd!

Es wird immer wieder Firmen geben, die Leute nicht zu einem Gespräch einladen, weil der Name nicht gefällt, das Alter (!!!), das Geschlecht (!!!) was auch immer ... unabhängig davon ob Migrant oder nicht.

Ich habe übrigens bisher in 7 Firmen geaarbeitet, davon waren in 4 Mitarbeiter türkischer Herkunft angestellt. Wenn man will, geht es also!

Ich habe bei diesen Diskussionen immer wieder das Gefühl, dass mangelndes Interesse & Einsatz mit "wir sind die Ausgestossenen" kompensiert wird.

N7
00
13.10.2011, 09:21

Mein Ex-Chef hat sich immer die Bewerberinnen aufgrund ihrer Schönheit ausgesucht ... Frauen, welche nicht so schön waren, sind nicht einmal zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen worden. Da war er ganz streng.

Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs
310
13.10.2011, 07:03

"viele keinen Job finden, weil sie Mehmet oder Fatma heißen"

D.h. viele etwa der zweiten / dritten, schon in Ö geborenen und aufgewachsenen, hier also dauerhaft bleiben wollenden Generation nennen ihre Kinder (immer noch) Mehmet und Fatma?

Das sollte natürlich kein Grund sein, jemanden nicht zum Vorstellungsgespräch einzuladen, bezeugt aber ein gewisses - sagen wir mal - Beharrungsvermögen.

Raphael Hythlodeus
41
13.10.2011, 09:25
was wäre denn ihrer meinung nach ein angemessener vorname für einen muslimischen österreicher?

chelene chirsch
05
13.10.2011, 11:03

mehmet kilic oder saif-al-islam sind definitiv zeugen für eine gewisse weltoffenheit.

ich nenne meine söhne ja auch mit gutem grund fürchtegott nepomuk oder adolf gottfried jesus maria.

und nein, das findet dann gar keiner komisch oder gar anstössig, nee nee.

Raphael Hythlodeus
31
13.10.2011, 11:51
sie stoßen sich an mehmet? genauso könnte man behaupten, christian oder michael würden für ein programm stehen.

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