Wien

Krawalle bei anti-türkischen Protesten in Fünfhaus

30. Oktober 2011, 19:38

Mehrstündiger Polizeieinsatz bei Aufeinandertreffen kurdischer und pro-türkischer Demonstranten in Rudolfsheim-Fünfhaus

Wien - Am späten Sonntag Nachmittag kam es im Wiener Gemeindebezirk Rudolfsheim-Fünfhaus zu Auseinandersetzungen zwischen anti-türkischen und pro-türkischen Demonstranten. Etwa 100 zumeist kurdische Protestierende standen in einer Seitengasse der Äußeren Mariahilfer Straße einer etwa gleich großen Gruppe pro-türkischer Demonstranten gegenüber.

Die Exekutive hielt die Konfliktparteien mit einigen Dutzend Polizisten auseinander. Im Verlauf der mehrere Stunden andauernden Konfrontation wurden mehrere Flaschen und Böller geworfen. Augenzeugen berichten vom Einsatz zumindest eines Molotow-Cocktails. Der Brand konnte jedoch rasch gelöscht werden.

Den Krawallen vorangegangen war eine Kundgebung kurdischer Aktivisten vor dem Vereinslokal des Verbands der Kurdischen Vereine Österreichs (Feykom) in der Jurekgasse in Wien-Fünfhaus.

Bereits am frühen Nachmittag hatten sich vor dem Lokal mehrere Dutzend Demonstranten versammelt, um gegen das militärische Vorgehen türkischer Streitkräfte gegen die kurdische Minderheit zu protestieren. Einsatzkräfte hielten die Gruppe davon ab, Richtung Innenstadt zu ziehen, um eine angemeldete Kundgebung pro-türkischer Organisationen zu stören. Etwa 2000 Teilnehmer demonstrierten hier während eines Protestmarschs vom Westbahnhof bis zum Parlament gegen den "kurdischen Terror" in der Türkei.

Nach Ende der Kundgebung vor dem Parlament zogen etwa 100 Teilnehmer zum kurdischen Vereinslokal in der Jurekgasse. Die Tumulte dauerten bis in die frühen Abendstunden an. (red, derStandard.at, 30.10.2011)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 184
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roa64
00
25.11.2011, 11:07
gute Gelegenheit

die Typen heimzuschicken. Dort könnens täglich Krawall machen und protestieren.

özcelik
00
4.11.2011, 21:00
machen Sie auch einen Bogen um österreichische Fussballplätze?

özcelik
00
4.11.2011, 20:59
Schon wieder einer, der meint, dass nur "Zuwanderer, Ausländer, Migranten u.dgl" gewalttätig sind;

Bei Demos, beim Fussball usw, immer nur die genannten Gruppen; alle anderen, sprich die Einheimischen, echten Österreicher, "Nicht-so-fremden" u.dgl sind ja sowas von fern von jedweder Gewalt;; beim Fussball und überhaupt, gelt? Wenn's die bösen Ausländer nicht geben würde, wüssten die Österreicher und Deutschen ja gar nicht, was das ist "Gewalt"?!! Alle Berichte über österr/deutsche Gewalt sind erstunken und erlogen.

Bluestone
00
2.11.2011, 05:38

Wieso demonstrieren die Kurden in Österreich gegen die Behandlung des türkischen Militärs in der Türkei?

Ist das nicht der falsche Ort?
Was Anderes wäre es, wenn ein Erdogan oder Gül zu Staatsbesuch hier wäre-dann meinetwegen-aber friedlich!

Arbeiter
02
31.10.2011, 17:11
Hat der ORF auch berichtet?

Oder die Geschichte aus volkspädagogischen Gründen verschwiegen?

|]3R |-|3RR |]1R3K70R
112
31.10.2011, 15:47

warum muss ich fremde faschisten akzeptieren und die hiesigen ablehnen? spendiert den ultranationalen einen heimflug. die einzigen die es wirklich verdienen

Fritz Wunderlich
13
31.10.2011, 18:16

fragen sie die liberalen multikulturalisten

Der Waehlerwille
 
13
31.10.2011, 15:25
Derartiges gabs in kleinerem Umfang schon in den 80er Jahren in Linz, Neustadtviertel.

Zwischen Dinghofer und Humboldt.

Das "witzige" damals war schon die gespaltenheit der Punkbewegung die nun nicht wusste auf wessen seite sie eingreifen sollte. Waren doch die Kurden die armen Opfer der Türkischen Nationalisten, und die Türken die armen Opfer der Deutschnationalen.

Ein Dilemma der Linken dass sich bis heute nicht auflösen konnte.

Arbeiter
01
31.10.2011, 16:35
Lautes Gebrüll und rote Fahnen gab es öfter, Wählerwille,

auf der Landstrasse und dem Hauptplatz. Super FPÖ Werbung.

Fritz Wunderlich
23
31.10.2011, 14:18

das wäre ja in etwa so, wenn es in der türkei eine österreichische minderheit gäbe, dass dann die deutschkärtntner auf die slowenischkärntner losgehen, und das, während ein fudamentalkatholik und deutschnationaler in österreich bundeskanzler wäre

aber an sich sind nationalistische demonstrationen von nicht österreichischen staatsbürgerinnen sowieso nicht gedeckt
unter welchem titel das angemeldet wurde, wäre gut zu erfahren

Fritz Wunderlich
17
31.10.2011, 14:12

türkische nationalistische aktionen haben in österreich nichts verloren, identität feststellen und tschüss

emma goldman
41
31.10.2011, 15:52

Wieso? Man muss nicht österreichischer staatsbürger sein oder werden wollen um in österreich mehr oder weniger lang zu leben. In Südamerika leben doch auch zig tausende deutschnationale.

knuuuut
02
31.10.2011, 23:19

die führen sich aber nicht auf. außerdem ist das die angelegenheit der argentinier, nicht die unsrige.

Fritz Wunderlich
04
31.10.2011, 18:20

gegen leben hat niemand etwas gesagt, aber türkisch-nationalistische aktionen haben in österreich nichts verloren
die türkei ist groß genug

kurden haben als lange zeit verfolgte minderheit in der türkei das recht der verfolgten, auf die verbrechen gegen sie hinzuweisen und zu demonstrieren

das bedeutet im umkehrschluss aber keineswegsm die pkk irgendwie zu entschuldigen

im gegenteil, die angehörigen dieser terrororgansation sind bei feststellung der mitgliedschaft auszuliefern
kein asyl für terroristinnen

Freu dich - es gibt Keinen der dich liebt
10
31.10.2011, 13:32
Die Rechten jeder Nationalität agieren überall gleich primitiv

Skurrilerweise gehen die österreichischen Rechten noch eher auf türkische Rechte los als Linke es machen würden . Conclusion : Sich selbst bekämpft man ja doch am Liebsten und Selbsthass ist was Schönes

Ernst Guevara
18
31.10.2011, 13:31
warum

darf man hier nicht schreiben, dass die benennung als "pro-türkische demonstranten" eine arge verharmlosung dieses "graue wölfe"-packs ist? ist der zensor vielleicht ein anhänger der türkischen faschisten?

PRESSE
06
31.10.2011, 13:13

Erstens: Demorecht ja- aber friedlich- sonst raus aus Österreich

Zweitens: die Kosten solcher Demos sollten von den Demonsztranten selbst bezahlt werden.

Drittens. Ich bin nicht bereit wegen Demos, dauern Verkehrsbehinderungen in Kauf zu nehmen.

Werde zu meinem Geburtstag die Ringstrasse sperren lassen weil ich mit meinen Freunden gegen das Geburtstagsfeiern eine Demo machen will.

Und die Politiker scheisen eh auf die Volksmeinung- Also sind eh alle Demos zwecklos.

NORACSA
30
31.10.2011, 15:38
Ich bin nicht bereit wegen Demos, dauern Verkehrsbehinderungen in Kauf zu nehmen.

bist du bereit wegen dem weihnachtseinkaufswahn verkehrsbehinderungen in kauf zu nehmen?

Pendolino
51
31.10.2011, 15:12

in österreich darf jeder gegen jeden demonstrieren. wenn es ihnen nicht passt können sie ja gehen, wohin sie wollen. ich finde es gut dass die türken auch demonstrieren und sogar viel zu lange gewartet haben, die pkk terroristen demos haben wir alle schon lange satt. jeden 1. mai versammet sich das rote pack mit diesen terroristen und demonstriert gegen die türkei. die grauen wölfe sind harmlos, imgegensatzt zur pkk kurden, die nur durch kriminelle tätigkeiten zu geld kommen und dann damit den terror in der türkei finanzieren.

knuuuut
02
31.10.2011, 23:24

demonstrieren heißt nicht, aufeinander loszudreschen. kapiert's das endlich.

lacabeza
40
31.10.2011, 14:59

na schön.
Aber wohin soll man denn österreichische StaatsbürgerInnen abschieben?

In die Heimat ihrer Eltern (die selbst schon oft öst. Staatsb. sind...)??

Tomminger
30
31.10.2011, 12:22
Integration vs. Demokratie?

Wenn ich vieler der Kommentare lese, muss ich annehmen, dass die meisten hier das Thema verfehlen.

1. Integration ist kein einseitiger, sondern ein gegenseitiger Prozess. Das beinhaltet aber auch die österreichische Seite (einerseits der Staat, andererseits das Volk bzw. die Bevölkerung).

2. Demokratie in unserer Form beinhaltet das Recht auf Demonstration UNABHÄNGIG vom Thema oder der Meinung, solange es gegen kein Gesetz verstößt (z.b. Wiederbetätigung).

FAZIT: Beide Punkte treffen sich natürlich, aber wenn man sie verstanden hat, kann man nur zu dem Schluß kommen, dass WIR keinen Unterschied machen dürfen, wer wogegen demostriert.

Unabhängig davon ist natürlich gegen Gewalt (vorzugsweise präventiv) vorzugehen.

Arbeiter
11
31.10.2011, 16:37
Völlig abstrakt und losgelöst von dem Empfindungen des Wahlvolkes haben sie Recht, Tonninger.

Diskussion
11
31.10.2011, 14:12

Wenn Demonstrationen ordnungsgemäß und ablaufen - also nach Anmeldung, nur in der Region/Gegend, für die eine Genehmigung erteilt worden ist, ohne Randaliererei (Gewalt, Sachbeshcädigung usw.) dann ist das in Ordnung- wenn auch mitunter in Wien für Unbeteiligte ziemlich lästig (Strassensperren, Verkehrsbehinderung...).

In diesem Fall war das offenbar nicht so.

Derartige Kundgebungen rufen keine positiven Effekte und kein Verständnis für das jeweilige Anliegen der Demonstranten hervor. Das gilt für alle Gruppen unabhängig von Religion, Ethnizität usw.

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