Jugendarbeitslosigkeit der zweiten Generation

Diskriminierung muss endlich bekämpft werden

Analyse | Olivera Stajić, 25. November 2011, 16:30
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    foto: apa

    Auf gleicher Bildungsebene sind Jugendliche mit Migrationshintergrund öfter von Arbeitslosigkeit betroffen als autochtone Gleichaltrige.

Die Entscheidung der Arbeitgeber wird in Österreich nicht in Frage gestellt. Diskriminierung trägt Mitschuld an der hohen Arbeitslosigkeitsrate

In Österreich ist die Arbeitslosigkeit in Vergleich zu anderen EU-Ländern relativ niedrig. Mit einer Rate von 3,9 Prozent im September 2011 haben wir hierzulande EU-weit den niedrigsten Wert. Nicht ganz so rosig sieht es aus, wenn man die Verteilung der Arbeitslosigkeit betrachtet. So wie überall, ist die Jugendarbeitslosigkeit derzeit auch in Österreich größer als im mittleren Alter, allerdings haben wir auch in diesem Segment mit einem Wert von 7,1 Prozent die niedrigste Quote im EU-Raum. Eine Bevölkerungsgruppe gibt es aber, die in der Gesellschaft und in den Medien oft als Problemgruppe stigmatisiert wird: Die arbeitslosen und schlecht qualifizierten Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Im Jahr 2009 waren 14 Prozent der Jugendlichen der zweiten Generation arbeitslos. Mittlerweile dürfte dieser Wert ein wenig höher sein.

Bildung allein hilft nicht

Betrachtet man die Arbeitslosenzahlen in den einzelnen Bildungsebenen, kann man beobachten, dass mehr Bildung im Regelfall eine bessere Absicherung gegen Arbeitslosigkeit bedeutet. Bei den Nachfahren von MigrantInnen, die inländische Abschlüsse haben und gut mit den autochthonen Gleichaltrigen vergleichbar sind, zeigt sich aber, dass sie auf gleicher Bildungsebene öfter von Arbeitslosigkeit betroffen sind, so der Arbeitsmarkt-Forscher August Gächter vom Zentrum für Soziale Innovation.

In einer Gesellschaft, wie der österreichischen, in der der Bildungsgrad zu einem hohen Ausmaß vererbt wird, trifft dieser Umstand natürlich die Nachkommen der ersten MigrantInnengeneration besonders hart. August Gächter hat untersucht, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, dass österreichische Jugendliche zwischen 15 und 19 Jahren sich in einer Schulform vorfinden, die zu Matura führt. "Wenn man den Bildungsgrad der Eltern, Beruf der Eltern und die Wohnsituation berücksichtigt, dann zeigt sich, dass das Herkunftsland der Eltern keine Rolle mehr spielt, sondern der Zugang zur Matura eine rein soziale Angelegenheit ist." Eine brandneue Studie der Arbeiterkammer gibt Gächter recht: Kinder von Geringverdienern seltener in Gymnasium. Nachkommen von MigrantInnen sind natürlich besonders stark betroffen, weil unter den Geringverdienern MigrantInnen stark überrepräsentiert sind.

"Auf den Bildungsstufen darunter sieht es ein wenig anders aus. Hier gehe es weniger gerecht zu, sagt Gächter. Volksschüler aus Migranten-Familien erhalten häufiger keinen Zugang zu Gymnasien. "Die Schulempfehlung, die in Volksschulen ausgesprochen wird, basiert auf Prognosen über den weiteren Schulerfolg des Kindes. Aber die Eltern haben natürlich die Möglichkeit sich zu wehren", betont der Forscher. Eltern, die selbst niedrige Abschlüsse haben, oder über keine ausreichenden Informationen über das Schulsystem verfügen, würden aber seltenere Widerstand gegen die Empfehlung der Volksschullehrerin leisten.

Verbesserung der Bildungschancen?

Wie kann man das Risiko der Arbeitslosigkeit für die Nachkommen der ersten Einwanderergeneration senken? Der kleinere Teil der Lösung liegt in der Verbesserung der Bildungschancen der größere Teil der Lösung liegt in der verbesserten Verwertung der Bildung auf dem Arbeitsmarkt, so Gächter. Es stellt sich nun die Frage, beim wem die Verantwortung bei der Umsetzung dieser Lösungsansätze liegt: bei den Jugendlichen, die womöglich mit schlechten Noten und geringem Selbstbewusstsein auf dem Arbeitsmarkt Fuß fassen wollen oder bei den potenziellen Arbeitgebern, die sie vielleicht diskriminieren?

Diskriminierung ist unerforscht

Studien zur Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt gibt es in Österreich nicht. Das dies dringend notwendig ist, wurde gestern auch von einer hohen Instanz bestätigt: In einem aktuellen Bericht der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) heißt es, dass das Thema Diskriminierung in Österreich bisher wenig Aufmerksamkeit erfahren hat. Demzufolge sei auch "die Infrastruktur zur Bekämpfung von Diskriminierung in Österreich schwächer ausgebildet als in den meisten anderen europäischen OECD-Ländern", so die Studie.

Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) versprach im Rahmen der Präsentation des OECD-Berichts, dass bald Untersuchungen durchgeführt werden, um Diskriminierung am Arbeitsmarkt zu testen. Gächter, der sich mit Diskriminierung-Studien aus anderen europäischen Ländern beschäftigt hat, ist sicher, dass sich die Ergebnisse nicht wesentlich von den Ergebnissen aus Schweden, Belgien etc. unterscheiden werden. Er denkt dabei an die ILO-Untersuchungen (International Labor Organisation), die im Auftrag einiger europäischer Regierungen Diskriminierungstest am Arbeitsmarkt durchführt. "Bei den Tests der ILO zeigte sich, dass zwei gleich qualifizierte, sich in ihren Biografien gleichende und in gleicher Manier auftretende Tester signifikant unterschiedliche Resultate erzielen, wenn einer einen Hauch von einem an Einwanderung aus Nordafrika hindeutenden Akzent hat und der andere nicht. In Frankreich und in Schweden unterschieden sie sich nicht einmal durch eine Andeutung von Akzent, sondern lediglich durch die Vornamen". Dass die Ebenen der sozialen Codes eine entscheidende Rolle spielt, zeigt ein Experiment aus Wien: Es kam heraus, dass eine Jennifer und ein Kevin mit den gleichen Biografien wie eine Sophie und ein Alexander nicht die gleichen Chancen haben.

Arbeitgeber unbescholten?

"Aus den Studienergebnissen anderer Länder sieht man, dass das Problem nicht allein bei denen liegt, die Arbeit suchen. Probleme gibt es auch bei jenen, die Arbeitskräfte suchen. "Dieses Problem hat man bisher in Österreich nicht angegangen. Arbeitgeber können tun was sie wollen, es wird nie in Frage gestellt, ob die Auswahl, die sie treffen von Vorurteilen belastet sein könnte. Dass ihnen vielleicht ein Akzent wichtiger ist als der Abschluss", prangert Gächter an. Ein aktuelles Beispiel, das seine These bestätigt, bringt der Arbeitsmarktforscher auch an: Während sich die Arbeitslosigkeit bei jungen Frauen, die in Österreich geborene Eltern haben in der Krise nicht erhöht hat, haben junge Frauen mit Migrationshintergrund (und insbesondre jene mit türkischen Wurzeln), mit niedriger und mittlerer Qualifikation, in der Krise öfter ihre Jobs verloren. "Sie sind selektiv gekündigt worden", sagt Gächter.

Wenig Sensibilität attestiert der Arbeitsmarktforscher auch den AMS-MitarbeiterInnen, für die er auch Schulungen abhält. Sie würden die sozialen Komponente häufig ausblenden: "Für sie ist das alles ein Problem von Migration oder nicht Migration", so Gächter. (Olivera Stajić, 25. November 2011, daStandard.at)

Kommentar posten
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Christian Berger
02
Nicht beachteter Aspekt - Sprachkenntnisse

Was mir in dieser Studie fehlt, ist das Sprachnivau. Wie gut können jene Jugendlichen, die von der Jugendarbeitslosigkeit besonders stark betroffen sind, Deutsch?

Mag sein, dass ich mich irre. Doch welches Unternehmen möchte einen Mitarbeiter (egal ob Migrant oder Nicht-Migrant) einstellen, der der deutschen Sprache nicht mächtig ist?

Für mich wäre es daher interessant zu wissen, ob es einen Zusammenhang zwischen Jugendarbeitslosigkeit und Deutschkenntnissen gibt.

_vm_
13
28.11.2011, 12:38
Volksschullehrerin?

"die Empfehlung der Volksschullehrerin"? echt? nur Frauen?? wohl ein kleines Detail vergessen!
außerdem: "wenn Eltern über keine ausreichenden Informationen über das Schulsystem verfügen...", dann mögen Sie sich im Interesse ihrer Kinder bitte informieren! Die Möglichkeiten dazu sind gegeben, man muss sie eben annehmen.

Nee-Chee
20
28.11.2011, 14:30
Und die Kinder, deren

Eltern zu deppert sind, haben halt Pech gehabt, sollen sch**ssen gehen und werden eh von unseren Steuern durchgefüttert.

_vm_
00
28.11.2011, 12:49

"dann mögen sie", klein natürlich.

Elisa B
44
27.11.2011, 16:56
Diskriminierung vermeiden

bei der Jobsuche und gesellschaftlichen Akzeptanz helfen: übliche Kleidung - also kein Kaftan, Kopftuch und so, gerade Sätze, Ein offener Gruß, Arbeitswille, eine ordentliche Frisur - also kein Gangstaglatze oderso. und für die Eltern gilt: gebt´s euren Kindern angepasste Vornamen und nix aus der Wüste. Die slawischen oder jüdischen Einwaderer haben hier heimische Vornamen gegeben!

binnenischmarrn
 
00
27.3.2012, 17:03

gratuliere , ein selten vernünftiges post...

Ordnung der Dinge
 
00
11.1.2012, 20:20

Na, mit Elisa B gibt sich das weltoffene Österreich auch einen Namen. Fremde Kulturen bedeutet für Sie vermutlich all inclusive im abgeschotteten fünf Sterne Club gemeinsam mit deutschen Touristen?

Kalimero aus Palermo
00
28.11.2011, 09:29

Ein dezentes Kopftuch passend zu üblicher Kleidung sollte doch kein Problem sein.

Und Vornamen? Sollten von der Aussprache her für Einheimische halbwegs über die Lippen gehen, aber sonst? Eigentlich egal.

Dem Rest ist uneingeschränkt zuzustimmen.

WRN
13
29.11.2011, 11:35
Doch ist es!

So leid es mir tut ein Kopftuch wird in jedem Fall (außer im klassischen "liabes oides muddal" Fall) mit einem Unwillen zur Integration assoziert sowie mit unselbstständigkeit der Frau.

Das SIND negative Kriterien bei der Bewerbung. Genauso wie Übergewicht oder Mundgeruch oder ein Irokesenhaarschnitt.
Das mag nicht fair sein aber Tatsache ist:
Auch wenn ich der korrekteste Mensch bin, die Hak Matura spielend geschafft habe und ein toller Verkäufer bin... so werde ich mit multiplen Gesichtspiercings und einem Iro keine Lehrstelle als Bankkaufmann bekommen.

Das Äussere macht einen Unterschied!
Und Vorurteile (gerechtfertigt oder nicht) existieren!

Kalimero aus Palermo
20
29.11.2011, 16:12

So unterscheiden sich die Wahrnehmungen

Für mich zeugt ein mit "modernem" Outfit kombiniertes Kopftuch eher vom Willen, seine religiösen Vorschriften weitestmöglich mit den Gepflogenheiten des Gastlandes in Einklang zu bringen. Also vom Willen zur Integration.

Nennt mich Loretta
 
00
19.3.2012, 09:11
Ganz toll, wenn jemand mit einem Hintern auf 2 Kirtagen tanzen will, die eindeutig miteinander auf Kriegsfuß stehen.

Das Kopftuch hat mit Religion wenig zu tun, sondern mit der kulturell bedingten Auslegung derselben. Das Kopftuch vermittelt Unterwürfligkeit gegenüber einer Ideologie, die Frauen als Eigentum ihrer Männer betrachtet und ihnen Vorschreibt, ihre Schönheit zu bedecken um fremde Männer sexuell nicht zu reizen.

pox vobiscum
01
26.11.2011, 18:18

Ich denke, die Diskriminierung der hier betroffenen Gruppe hat durchaus auch sehr reale, verständliche Wurzeln und es wäre vernünftiger, diese Ursachen zu bekämpfen als die (tlw gezwungenermaßen) darauf folgende "Diskriminierung".

Kalimero aus Palermo
20
28.11.2011, 09:36

Eine "Diskriminierung", die "reale" "Ursachen" hat ist keine Diskiminierung!

Einem Arbeitgeber ist zuzumuten, sich jeden Bewerber ohne Vorurteile betreffend Ethnie oder Geschlecht anzuschauen. Wenn bestimmte Eigenschaften in einer bestimmten Grundgesamtheit häufiger sind (z.B. fehlende Deutschkenntnisse), dann werden Individuen dieser Grundgesamtheit häufiger abgelehnt werden, ohne dass Diskriminierung stattfindet.

King Of Wörschtlständ
00
15.12.2011, 20:47
Einem Arbeitgeber ist zuzumuten, sich jeden Bewerber ohne Vorurteile betreffend Ethnie oder Geschlecht anzuschauen.

Schön wärs.

Einem AG ist jedoch nur zuzumuten was der Betriebsrat auch erkämpfen kann oder was unter Strafe steht. ArbVG, Gewerbeordnung, AngG, Urlaubsgesetz, usw.
Dies alles trifft aber auf Bewerber noch nicht zu.

Daher kann der AG frohgemut auf alles pfeifen, was man ihm da zumutet.

pox vobiscum
01
28.11.2011, 19:18

Wenn bestimmte unerwünschte Eigenschaften in einer bestimmten Grundgesamtheit häufiger/zu häufig vorkommen, führt das leider dazu, dass sich viele Arbeitgeber den möglichen bzw mit einer hohen Wahrscheinlichkeit erwarteten Stress nicht mehr antun wollen und gleich dankend auf Mitglieder dieser Grundgesamtheit verzichten, ja sogar von ihren Mitarbeitern händeringend dazu aufgefordert werden. Ich kenne solche Betriebe und kann sie leider nicht einmal tadeln für diese Haltung. Und vernünftige Bewerber aus dieser Grundgesamtheit haben eben Pech gehabt, für die ist das dann durchaus diskriminierend.

Kalimero aus Palermo
00
29.11.2011, 16:09

In dem Ausmass, in dem ein Unternehmer einen Türken NUR wegen des schlechten Benehmens anderer Türken nicht einstellt, ist dieses Verhalten zu verurteilen. Weil es auch integrierten Türken völlig unverschuldet jede Chance nimmt, am Wirtschaftsleben teilzunehmen.

King Of Wörschtlständ
00
27.11.2011, 21:24
Diskriminierung der hier betroffenen Gruppe hat durchaus auch sehr reale, verständliche Wurzeln

So wie alle Diskriminierungen letzendlich an den Diskriminierten liegen und nicht an den Diskriminierern.

Ist ganz einfach:
Frauen werden in Jobs als Hochofenarbeiterinnen diskrimininiert, da sie zu schwach sind.
Hauptschülern gibt man keine Maturantenjobs, da sie zu dumm sind.
Buchhalter werden keine Entertainer da sie zu langweilig sind.
Klosterfrauen kriegen keine Jobs als Go-Go Girls da sie zu prüde sind.
N3g3r können keine US Präsidenten werden, weil sie zu schwarz sind.
Das Vorurteil erweist sich somit als weise Vorausschau in die Zukunft und die Diskriminierung als entsprechende strategische Handlungsleitlinie.

Ein echter Segen der Menschheit, die Diskriminierung :)

pox vobiscum
01
28.11.2011, 19:30

Wollens jetzt zustimmen, dass es tatsächlich einige Inkompabilitäten gibt zwischen bestimmten Berufsgruppen und bestimmten Arbeitssuchenden, dass die unqualifiziertesten Mitarbeiter eben zuerst gekündigt werden oder haben Sie eine sehr schräge Definition von Diskriminierung?
Ich bestreite übrigens nicht, dass es tatsächlich auch einiges an Diskriminierung gibt.

tschamba fii
11
26.11.2011, 18:03
jetzt ohne schmäh

Diskriminierung muss endlich erkämpft werden

Dhimmi
320
26.11.2011, 14:35
"Diskriminierung muss endlich bekämpft werden"

Wie wärs damit;
"Integration muss endlich eingefordert werden."

Erwin Wolfram
00
26.11.2011, 17:52
...

wie wollens als gast etwas einfordern? wo doch alle so lieb sind und sie immer beim schwaechsten in der gemeinde zu gast sind?

Kalimero aus Palermo
80
26.11.2011, 14:29

An alle "Freie Wahl für Arbeitgeber"-Schreier:

Schon gemein, dass man in unserer Gutmenschengesellschaft nicht mal ein "Juden unerwünscht"-Schild vor seinem Geschäft anbringen kann. Oder "Türken unerwünscht".

Kleiner Hint: Diskriminierung auf Grund der RASSE ist Gift für das Zuzsammenleben in einem zivilisierten Staat und daher aus gutem Grund auch in Ländern mit einem hohen Mass an unternehmerischer Freiheit verboten (Beispiel: USA).

Ob die erwähnten statistischen Ungleicheiten türkischer Migranten auf rassistischer Diskriminierung beruhen, möchte ich jedoch zumindest hinterfragen. Die in vielen Postings erwähnten Probleme sind zum größten Teil keine bösen Vorurteile, sondern Realität.

King Of Wörschtlständ
10
27.11.2011, 21:30
Ob die erwähnten statistischen Ungleicheiten türkischer Migranten auf rassistischer Diskriminierung beruhen, möchte ich jedoch zumindest hinterfragen. Die in vielen Postings erwähnten Probleme sind zum größten Teil keine bösen Vorurteile, sondern Rea

So hätte das auch in den 30ern in einschlägigen Blättern stehen können:

"Ob die erwähnten statistischen Ungleicheiten der Juden auf rassistischer Diskriminierung beruhen, möchte ich jedoch zumindest hinterfragen. Die in vielen Berichten (von Volksgenossen) erwähnten Probleme sind zum größten Teil keine bösen Vorurteile, sondern Realität."

Solche Berichte waren sonder Zahl, zB. vom Juden, der in seinem gut gehenden Unternehmen nichtjüdische Arbeiter bis aufs Blut aussog. Oder für knappe Waren Wucherpreise verlangte. Alles Realität, aus damaliger Sicht.

Wie wird man unsere Migrantenkopfwehs in 50-60 Jahren beurteilen?

Kalimero aus Palermo
02
28.11.2011, 09:23

Nein, die einschlägigen Blattl in den 30ern waren sehr offen in ihrem Rassismus. Einer die harten Endpunkte betreffend (Sprache, Bildungsstand,..) perfekt integrierten Gruppe gegenüber.

Wenn ein 20 jähriger Türke ohne Hauptschul-abschluss und mit rudimentären Deutschkenntnissen vom 20. Arbeitgeber abgelehnt wurde, KANN das natürlich rassistische Gründe haben. Wahrscheinlicher sind aber andere Gründe.

omar chamra
222
26.11.2011, 14:17
Es ist schon erstaunlich, dass die Kinder von Einwanderern

aus China, Vietnam, Philippinen, Iran sich nicht über Diskriminierung beschweren.
Doch da gibt es eine Gruppe von Jugendlichen mit migrantischen Hintergrund, die Probleme haben. Was mir dabei auffällt, es sind männliche Jugendliche aus dieser Gruppe, die Probleme haben, die weiblichen haben keine Probleme.
Kann uns das jemand hier erklären?

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