Geschichtsforschung

Tito kehrt zurück

Olivera Stajić, 9. Dezember 2011, 15:30
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    foto: institute for recent history of serbi

    Dreißig Jahre nach Titos Tod, im Mail 1980, werden seine Person und sein Werk neu bewertet.

Der umstrittene jugoslawische Präsident Josip Broz Tito ist derzeit Gegenstand zahlreicher Publikationen

Dreißig Jahre nach Titos Tod werden seine Person und sein Werk neu bewertet. Die populärwissenschaftlichen Publikationen setzten auf Sensation, die Geschichtsforschung auf Aufklärung und Neuinterpretation des vormals romantischen Tito-Bildes. daStandard.at sprach mit dem bosnischen Historiker Husnija Kamberović über die unterschiedlichen Zugänge und Bilder, die momentan im ex-jugoslawischen Raum vorherrschend sind.

daStandard.at: In den letzten zwei, drei Jahren gibt es im ex-jugoslawischen Raum vermehrt Publikation über Titos Leben und Werk. Wieso kehrt Tito zurück?

Kamberović: Es gab die Regelung, dass der Archivbestand erst dreißig Jahre nach seinem Tod geöffnet wird. Tito ist 1980 gestorben und so sind die Archive seit dem letzte Jahr alle offen. Nun ist alles zugänglich, was aus Titos-Kabinett hervorgegangen ist: Korrespondenz, Notizen, Projekte. Das Material ist sehr gut sortiert, etwa nach den Gebieten "nationale Frage", "Sprachpolitik" etc.

daStandard.at: Was sind die interessantesten Ergebnisse aus diesem Material?

Kamberović: Vor ein paar Jahren wurde in Belgrad etwas veröffentlicht, das man "Titos Tagebuch" genannt hat. Es umfasst die Periode von 1948 und 1949. Es ist aber, wie es auch im Vorwort steht, kein richtiges Tagebuch, sondern eher eine Skizze. Es ist sehr interessant weil es von Titos Angst vor der sowjetischen Invasion zeugt. Belgrad und Zagreb sind derzeit Vorreiter, was den neuen Blick auf Tito betrifft, aber Großteiles ist es ein revisionistischer Blick. Der Journalist Pero Simić veröffentlicht zum Beispiel sehr viel zum Thema Tito. Er war in den 1960er Jahren Jugendfunktionär in der Kommunistischen Partei. Später hat er die Politik verlassen und wurde Journalist. Er verwendet viel von dem erwähnten Archivmaterial, hat aber einen sehr selektiven Blick und einen sehr sensationalistischen Zugang. Sein Ziel ist es zu zeigen, dass Tito eine negative historische Gestalt war.

daStandard.at: Was sind seine Kritikpunkte?

Kamberović: Er will zeigen, dass Tito vor dem Zweiten Weltkrieg ein "gewöhnlicher Spion" war, der seine Mitstreiter verraten oder liquidiert hat und auf ihren Rücken seine politische Karriere gebaut hat. Ziel ist es auch zu zeigen, dass Tito nach dem Zweiten Weltkrieg antiserbische Politik betrieben hat. In Zagreb schreibt Zvonimir Despot sehr viel zu diesem Thema, oft auch zusammen mit Pero Simić. Diese beiden Autoren zitieren sehr viele Originaldokumente und bringen viele bisher unveröffentliche Fotos, die Tito in einem anderen Licht zeigen - weniger bescheiden nämlich. Da sieht man ihn etwa bei prunkvollen Empfängen oder sehr opulenten Neujahresfeiern.

daStandard.at: Gibt es auch größere gemeinsame Projekte aus der Region, die sich diesem Thema widmen?

Kamberović: Letztes Jahr gab es eine Konferenz in Belgrad mit Hilfe des Archivs Jugoslawiens. Daraus ist ein Sammelband hervorgegangen "Tito - Vidjenja i tumačenja" (Tito - Ansichten und Deutungen). Eine der MitautorInnen, Latinka Perović, hat über diesen Band gemeint, dass hier Tito endlich in die Geschichtsschreibung zurückkehrt, aber ohne Sensationalismus und Skandallust. In diesem Sammelband sind unterschiedlichste Interpretation vertreten, aber ohne Romantisierung von Titos Person, die zu seinen Lebzeiten allgegenwärtig war.

daStandard.at: Woran liegt das, dass Titos Person nun zunehmend Gegenstand seriöser Geschichtsforschung wird?

Kamberović: Ich glaube, dass die Zeit reif ist. Die Umstände in denen wir leben, erlauben nun einen objektiveren und nüchternen Zugang. Es war dumm zu glauben, dass Tito an allem, was uns in den 1990ern passiert ist, schuld sein soll und nach dieser Annahme, die Forschung auszurichten - die wissenschaftliche aber auch die populärwissenschaftliche. Diese Strömungen wird es aber auch in Zukunft geben. Sie versuchen unsere Vergangenheit zu "detitoisieren" und die gesamte Geschichte zu revidieren. Wenn man zum Beispiel in Serbien daran geht die Geschichte der Tschetnik-Bewegung neu zu schreiben, muss man Tito-Partisanen anders interpretieren.

Es gibt aber eigentlich keinen Grund mehr "Schuldige" zu suchen und Tito rein negativ zu bewerten. Er hat zwar ab den 1970er Jahren viele problematische Schritte gesetzt, aber der antifaschistische Kampf im Zweiten Weltkrieg und Titos "Nein" zu Stalin und Stalinismus waren richtige und wichtige Schritte für die gesamte europäische Geschichte. Kein ernsthafter Historiker kann das marginalisierten.

daStandard.at: Gibt es derzeit eine serbische, bosnische oder auch slowenische Interpretation bzw. Zugang zum Thema Tito?

Kamberović: Wenn wir zum Beispiel von Bosnien reden, kann man sagen, dass hier der sogenannte Titoismus sehr präsent ist. Die Menschen sind mit der heutigen Situation sehr unzufrieden und romantisieren ein wenig die Vergangenheit und die "gute alte Zeit". Anderseits haben aber Tito und seine Politik maßgeblich zur Weiterentwicklung von Bosnien und Herzegowina beigetragen. Viele seiner Mitstreiter waren der Meinung, dass Bosnien und Herzegowina keine gleichberechtigte föderative Republik innerhalb Jugoslawiens sein kann. Aber Tito hat widersprochen und wollte der Aufteilung zwischen Kroatien und Serbien nicht zustimmen.

daStandard.at: Wieso hat sich Tito für Bosnien und Herzegowina eingesetzt?

Kamberović: Tito hat eine entschiedenere Rolle in der Anerkennung der bosnischen Muslime als Nation gespielt. Er hat die Muslime natürlich gebraucht um seine Position innerhalb der Blockfreien-Bewegung zu stärken und günstig an Erdöl zu kommen. Das hat aber andererseits auch die Besonderheit Bosnien hervorgehoben und gestärkt. Als die beiden Zentren Zagreb und Belgrad immer stärker wurde, suchte Tito nach einem Ausgleich und fand ihn wohl in der Stärkung Bosniens und anderen peripheren Republiken Jugoslawiens.

daStandard.at: Gibt es innerhalb Bosniens und der Herzegowina einen Konsens über die positive Rolle Titos?

Kamberović: Nein, das würde ich nicht sagen. In Westherzegowina ist die Stimmung immer eine andere gewesen. Dort gab von Seite der Tito-Partisanen Morde an den Franziskanern und wegen dieses Traumas ist die Perspektive auf Tito eine andere. Erst ab 1965 versuch die jugoslawischen Kommunisten in der Westherzegowina nicht nur Feindesgebiet mit einer starken Ustascha-Vergangenheit zu sehen und entwickeln ein Konzept der Annährung. Aber auch das säkulare, kommunistische Konzept Titos ist nicht überall gut angekommen. (Olivera Stajić, 9. Dezember 2011, daStandard.at)

Husnija Kamberović ist Direktor des Instituts für Geschichte in Sarajevo und Dozent an der Philosophischen Fakultät in Sarajevo.

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Der_Klingone
00
14.12.2011, 11:22

Tito ist die vielleicht am undifferenziertesten betrachtete Persönlichkeit am Balkan.

Auf der einen Seite (Nationalisten) wird übertriebene Dämonisierung betrieben, während die andere Seite (YU-Nostalgiker) die Persönlichkeit "Tito" völlig überhöhen und verklären.

Die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte.

kroate061
10
14.12.2011, 12:05

>Die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte<
1/2 Mörder?
1/2 Kriegsverbrecher?
12 Schwanger?

das alle gibt es nicht ,-)

Macinorgo
10
13.12.2011, 17:09

Tito und andere Massenmörder werden für die einen immer Helden bleiben. Zum Glück haben solche Kreaturen im modernen Europa nichts mehr verloren.

kroate061
10
13.12.2011, 11:43
Das Parteibuch unter dem Arm,Marx&Engels unter dem Kopfkissen und Mao Ce Tung Foto im Nachtkästchen und der Tag war gelaufen.Es war das Paradies auf Erden.Wer das gegenteil behauptet der Lügt

So waren`s ,Titos rotes Gesocks

Hofrat Geiger
00
13.12.2011, 10:04
An alle Tito-Nostalgiker:

Suchen Sie auf Wikipedia einmal nach "Goli Otok", der Gulag-Insel Titos, die bis 1988 hunderte politische Gefangene beherbergte.

Ein Regime, das einen Gulag für die eigene Bevölkerung braucht, hat ein Problem.

Aber offenbar vergisst man im Rückblick leicht, und sieht eben - falls man in Ex-YU aufgewachsen ist - nur sein persönliches Umfeld, nicht die Gesamtsituation: Genauso haben Menschen über ihre PRIVATE schöne Zeit im 3. Reich erzählt (OK, vor dem Krieg), genauso sehen sich manche in der Ex-DDR nach den Zeiten zurück, als jeder Arbeit hatte - aber zu WELCHEM Preis?! Konnte man sich 1970 in Belgrad auf die Straße stellen und "Scheiß Tito" rufen? Wohl nicht. Konnte man eine Partei gründen und bei Wahlen antreten Wohl nicht...

Googs
01
18.12.2011, 11:18

Wer will schon Politiker werden?

Mal ganz ehrlich: Bei jedem Artikel zu Tito findet man Kommentare wie Ihren. Jeder Tito-Nostalgiker kennt Goli Otok. Es muss hier nicht ständig erwähnt werden. Jeder Ex-Yu kennt Goli Otok. Egal ob Tito-Fan oder nicht. Die Bediengungen waren bestimmt nicht gut, aber es ist auch nicht so, dass jeder Mensch dort zu Unrecht eingebuchtet wurde.

Te Ata
12
11.12.2011, 00:40
Das war zu erwarten.

Das hat eine befreundete Serbin schon zum Zeitpunkt der Konflikte immer behauptet, dass der Tito es schon richtig gemacht hatte und man das später auch so beurteilen würde. Ich kann noch immer nicht sehen, was YU der blutige Zerfall genau gebracht hat. Ausser uns viele Neuankömmlinge.

Heute reden sowohl die Slowenen als auch die Kroaten viel schlechter übereinander als über die Serben, fiel mir auf Reisen auf (deren Popstars sie beide schätzen), dabei waren beide Völker ja ganz schnell beim Austritt aus YU.

Hofrat Geiger
00
13.12.2011, 10:08
Ich kann auch nicht beurteilen, was der Zerfall der Donaumonarchie ...

... den aus ihr entstandenen Staaten gebracht hat, außer einem selbstmörderischem Nationalismus und einer Schwächung, die die Staaten zuerst in die Arme Hitlers, und dann Stalins getrieben hat.

Im Vergleich zu dem, was danach von 1938 bis 1989 kam, war die Habsburger-Herrschaft noch relativ milde.

Genau so denken hier offenbar viele über Ex-YU (das ja genauso ein Vielvölkerstaat mit gewisser Autonomie für die einzelnen Teile war): Was danach gekommen ist, war für viele nicht besser. ABER ist deshalb schon das, was vorher war, automatisch gut? Wohl nicht - genauso wie man bei der Habsburgermonarchie das Positive und Negative sehen muss (was nach 100 Jahren leichter fällt), muss man wohl auch bei Ex-YU das Gute UND das Schlechte sehen..

anders and
 
10
11.12.2011, 10:09

da müssen Sie schon ein wenig differenzieren!

Slowenien und Kroatien haben vom Zerfall sicher profitiert, und dass eine friedliche Trennung Vorteile für beide Seiten bringt zeigt das Beispiel der Tschechoslowakei.

Umgekehrt zeigen die Beispiele Griechenlands als EU-Mitglied und die italienische Situation wie problematisch es ist wirtschaftlich völlig unterschiedlich entwickelte Gebiete in einer Union zu halten.

Und in der Krajina werden Sie keinen Kroaten finden, der die Serben freundlicher beurteilt als die Slowenen.

Tschusch5
10
11.12.2011, 00:26
den meisten fortschritt

- zumindest im westen ex-jugoslawiens - hat man vor allem unter den aufgeklaerten absolutisten erlebt: maria theresia und tito.

heutige politiker in ex-jugoslawien bemuehen sich redlich, tito nachtraeglich recht zu machen: die kommunisten hatten buergerlichen parteien vorgeworfen das volk nur untereinander zu zerstreiten um es leichter auszubeuten.

Gegenflieger
00
10.12.2011, 21:49

TITO sagte selbst einmal.das er in Drvar wiedergeboren wurde,war doch Bosnien im 2Wk,zentrum seines Partisanenkrieges,und sieges,seine entscheidenten Schlachten schlug er hier.

kroate061
32
10.12.2011, 20:49
schwul oder nicht schwul

wir haben schwule politiker
wir haben schwule sportler warum auch nicht schwule Marschalle.

kroate061
86
10.12.2011, 20:30
maikäfer flieg deine jugos sind im krieg, jugoland ist abgebrannt maikäfer flieg

nun leben seine genossen in den tiefen schluchten österreichs und gaukeln der welt vor was für ein paradies auf erden jugoland war.das rote gesocks ist einfach nicht lernfähig.träumt weiter

DrBelacqua
14
11.12.2011, 12:01

Deine Spinnerein hier sind mehr als störend. Hier ist ein Diskussionsforum, wenn du zur Diskussion nichts beitragen kannst außer herumzuplärren, dann lass es lieber - interessiert niemanden.

anders and
 
13
11.12.2011, 13:46
Lassen Sie ihn doch -

er zeigt doch sehr schön, woher die nicht integrierbaren, nationalistischen, machistischen Migranten stammen:

aus den Schluchten des Balkans und von den Bergrücken Anatoliens.

Lopovluk
01
19.12.2011, 02:04

Das ist nichts weiter als ein trauriger Ustasa, ein schlechter Verlierer halt.

Scherberich
 
13
10.12.2011, 19:30
eigentlich absurd

das es kein Jugoslawien gibt.
Titos Fehler war es wohl, das er zu nachgiebig im Hinblick auf nationale Eigenheiten war.
Die ehemaligen Teilrepubliken müssen jetzt halt selber wissen, ob die momentane Situation so toll ist. Jugoslawien war ein Staat, der doch ein gewisses Kampfgewicht aufbrachte. Jetzt müssen sie sich halt jede Demütigung gefallen lassen, egal ob sie aus Brüssel, Washington, Moskau oder vielleicht sogar aus Wien oder Budapest kommt.

spiehsbürger
00
11.12.2011, 14:04

eigentlich schon komisch, dass es kein vereintes land aller deutschsprachigen gibt, oder kein vereintes großslawistan, gell?

Scherberich
 
00
11.12.2011, 16:22

österreicher hören das nicht gern, aber ich sags einfach mal. Deutschland und Österreich ist in den wesentlichen Fragen vereint.
Das die zwei Länder nicht auch politisch eine Einheit sind, ist ein Produkt des kalten Krieges.
Und inzwischen sind soviele Jahre vergangen, das sogar die Österreicher selbst glauben, das sie keine Deutschen und vor allem keine Täter sind.

spiehsbürger
00
12.12.2011, 11:00

die kopplung des schilling an die DM war de facto ein anschluss - in wirtschaftlicher hinsicht. wir mussten der eu beitreten, da die deutschen - unser wichtigster absatzmarkt - dabei waren

Gegenflieger
27
10.12.2011, 19:04

Was hat er schon gemacht,außer sein Land aus eigener Kraft zu befreien,ins Industriezeitalter zu bringen auf ein lebensniveau das sich mit dem Westen vergleichen ließ,kritik an den Sowjets wegen dem Prager Frühling bringen,während der rest der Welt schön still blieb,ebenselbigen auf der Nase rumtanzen,das einzige Land bei denen sich Breshnew je Entschuldigte, den Kosovo volle Autonomie gewährte,und Tudjman,Seslj sowie Izetbegovic im Kerker schmorren lassen.Und noch gründer der Blockfreien gewesen zu sein.

Pfffffff,und deswegen soll man ihn bewundern?

Drago+
191
11.12.2011, 01:38
i

Serbien hatte vorm Tito fünf Flugzeugindustrien (seit Tito bauens Autobusse - ausgenommen Utva, hier versucht das heutige Serbien an die alten Zeiten ein wenig anzuschließen, aber so wie damals wird es nicht, Serbien wird heute kaum ein Jagdflugzeug dem Eurofighter ebenbürtig herstellen können wie mit der Rogozarski IK-3) und war damals weltweit der größte Kupferproduzent (damals eine Trademark: Jugoslawien, weltweit größter Kupferproduzent; wenigstens etwas mit dem man prallen konnte), und in Split wurden Zerstörer der Belgrad-Klasse gefertigt. IMR bei Belgrad fertigte Flugzeugmotoren, darunter die französische Gnome-Rhone 14, sagt dir wahrscheinlich nichts, damals aber top-modern, sowie den Praga RN-LKW. Seit Tito bauens Traktoren.

Drago+
101
11.12.2011, 01:35
ii

Zastava baute Chevrolet-LKW. Standard Oil (das sind die mit den Rockefellers) hatte das größte Tankstellennetz in YU, bei der Automesse in Belgrad 1937 waren ein Haufen US-amerikanischer Automarken vertreten. Willst du Fotos? Was suchen Buick, Chevy und Cadillac in einem unterentwickelten Bauernland am Balkan? Und Moment einmal, was macht die Formel 1 in Belgrad 1939, das einzige Formel-1-Rennen je in YU? Zagreb war das Bankenzentrum Jugoslawiens, das jugoslawische Frankfurt am Main. In Serbien und Slowenien wurde produziert, in Kroatien wurde kassiert. Aber beschwert haben sie sich, die lieben Kroaten, wenn ihre Steuern nach Belgrad gingen. Der Schmäh stammte schon damals aus der Zeit der Jugo-Monarchie. Die Slowenen waren wenigstens cool.

Drago+
100
11.12.2011, 01:34
iii

1931, Sa verom u Boga, Mit Glauben an Gott, der erste Tonfilm Jugoslawiens. Unterm Tito hieß es, Tito habe den Film erfunden. Oder zumindest nach YU gebracht. Des aus 1931 war eine Liebesgschicht. Unterm Tito gabs nur Partisanenfilme: Mirko und Slavko besiegen alleine die gesamte deutsche Wehrmacht. Wie waren gleich die Kinderbücher über Tito, wie z.B. Tito als Kind barfüßig durchs Schnee lief und einen Rudel Wölfe verjagte um seine 16 Geschwister zu ernähren? Was habens gegessen, ach ja, Mehlbrei. Aber das war damals auch Österreich. Gott sei Dank bin ich hier aufgewachsen und habe mir diesen Blödsinn erspart, als Kind unter Tausenden in kurzen Höschen zu Titos Geburtstag zu tanzen, auch lange nachdem dieser Fettsack davon geschieden war.

Drago+
180
11.12.2011, 01:31
iv

Gäbe es das heute, würden die ganzen Pädophilen Europas nicht nach Bangkok reisen: In Mai Pädophilentreffen in YU. Von den sog. vier Säulen der serbischen Wirtschaft, Sartid, das jugosl. Voest, dann Zastava, die Bergwerke in Ostserbien und NIS, stammen drei aus der Zeit vor Tito, lediglich NIS entstand unterm Tito. Was hat der Titoismus so großartiges zur Industrialisierung beigetragen? Nenne mir bitte Beispiele. Ja, gratis Arbeitskräfte in Namen der Ideologie, die Arbeitsaktionen, das gabs. Natürlich gab es ein Wachstum. Das heißt aber nicht, dass das Wachstum in einem freien Jugoslawien nicht größer gewesen wäre. Auch in Nordkorea gibt es ein Wachstum. In Südkorea ist er halt ein bisschen größer.

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