Die Welt eines rechten Wut-Bloggers

Reportage |
  • Der Patriot legt viel Wert auf seine Anonymität.
    foto: yilmaz gülüm

    Der Patriot legt viel Wert auf seine Anonymität.

Der SOS-Österreich-Blog warnt vor Zuwanderung und Islamisierung - Mit daStandard.at sprach der anonyme Betreiber über den "Verrat der Sozialdemokraten"

"Der Patriot", wie sich der Betreiber des Blogs sosheimat.wordpress.com nennt, sammelt und kommentiert seit mehr als zwei Jahren Artikel zum Thema Integration und Islam. Unter dem Titel "SOS Österreich" vertritt er Ansichten, die seine Kritiker regelmäßig als rechtsextrem bezeichnen. Er selbst sieht das nicht so. Er sei ein Patriot und gar ein "alter Sozialdemokrat".

Am abgemachten Treffpunkt tritt pünktlich ein Mann an meinen Tisch. Sportlich gekleidet, etwa Anfang 40. Es ist aber nicht der Patriot, sondern ein "Sicherheitsbeauftragter der Szene", wie er erklärt. Sein Name ist Josef H. Er spricht sehr höflich, lächelt viel und ist doch sehr bestimmt: Das Treffen könne aus Sicherheitsgründen nicht am abgemachten Ort stattfinden. Zu groß sei das Risiko, dass ein Komplize in einem Eck wartet und heimlich Fotos macht. Josef H. besteht darauf, dass ich mit ihm mitgehe. Wohin, das will er anfangs nicht sagen.

Der "linke" Nachbar von nebenan

Schließlich stehen wir auf und gehen in ein nahe gelegenes Café. Vor dem Eingang dreht sich Josef H. noch einmal kurz um. Er überprüft, ob uns jemand gefolgt ist. Dann gehen wir hinein. An einem Tisch sitzt der Patriot und trinkt Kaffee. Schwarzer Mantel, schwarze Weste, schwarze Hose.

Er spricht ruhig, weiß sich auszudrücken und wirkt gebildet. Er ist ein wenig wie der Nachbar von nebenan, den man zwar nicht so genau kennt, der aber total harmlos erscheint. Er trägt einen Ehering und bezeichnet sich als "Linken", wenngleich er darunter etwas anderes versteht, als es in Österreich heute üblich ist.

Sein Vorname ist Patrick, er ist Anfang 40 und arbeitet im Sozialbereich in Wien, wo er "täglich mit Migranten und Muslimen zu tun hat". Mehr will er über sich nicht in den Medien lesen. Während des Gesprächs fallen seine leicht zittrigen Hände auf, die er kaum zum Gestikulieren verwendet.

Über 10.000 Leser pro Tag

Er erzählt, wie es zu seinem Blog gekommen ist. Die Diskussion über das Verbot von Minaretten im Herbst 2009 in der Schweiz habe ihn inspiriert. Die Art und Weise, wie dort offen über die Gefahren des Islams gesprochen wurde, vermisste er in Österreich. So fing er an, Zeitungsberichte zu sammeln, die seiner Ansicht nach die "Islamisierung" dokumentieren. Später stellte er sie kommentiert online. Nach und nach fand er Gehör. Anfangs durchforstete er noch alleine die Medienlandschaft. Heute hat er nach eigenen Angaben ein Netzwerk von etwa 100 Autoren aufgebaut, die ihn auf Artikel aufmerksam machen.

Laut Zugriffsstatistik lesen durchschnittlich mehr als 10.000 Menschen täglich die Einträge. Verwaltet wird die Plattform von ihm und seiner Familie; 20 Stunden pro Tag, wie er sagt. Je nach Weltanschauung kann man die Einträge unterschiedlich lesen. "Österreich ist Europameister bei Antipathie gegenüber Migranten und Muslimen", steht da etwa. Der Hintergrund: Laut einer "Europäischen Wertestudie" werden in Österreich Menschen anderer Hautfarbe und Muslime am wenigsten geschätzt. In den Kommentaren wird das als frohe Botschaft gefeiert: "Endlich mal eine positive Meldung. Endlich mal etwas, worauf man stolz sein kann", schreibt ein Leser.

Persönlich sieht er in der Studie den Beweis, dass die Menschen den "Multikulti-Wahn" satt haben. Überhaupt seien "Multikulti-Veranstaltungen" heuchlerisch. Österreicher müssten sich dort zwanghaft an Ausländer anpassen und nicht umgekehrt.

FPÖ-Funktionärin beteiligt sich an Diskussion

Ein anderer Eintrag beschäftigt sich mit einer Fördermaßnahme speziell für Schüler mit Migrationshintergrund, dem "START-Stipendium". Es stellt u. a. monatlich 100 Euro und eine PC-Grundausstattung in Aussicht. Der Blog kommentiert das als "Inländer-feindlich" und als "Inländerdiskriminierung." Benutzer "Suli" sagt, die Türkenbelagerungen hätten "unsere Vorfahren erfolgreich bekämpft, jetzt beschmutzen wir ihren Erfolg". "Susa" fügt hinzu: "Kein Arbeitender hat Lust, diese Minderwertigkeit zu erhalten". Einen offenbar anders denkenden User stört es dagegen, "wie viele rassistische Hurenböcke wir eigentlich in diesem Land haben". Auch die Salzburger FPÖ-Funktionärin Karin Berger beteiligt sich an dieser Diskussion, allerdings wesentlich gemäßigter.

Für die Kommentare könne er nichts, sagt der Patriot - die gingen auch in anderen Medien in diese Richtung. Punktuell würde er immer wieder auch Kommentare löschen, weil sie zu heftig seien.

Die "Welt-Islamisierung"

Warum aber "SOS Österreich", wie der Patriot seinen Blog betitelt? Wovor gilt es Österreich zu schützen? Sein Feindbild ist klar: Es sind nicht "die Ausländer" oder "die Türken", sondern "der Islam". Dieser könne und dürfe niemals Teil von Österreich werden. Genauer nachgefragt geht es eigentlich um den politisch motivierten extremistischen Islam. Allerdings scheint sich der Patriot schwer zu tun, sich auch andere, aufgeklärtere islamische Strömungen vorzustellen.

Er spricht über die Islamisierung der ganzen Welt. In immer mehr Ländern würde man immer mehr verschleierte Frauen sehen. Ägypten, der Iran, Thailand und auch die Türkei seien Beispiele. "Das kann kein Zufall sein", sagt der Patriot. "Da muss es einen Plan geben." Wer in der Lage sein könnte, einen zentralen Welt-Islamisierungsplan zu organisieren und zu koordinieren, fällt ihm nicht ein.

Von der SPÖ zur FPÖ

Die heutige Situation in Wien empfindet er jedenfalls als eine dritte Türkenbelagerung. "Eine geistige Belagerung", sagt er. Er fühle sich in seinen Gedanken gefangen, weil viele Themen tabuisiert würden. Seinen Blog sieht er als Medium zur Gegenöffentlichkeit. Wer öffentlich Islamkritik übt, sei automatisch ein "Rechtsextremer".

Patrick war früher Mitglied der Roten Falken, einer Kinder- und Jugendorganisation der SPÖ. Im Lauf der Zeit habe nicht er sich verändert, sondern die Partei. Er fühle sich verraten. Heute sehe er sich am besten durch die FPÖ repräsentiert. Als "altem Sozialdemokraten" stößt es ihm auf, wenn die SPÖ oder die Grünen mit islamischen Vereinen, denen er eine politische Agenda nachsagt, "unter dem Deckmantel der Integration" zusammenarbeiten würden. Lösungsvorschläge für die konkreten Probleme, die die zweite und dritte Generation von Zuwanderern betreffen, kann er nicht anbieten. Auch die FPÖ könne das nicht, wie er sagt.

Ihn stört der türkische Nationalismus in Österreich. Gleichzeitig räumt er aber ein, dass Nationalismus auf der einen Seite den Nationalismus auf der anderen Seite verstärkt. Ist da ein SOS-Österreich-Blog nicht kontraproduktiv? Der Patriot sieht jedenfalls ein, dass ein Klima, wie es sein Blog mit erzeugt, die Gewaltbereitschaft gegenüber Minderheiten potenziell erhöhen kann. Nach dem Anschlag in Oslo überlegte er, seinen Blog einzustellen. Er wollte nicht als Hass-Blogger dastehen. Er hat sich dagegen entschieden. (Yilmaz Gülüm, daStandard.at, 23.1.2012)

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Posting 526 bis 575 von 1559
das ist genau das...

...was ich seit ca. einem jahr immer wieder mal poste...vergiss es, es wird da von dieser seite keine einsicht geben

Scheiden tut weh oder?

Schon gehört?
Heidi Klum und Seal lassen sich scheiden.

... bin mir sicher die linke Szene in Ö unterstellt ihr Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit!

hat das irgendwer in der "linken Szene" tatsächlich getan? (dann bitte um Beweise, Links oder sowas!).
Oder ist das einfach nur das, worüber "Sie sich sicher sind"? (weil Zweiteres interessiert bestimmt keinen...

Ich verweise auf ihren Nickname...

welch glorreiches statement. dafür haben sie sicher studieren müssen

Das Standard-Forum, von blauen Blindgängern geflutet?

ZOMG, das ich das noch erleben darf.
Hat jemand einen Link auf einem dieser IslamVerschwörungsHassTheorie-Blogs geteilt?

erstaunlich, ja

normalerweise wird es ja nur von einem roten blindgänger geflutet harhar.

wer österreich in den schmutz zieht

von wegen außländerfeindlich und so, der soll sich als inländer verabschieden nach sagen wir belutdschistan, dort gibt es bestimmt keine ausländerfeindlichkeit und als ausländer sowieso.
ich kann das dauernde gefasel von der ausländerfeindlichkeit schon nicht mehr hören.

Dieses "gefasel von der ausländerfeindlichkeit" ist ein Teil unseres Landes.

Selbst angeben Österreich nicht mehr zuhören zu können, aber andere wegschicken. Eine hervorragende Kombination für vorprogrammierte Einsamkeit, wirkt auch ein wenig verbittert.

Heute schon herzlich umarmt worden?

Eigentlich würde ich Ihn nicht unbedingt als Hass-Blogger bezeichnen, hab das nun eine Weile durchgesehen und er postet quasi keine Selbstgeschriebenen Berichte, sondern druckt lediglich Artikel aus anderen Medien (von FAZ über Standard, Presse, Welt und dieZeit, sowie anderen Blogs [die des öfteren keinen weiteren Quellenverweis haben]) inklusive Quellenangabe quasi 1zu1 ab, ab und zu noch ein paar eigene Zeilen am Ende, allerdings erst nach der Quellenangabe. Somit kann eigentlich jeder selbst entscheiden was er glauben kann und was nicht.
Meiner Meinung nach ist die Seite der AntiFa-Gruppierungen weit aggressiver, dort wird tatsächlich zu Gewalt u.ä. aufgerufen.
Oder irre ich mich?

an welcher Stelle und warum?

Meiner hoffentlich objektiven Meinung nach, recherchiert er einfach sehr einseitig (nona, als Blogger will er klarerweise teilen was er denkt) und verlinkt Artikel aus anderen Medien.

und zwar weil?

"derPatriot"vs.Radikaler Islam <- als würden sich Pepsi und Coca-Cola darum streiten, wer jetzt echtes Cola herstellt...

Liest man sich die ersten paar Artikel und vor Allem die Kommentare unter ‘Zitate, Statistiken + Fakten’ auf der Blogseite durch, wird sofort klar:

DIE WOLLEN EIGENTLICH EH GENAU DIE GLEICHE GESELLSCHAFTSORDNUNG WIE DIE ISLAM - FUNIS!

Leute wie "der Patriot" sind schlicht ang´fressen wei eben "ihre Marke(ihre Auslegung)" keine weltweite Monopolstellung sondern eben auch Konkurrenz hat.

Es ist tatsächlich an der Zeit für ein säkulär/human/aufgeklärt vs. reaktionär/grauslich.

Beunruhigend,

wenn ausgerechnet ein -offensichtlich intelligenter- Mann wie "Patriot" nicht mehr still sein will und Handlungsbedarf sieht.

Und zwar deshalb: >>Sein Vorname ist Patrick, er ist Anfang 40 und arbeitet im Sozialbereich in Wien, wo er "täglich mit Migranten und Muslimen zu tun hat".<<

Man kann ihm wohl kaum vorwerfen, nicht direkt in zunehmenden Problemen mit Migr. und Musl. involviert zu sein bzw. nichts davon zu verstehen.
Genau so ergeht es übrigens auch Lehrern, Polizisten, Kaufhausangestellten und Krankenhauspersonal, im Grunde direkte Zeugen, deren mahnende Hilferufe sofort als übertriebener Nationalismus abgetan werden.

Politisch korrekt bleiben bis zur Schmerzgrenze und darüber hinaus, lautet offenbar die (Kuschel) Devise.

>>Sein Vorname ist Patrick, er ist Anfang 40 und arbeitet im Sozialbereich in Wien, wo er "täglich mit Migranten und Muslimen zu tun hat".<<

Solche nicht überprüfbaren Aussagen sind wertlos. Gleich Sparte wie: "Ich hab ja auch viele Ausländer als Freunde, ABER....."

ich wohne in wien in einer "migrantisch geprägten" gegend. ich habe in diversen jobs mit moslems zusammengearbeitet, mit männern aus dem arabischen raum, aus pakistan, mit einigen türkinnen. derzeit bin ich in ausbildung zur HS-lehrerin und habe in schulen im 10. und 12. unterrichtet.
ich habe NIE negative erfahrungen mit moslems gemacht und die meisten, die ich näher kennengelernt habe, haben mit religion nicht viel am hut oder sind trotz gläubigkeit sehr umgänglich und alles andere als fundamentalistisch (eine kopftuchträgerin arbeitet UND studiert, während ihr mann den haushalt schupft).
als sozialarbeiter sieht man natürlich ungute dinge. das gilt aber auch für sozialarbeiter, die überwiegend mit österreichern zu tun haben.

nein, so lautet die linke-wegschau devise!

Ich arbeite auch mit MigrantInnen ebenfalls im Sozialbereich, wohne in einer migrantischen Gegend und ich könnt auch einiges erzählen!
Wie ein Mensch aber bestimmte gesellschaftliche Entwicklungen einordnet, hängt stark von seinen Ansichten und Wertesystem ab. Und Sozialdemokrat zu sein, heißt mal gar nix, weil links sind die nur aus Sicht der Rechten...
Eines kann ich aber definitiv sagen: ich sehe keine Fortschreitende Islamisierung oder Überfremdung! Wohl aber perspektivlosigkeit und Entfremdung und DAS ist eine Gefahr!!!

HilfsarbeiterInnen

ohne Schulabschluss oder ordentliche Ausbildung haben auch wenig Perspektive. egal ob autochthon oder nicht, egal welche Konfession.
Wer heute nicht iordentliche Schreiben, Lesen und Rechnen kann, findet keine gscheite Anstellung (oder Lehre).

So isses, hat aber mit Islamisierung nix zu tun...

1. mit besser ausgebildeten lehrern könnten alle kinder mehr lernen.
2. auf jobsuche reicht schon ein akzent aus, um grob benachteiligt zu sein.
Eine hübsche und fleißige Arbeitskollegin von mir kommt aus Polen, spricht sehr gut Deutsch, hat Matura und studiert an der TU. Ihr Problem: Sie hat einen starken Akzent. Ich hab noch nie Probleme gehabt, eine Stelle als Kellnerin zu finden, sie hingegen schon. Manchmal sagt man ihr, dass die Kunden viel Wert darauf legen, dass man gut Deutsch spricht (sie spricht sehr gut deutsch, nur halt mit Akzent!). Meistens kriegt sie nichtmal einen Bewerbungstermin, allein wegen des Namens (mir ist das bis auf einmal noch nie passiert, dass ich nicht zum Vorstellungsgespräch eingeladen wurde)

An der lehrerausbildung allein liegts nicht, das ganze Schulsystem ist hoffnungslos veraltet und überfordert!

Scheinheiliges Verständnis?

>>Man kann ihm wohl kaum vorwerfen, nicht direkt in zunehmenden Problemen mit XYZ involviert zu sein bzw. nichts davon zu verstehen.<<

Es ist wichtig, den Anteil von Mitarbeitern mit "Migrationshintergrund" zu erhöhen, die dazu beitragen können, dass sich diese Mitmenschen besser angenommen fühlen.

Ein teutscher Spruch: Wie man in den Wald hineinruft, so kommt es zurück. Wenn sich die Effen nicht daran halten, ist das Kalkül. Ihre Hetze gegen Andersdenkende zielt darauf ab, dass wir uns beim Anblick von Mitmenschen mit äußerlich erkennbarem "Migrationshintergrund" bedroht oder belästigt fühlen. Diese Fernsteuerung soll uns zu Mitläufern der Rassisten machen. Es liegt an uns, das nicht zu sein.

Was soll an Patriotismus intelligent sein?

Ein Massenkollektiv muss immer durch eine künstliche Idee zusammengehalten werden. Eine Nation ohne Patriotismus ist nicht definierbar und wird früher oder später zerfallen.

Eine Nation ist per Gesetz definiert.
Das Problem am Patriotismus ist, dass er häufig mit Nationalismus und Xenophobie verbunden auftritt.

http://www.sueddeutsche.de/wissen/li... n-1.912131

Keine Frage, das ändert nichts an meiner Aussage, die hauptsächlich systemtheoretisch motiviert ist. Eine Alternative zum Patriotismus kann nur eine Weltregierung sein und die ist natürlich alles andere als das Gelbe vom Ei und erhält sich ihrerseits nur durch eine Art "patriotische" Idee. Es war auch der Hauptfehler der Europäischen Union, dass sie ihre Existenz mit irgendwelchen nüchternen ökonomischen Vorteilen rechtfertigte. Wollte die Union wirklich als stabiles System, das von Menschen anerkannt wird, überleben, so kommt sie um das Propagieren einer emotionalen, verbindenden Überidee, wie eben EU-Patriotismus nicht hinweg. Ebensowenig wie über den äußeren Feind, der die Negation dieser Idee darstellt und das System stabilisiert.

Stimmt, scheinheiliges Engagement für Dritte auf Kosten der eigenen Gesellschaft um seine angeblich überlegene Moral zu beweisen ist natürlich viiiiiel intelligenter

"Patriot" ist ein Nickname.
Sie nennen sich "nihiliste hivernale" und ich frage Sie, was daran intelligent sein soll.

Man kann Patriotismus auf zwei Arten verstehen

Die Interpretation, wonach man gefälligst auf alles Stolz zu sein hat, was aus der Heimat kommt, ist trübsinnig und kleingeistig.

Allerdings spricht nichts dagegen auf die Heimat stolz zu sein, so sie sich durch besondere Einrichtungen/Leistungen/Wohlstand/etc von anderen Ländern o. ä. abhebt.

keine doppeldeutung

patriotismus ist die emotionale bindung zu seinem land per definition

patriotismus an und für sich ist weder intelligent noch blöd mein lieber mann/frau!!

es ist aber leider so. dass dieses wort halt gerne von einer gruppe über gebühr benutzt wird. und dieses dadurch negativ besetzt ist.

Patriotismus an sich ist negativ, egal von welcher Gruppe verwendet.

sie verwechseln patriotismus mit nationalismus. gegen patriotismus ist nichts zu sagen, gegen nationalismus viel.

Nur tun das nachgewiesenermaßen häufig auch die Patrioten selbst.

wobei vom sprachlichen noch zu bemerken wäre: ein patriot kann nichts verwechseln, der ist entweder ein patriot, oder ein nationalist. er kann höchstens im glauben sein, ein patriot zu sein, obwohl er schon ein nationalist ist. aber, wenn er ein nationalist ist, ist er kein patriot und umgekehrt.
hoffe, ich hab mich halbwegs klar ausgedrückt.

und? wenn sie so eine verwechslung bemerken, klären sie halt denjenigen auf.

danke für ihr sehr eingeschränktes weltbild!

unterscheidet sich kaum von dem des "patrioten" im bericht!
dankens mal darüber nach!

Natürlich ist patriotismus blöd, weil er auf nichts als auf der gnade der geburt beruht.

anscheinend zerpflügt die zensi grad jeden beistrich bei meinem post ;)

und dass patriotismus nicht unbedingt negativ sein muss.
hier ein kleines gstanzl von jackson browne
http://www.youtube.com/watch?v=saYvWAVmT_s

so gesehen bin ich wohl ein patriot.
es ist und bleibt reine definitionssache.
sie sehen es nur negativ. ich kann dem wort durchaus etwas positives abgewinnen.

Ich glaube darauf wollte der erste Post nicht aufmerksam machen...
Finde "Patriot" auch schlecht gewählt, das Wort ist einfach zu negativ behaftet (wie Sozialismus in den USA zb, da is genau das umgekehrte Beispiel dafür mit dem Patriotism..)
Aber einen wahren Kern hat der Beitrag leider in der Tat - wenn political correctness eine vernünftige Debatte verhindert, ist das im Prinzip dasselbe wie das "toleranz-Geschreie" der Intoleranten.

das ist reine definition sache.

warum sollte man nicht auf sein geburtsland stolz sein? es sollte aber nicht sein, dass man andere leute mit andere nationalitäten als tendenziel mediocer zu bezeichnen. das wird aber meist von leuten, die den patriotismus nur als deckmantel für nationalismus benutzten häufig gemacht. im übrigen sehr häufig von türcken, serben und kroaten in österreich!

ein biedermann, ein ehrenwerter mann, der gar nicht anders kann...

wer's glaubt.

Mir kommts auch sehr konstruiert vor...

wozu die aufregung. ein kerl der irgendwelche halbwahrheiten postet und seine eigene merkwürdige weltsicht offenlegt... dann aber nicht mal sein gesicht zeigen will.

armer kerl, soll sich daheim einsperren und aufrüsten. warum bietet man solchen noch platz hier?

weil seine meinung den gleichen wert wie dieine hat

Und wo bleibt mein Interview?

da

brauchst nen blog
mit 10.000 klickern dann schenk ich da eins im ökm:))

Weil das Thema einen Nerv trifft, wie man an den doch schon fast 800 Kommentaren sehen kann.

Dass er anonym bleiben möchte wissen Menschen, denen er ein Dorn im Auge ist, natürlich sofort als Schwäche zu deuten. Für mich ist die Handhabe seinerseits aber total verständlich - seine Meinung sagen und in dem Umfeld arbeiten, in dem er arbeitet, macht angreifbar und ist potentiell sehr gefährlich für ihn.

Meinungen sind Meinungen. Wenn's ein Blödsinn ist, muss man sie als solchen abtun. Ich werde mir den Blog noch ansehen müssen, um zu wissen, was ich davon halten soll. Es klingt jedoch im Augenblick für mich so als ob die Autorin dem Mann eher negativ gegenübersteht, diesen suggestiven Eindruck sollte man versuchen auszublenden.

Posting 526 bis 575 von 1559

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