Kritiker über SOS Österreich

"Islamfeindlich" und "rechtsextrem"

23. Jänner 2012, 10:38

Der Blog wird vom DÖW bereits beobachtet - Die Anonymität des Betreibers verhindert eine Anzeige

Von den Grünen und dem Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW) wird der SOS-Österreich-Blog als "islamfeindlich", "rassistisch" und "rechtsextrem" eingestuft. Die Salzburger FPÖ-Funktionärin Karin Berger hat sich an einer Diskussion in diesem Blog beteiligt. Auf Nachfrage von daStandard.at bezeichnet sie SOS Österreich als "prinzipiell nicht schlecht". Punktuell gelang es dem Blog auch schon, breitere Debatten auszulösen.

"Üble Kommentare"

Der Grüne Nationalratsabgeordnete Karl Öllinger, der die Plattform Stoppt die Rechten betreut, schätzt den SOS-Österreich-Blog als den größten der rechten Szene in Österreich ein. Nach seinen Beobachtungen sind die Einträge selbst weniger problematisch. "In den Kommentaren darunter spielt es sich ab", sagt Öllinger. Islamfeindlichkeit, der Islam als Bedrohung, Ausländerfeindlichkeit sowie der "Vaterlandsverrat der Politiker" zählten zu den häufigsten Themen. Unter den ständigen Kommentatoren befänden sich nach seinen Informationen auch bekannte Rechtsextreme.

Heribert Schiedel vom Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes bezeichnet den Blog als "übel rassistisch und islamfeindlich". Für ihn stellen nicht nur die Kommentare, sondern auch viele der Einträge selbst eine Verhetzung dar. Lediglich die Anonymität des Betreibers hindere ihn an einer Anzeige. Das DÖW beobachtet den Blog bereits seit dessen Entstehung.

"Nicht schlecht"

Die Landesobfrau der Initiative Freiheitlicher Frauen (IFF) in Salzburg, Karin Berger, sagt, sie sei über den Ring Freiheitlicher Jugend (RFJ) auf den Blog aufmerksam geworden. Sie verfolge ihn zwar nicht regelmäßig, findet ihn aber prinzipiell "nicht schlecht, weil man da Sachen liest, die es woanders nicht gibt".

Im Spätsommer 2010 war es der SOS-Österreich-Blog, der auf eine Milchkampagne der NÖM aufmerksam machte. In türkischen Supermärkten gab es Milchpackungen der NÖM, auf denen auf zwei von vier Seiten "Süt" (Türkisch für Milch) zu lesen war. Auf Facebook bildete sich eine Protestgruppe. Bald darauf griffen auch die großen Tageszeitungen das Thema auf. (Yilmaz Gülüm, daStandard.at, 23.1.2012)

Kommentar posten
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offenes sprachrohr
 
10
26.1.2012, 11:41
an die landesobfrau

was bedeutet für Sie Heimatkultur?

Sissi & Franz, Alpen, Kühe?

würde Sie mal gerne bei einem Türkei Urlaub beobachten..:)

GiordanoB
10
26.1.2012, 17:15

Würde dich gerne mal bei einem Heimaturlaub beobachten! ^^

Siss&Franz, Alpen und Kühe ist zwar etwas sehr vereinfachend, bringt es aber teils gut auf den Punkt.
Denn das könnte stellvertretend stehen für Geschichte, Geographie, Kultur bzw Lebensweise.
Die Almwirtschaft und die von ihr geprägte Kultur Mitteleuropas etwa ist bereits Jahrtausende alt.
Aber das wusstest du sicher...

fred bull
11
23.1.2012, 23:06
da das döw auf dem einen auge blind ist (bzw es sich zuhält),

muss man schon eine solche hetze entfalten, wie es dieser blog tut, dass man nicht mehr ignorieren/beschönigen kann. bemerkenswert, dass man sich in diesem milieu heute auch gewissermaßen „linke“, „westliche“ werte auf die fahnen heftet (u.a. frauen-emanzipation),die man eigtl. ablehnt, um moslems hässlicher aussehn zu lassen. mit „islamkritik“ kann man auch einen emanzipativen ansatz vorheucheln (auch strache übt sich im verwischen der grenzen).

altheaal
22
24.1.2012, 12:05

im feiheitlichen programm ist man abgekommen von der deutschen kulturnation als bezugspunkt für ihren nationalismus (zumindest im mainstream), weil er out ist. jetzt werden neue bezugspunkte für die nationalismus gesucht, für die konstruktion einer gemeinsamen nationalen identität. der islam als anderes bietet sich da an, um in abgrenzung dazu das selbst zu formen. dadurch werden die grenzen der eigenen identität anhand der abgrenzung zum islam errichtet. dadurch lässt sich die themenverschiebung, wie z.b. freuenrechte oder meinungsfreiheit, erklären!

für die islamfeindlichen geht es nicht um den islam, sondern um die eigenen unsicherheiten in der identität!

Karin Berger3
105
23.1.2012, 22:36
Teil 5

werden wir gut daran tun die Heimatkultur zu bewahren und zu verteidigen,
damit unsere Nachkommen ebenso damit aufwachsen dürfen und sich nicht in einem Strudel aus Multikultibrauchtum wiederfinden müssen.
Da bedarf es keine mehrsprachigen Zeitungen oder ähnlichen Maßnahmen. Es bedarf lediglich eine menschliche Kultur die den Leuten zeigt wie wir leben,
und die, die damit kein Problem haben, sind ja auch herzlich wilkommen diese Lebensart mit uns zu teilen.

mit freundlichen Grüßen
Karin Berger
Landesobfrau
Initiative´Freiheitliche Frauen
Salzburg

Lady Pyrra of Danubien
 
00

"Strudel aus Multikultibrauchtum" = NLP Newspeak.

Und immer noch weiss ich nicht, welche Tradition oder welchen Brauch GENAU Sie eigentlich durch den Strudel bedroht sehen, alleine dadurch, dass es andere Traditionen auch nocht gibt.

Trismegisto
 
11
24.1.2012, 08:35

die "Heimatkultur" ist aber auch nicht etwas, das vor vielen Jahren einfach so in Existenz gekommen ist, und sich seitdem nicht mehr verändert hat.
Sondern die ist aus Einflüssen diverser Kulturen entstanden, natürlich auch von Einwanderern.
So eine "Heimatkultur" kann man nicht so bewahren, dass sie sich nicht verändert.
Veränderungen zu fürchten verhindert sie nicht.

GiordanoB
10
25.1.2012, 02:42

Stimmt teilweise.
Aber jemand der für wirklich alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein.

ichbinsofrei.net
16
23.1.2012, 23:57

Danke, aber ich möchte nicht Ihre Lebensart teilen.

qwertztt
11
23.1.2012, 23:19

Was definieren Sie als "Heimatkultur"?

Ich schätze ich habe ein anderes Bild von Heimatkultur als die FPÖ und die meisten anderen Österreicher (wohl hat jeder ein anderes Bild von "Heimatkultur", was immer das auch sein soll)

Wer definiert die "Heimatkultur"? Wenn es nach Teilen der FPÖ geht müsste ich mit der Deutschlandfahne herumwedeln...nach anderen ist der Musikantenstadl die "Heimatkultur

Wo wird Ihre "Heimatkultur" gefährdet, wenn andere "Kulturen" (auch meine in vielen Facetten abweichende österreichisch gesehene "Kultur") neben Ihrer exisitiert? Haben Sie dann nicht Ihre "Heimatkultur" zu wenig gefördert bzw. warum sind die "Anderen" daran schuld?

GiordanoB
01
25.1.2012, 02:44
Heimatkultur klingt zu altbacken, besser so...

Österreichische Kultur ist die Menge alles Materiellen und Imateriellen mit Österreichbezug, das im prägenden Kontext von Umwelt und Geschichte - über einen ausreichend langen Zeitraum - und von einer ausreichend großen wie qualifizierten Personengruppe (id Regel eine lokale oder absolute Mehrheit) anerkannt und als solches gesellschaftlich immanent (wirksam) wird.
Wobei es sich von Vergleichbarem anderer Regionen graduell unterscheidet oder überhaupt einen isolierten Topos darstellt.

qwertztt
10
23.1.2012, 22:53

Was definieren Sie als "Heimatkultur"?

Ich schätze ich habe ein anderes Bild von Heimatkultur als die FPÖ und die meisten anderen Österreicher (wohl hat jeder ein anderes Bild von "Heimatkultur", was immer das auch sein soll)

Wer definiert die "Heimatkultur"? Wenn es nach Teilen der FPÖ geht müsste ich mit der Deutschlandfahne herumwedeln...nach anderen ist der Musikantenstadl die "Heimatkultur

Wo wird Ihre "Heimatkultur" gefährdet, wenn andere "Kulturen" (auch meine in vielen Facetten abweichende österreichisch gesehene "Kultur") neben Ihrer exisitiert? Haben Sie dann nicht Ihre "Heimatkultur" zu wenig gefördert bzw. warum sind die "Anderen" daran schuld?

"Da bedarf es keine mehrsprachigen Zeitungen"

Also Zensur, soll die Antwort sein

W123
11
24.1.2012, 18:42

Nachdem hier keiner etwas mit Heimatkultur anfangen kann, was ich ziemlich bedauerlich finde, werde ich sie beschreiben. HK ist alles vom Menschen geschaffene, spezifisch Österreichische. Das reicht von den österreichischen Dialekten, über die Kulinarik (versuchen's mal in D einen guten Kornspitz zu kriegen), über den grantelnden wiener Kellner bis zun Neujahrskonzert, ein Teil unserer österreichischen Kultur, für die uns die ganze Welt bewundert. Die österreichisch HK, ist das, was uns vielleicht fehlt, wenn wir längere Zeit im Ausland sind. Oft weiß man erst dort bestimmte Dinge in Österreich zu schätzen.

anders and
 
27
23.1.2012, 22:52
richtig, wir müssen unsere Heimatkultur bewahten!

Halloween, Popmusik, Punk, Pizza, Valentinstag, Weihnachtsmann, Yoga, Tango - wir müssen diese Heimatkultur vor dem Mulitkultibrauchtum schützen, sofort!!!

GiordanoB
11
25.1.2012, 02:46

Wer Kultur auf Schnitzel, Pizza- und Dönerniveau definiert hat jedenfalls keine Kultur.

anders and
 
11
25.1.2012, 08:22
Richtig,

darum habe ich auch in der Aufzählung von acht Punkten nur eine Speise aufgezählt: weil die zwar nicht die Kultur ausmachen, aber auch ein Teil von ihr sind.

Karin Berger3
92
23.1.2012, 23:22
Niveaulose Diskussion

Ich hatte ganz vergessen, dass nur die wenigsten die in linken Foren posten, auch das nötige Niveau mitbringen. Wird nicht mehr vorkommen, dass ich mich hier zur Wort melde! Schade um die Zeit.

Lady Pyrra of Danubien
 
00

..und dafür möchte ich Ihnen von ganzem Herzen danken!

W123
10
24.1.2012, 05:56
Toleranz ist für viele Linke ein reines Lippenbekenntnis.

Sie wird nur jenen Zugestanden, die ins PC-Schema passen, im echten Leben oft nicht 'mal das. Für alle anderen, sprich denjenigen, die rechts oder konservativ denken, gilt das nicht. In Internetforen sollte man aber auch nicht zu dünnhäutig sein. Es war erwartbar, dass Sie als FPÖ-Vertreterin hier nicht mit Pauken und Trompeten erwartet werden, was aber auch daran liegt, dass ihre Partei ihren Gegnern mit einigen Aktionen ( Winters Aussagen, Causa Scheuch , "Wiener-Blut"-Plakate, Kurzmanns Mitgliedschaft der Kameradschaft IV der Waffen-SS (!), klare Abgrenzung zur NS-Diktatur nur in Wort und Schrift aber in der Alltagspolitik unzureichend) Steilvorlagen liefert. Das alles macht es einem "Rechten" wie mir verdammt schwer, die FPÖ zu wählen.

qwertztt
12
24.1.2012, 00:35

zur Heimatkultur gehört scheinbar Humorlosigkeit und die beleidigte Leberwurst mimen....

Lady Pyrra of Danubien
 
00

ja, ja ich denke das wehleidige Ang'rührt-sein gehört irgendwie zur Österreichischen Heimatkultur.

qwertztt
10
24.1.2012, 00:09

Wenn man mal wüsste was die "Heimatkultur" ist, könnte man darüber diksutieren, um das "Niveau" zu heben...Wer definiert eigentlich die Heimatkultur?

(gehört "Niveau" zur Heimatkultur obwohl das Wort aus Frankreich kommt? Fragen über Fragen...)

Père Jules
22
23.1.2012, 23:52

ja, wirklich schade um die 3 sekunden copy/paste einer standardisierten effenabsonderung, die ich genau so sicher in dutzenden anderen foren finde - als erstes zb gleich auf sosheimat.com, verfasst am 7. Januar 2012 um 13:54 als reaktion auf eine gar schauerliche meldung über feindliche maßnahmen zur unterwanderung unserer völkischen substanz:

https://sosheimat.wordpress.com/2012/01/0... -wir-mehr/

also - wo woar Ihr leistung?

anders and
 
37
23.1.2012, 23:40

"ihr seid so blöd, ich will nicht mehr mit euch spielen"

Die Reflexe aus dem Kindergarten funktionieren bei den meisten FPÖ-Postern noch hervorragend.
So etwas verlernt man halt nicht - sogar wenn der Kindergarten in einer anderen Kultur gelegen ist.

qwertztt
04
23.1.2012, 23:31

Was definierens jetzt als "Heimatkultur"?

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