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Das Schlumpfine-Prinzip beschreibt den Umstand, dass in einem an ein allgemeines Publikum gerichteten Programm maximal eine weibliche Hauptfigur enthalten sein kann.
Während es besonders in Hollywood-Produktionen und dem Mainstream-Kino für männliche Charaktere eine Fülle an Möglichkeiten, Konstellationen und Konflikten gibt, sind die weiblichen (Haupt-)Rollen auf wenige Funktionen beschränkt. Sie sind umkämpfe Preise, die den männlichen Hauptrollen am Ende des Filmes verliehen werden, visuell ansprechender Schmuck oder - im Falle von Zeichentrick, Comics und Superhelden - weibliche Kopien, Östrogen-Versionen der männlichen Protagonisten ohne eigenes Profil.
Der Gleichberechtigungstest
Der sogenannte Bechdel-Test ist ein nach der amerikanischen Comicautorin Alice Bechdel benannter Fragebogen, den sie in ihrem Comic "Dykes to Watch out for" entwarf. Der Test besteht aus drei simplen Fragen, mit denen man die Präsenz weiblicher Charaktere und ihren Beitrag zur Handlung des Filmes bestimmen kann. Die Fragen sind: Hat der Film mindestens zwei weibliche Figuren, die einen Namen haben? Sprechen diese zwei Figuren miteinander? Und sprechen sie über etwas anderes als einen Mann oder Männer?
Der Bechdel-Test ermittelt die Präsenz weiblicher Charaktere und ihren Beitrag zur Handlung.
Es ist erstaunlich, wie viele Filme diesen einfachen Test nicht bestehen. Man sollte aber beachten, dass dieser Test nicht die allgemeine Qualität eines Filmes beurteilt oder zeigt, ob ein Film prinzipiell feministisch ist oder nicht. Er ist ein Maß dafür, welche Rolle weibliche Figuren in Plots und Storylines spielen - und das sind oft maximal Nebenrollen. In der stark männlich dominierten Welt der Drehbuchautoren, Regisseure und Produzenten ist es kein Wunder, dass keine authentischen und bedeutenden Geschichten mit weiblichen Figuren entworfen werden. Es ist ein systematisches Problem, das mit der Unterrepräsentation von Frauen in der Filmbranche zu tun hat.
Den "Gleichberechtigungstest" kann man übrigens auch auf "colored people" - wir würden wohl Menschen mit Migrationshintergrund dazu sagen - anwenden. Hier müsste ein Film, um zu bestehen, mindestens zwei benannte Charaktere haben, die miteinander über etwas anderes sprechen als "Weiße" bzw. Angehörige der Mehrheitsbevölkerung. Man sieht schnell, dass die Kino- und Fernsehwelt noch in den Kinderschuhen steckt, was angemessene Thematisierung von Diversität angeht, denn dass Migranten miteinander in einem Film sprechen, passiert noch seltener, als dass Frauen miteinander sprechen.
Gargamel erschafft Schlumpfine, eine verführerische Schönheit.
Das Schlumpfine-Prinzip
Ein mit dem Bechdel-Test eng zusammenhängender Indikator ist das Schlumpfine-Prinzip. Es beschreibt, dass in einem an ein allgemeines Publikum gerichteten Programm maximal eine weibliche Hauptfigur enthalten sein kann. Entdeckt wurde es von der Schriftstellerin und Kritikerin Katha Pollitt, die es nach der berühmten kleinen blauen Zwergin benannte, die ganz alleine ist unter lauter männlichen Schlümpfen. Zu allem Überfluss wurde Schlumpfine ursprünglich sogar durch den Bösen Zauberer Gargamel in die Schlumpfenwelt eingeführt, um Zorn und Zwist zu säen. Als die Schlümpfe hinter Gargamels Plan kommen, verwandelt Papa Schlumpf die schlechte, schwarzhaarige, böse Schlumpfine in eine gute Seele - ab diesem Zeitpunkt mit langer blonder Mähne, hohen Schuhen, langen Wimpern und kurzem Röckchen.
In sowohl an Kinder und Jugendliche als auch an Erwachsene gerichteten Programmen gibt es die starke Tendenz zu einer disproportional hohen Anzahl an männlichen Charakteren - und das, obwohl 52 Prozent der Weltbevölkerung von Frauen gestellt wird. Oft erschöpft sich die Handlung in der Interaktion zwischen der hübschen Schlumpfine und ihren diversen und ausdifferenzierten männlichen Kompagnons - siehe TV-Serien wie die "Muppets" und "Winnie Pooh", "The Big Bang Theory" und "New Girl".
Ich bin keine Feministin, aber ...
Eines der gemeinsten und beleidigendsten Stereotype der Filmwelt wird im Englischen "the straw feminist" genannt. Es handelt sich hier um eine weibliche Figur, die manche gerne als "Kampflesbe" bezeichnen würden. Sie ist eine schon am Aussehen erkenntliche Feministin, die, möglicherweise noch vegan lebend und als Umweltaktivistin auftretend, die Handlung größtenteils durch ihre manchmal irrationalen und absurden, oft aber einfach berechtigten Forderungen nach Gleichberechtigung prägt. Diese Feministinnen sind meist negativ dargestellt und sollen oft einen Gegensatz zu emanzipierten, selbstbestimmten und starken weiblichen Hauptrollen darstellen. Wichtig ist hierbei zu zeigen, dass die vorbildliche weibliche Hauptrolle sich von feministischen Strömungen distanziert, da es nur eines gibt, was schlimmer ist, als Frau zu sein, und das ist es, eine Feministin zu sein.
In der dritten Staffel der Detektivserie "Veronica Mars" zum Beispiel muss die humorvolle und vorbildliche Hauptfigur sich mit einer Gruppe gewalttätiger und krimineller Feministinnen herumschlagen. In "Natürlich Blond" begegnet der erfolgreichen Anwältin ständig ein Charakter, dessen Hauptanliegen es ist, "Semester" in "Ovester" umbenennen zu lassen, und die in jeder Folge die Welt rettenden Powerpuff-Girls werden in einer Folge von einer feministischen Superheldin dazu verleitet, in jeder kleinsten Aktion eine Verletzung der Frauenrechte zu sehen. Diese Darstellung zielt darauf ab, Feminismus als negativ und unnötig abzustempeln, und führt unter anderem dazu, dass junge Frauen folgenden eigentlich widersprüchlichen Satz von sich geben: "Ich glaube an die Gleichberechtigung von Männern und Frauen ... Aber ich bin keine Feministin!" (Olja Alvir, daStandard.at, 6.6.2012)
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Amerikanische „Kultstreifen“ wie „The Fast and the Furious“ dominieren ganze Gesellschaften. Coole Typen, heiße Öfen und „scharfe Schnitten“ - gepaart mit teils stupiden Unterhaltungen, mehr brauchts anscheinend nicht, um den „Pöbel“ zu belustigen! Daraus entstehende Ableitungen, wie etwa der österreichische Beitrag zur Niveaulosigkeit „Saturday Night Fever“ oder Hartz 4 – TV„Big Brother“ sind nur die logische Folge, quasi das tätowierte Dollarzeichen auf den Stirnen der Fernsehbosse verschiedener Privatsendeanstalten. Frauen haben Geschichten zu erzählen und genau diese wären auf diversen Leinwänden mal interessant anzutreffen.
Nicht die Ausprägung der Oberweite sollte zählen, sondern die des Charakters, der Empathiefähigkeit oder Einblicke in individuelle Weltanschauungen und Ideen von Vertretern des weiblichen Geschlechts! Leider inkompatibel mit der „Sex sells“ – Strategie! (der Kapitalismus lässt grüßen) Stellt sich für mich nur die Frage: Was ist schlimmer? Die Verantwortungslosigkeit der Drehbuchautoren solcher Filme – oder die, die sie leidenschaftlich konsumieren? Es lebe die Oberflächlichkeit, auf Kosten der Visionärinnen (unter Körbchengröße D).
bei männern gibts genau 3 hauptrollen die in den filmen zu fast 100% vorkommen:
- der supercoole obermacker der jede situation mit links schafft (trifft auf fast keinen existierenden mann zu)
- der volltrottel der dauernd alles falsch macht
- der volltrottel der versucht eine frau zu beeindrucken obwohl er nichts auf die reihe bekommt.
ist mir aber wurscht- hauptsache der film ist unterhaltend.
Immer, wenn ich ein kurzes Stück der ATV - Sendung "Saturday Night fever" sehe (zu mehr reicht es nicht, weil der Unmut zu groß wird), kann ich nicht verstehen, dass niemand, der sich echt um die Anliegen der Frauen kümmert, gegen diese Sendung schärfsten Protest einlegt. Die Art, wie hier mit Mädchen und jungen Frauen gesprochen und umgegangen wird, ist schlicht und einfach letztklassig, unzumutbar und wirklich abzulehnen.
Ich bin ein Mann, über 60, in meiner Jugend hat es weder Gendering noch dieStandard gegeben, aber so hätten nur absolute Unterschichtler mit Frauen gesprochen.
Ich verstehe nicht, dass Leute, die sich mit Sexismus befassen, gegen diese letztklassige Sendung nicht Sturm laufen!
Das wäre wichtiger als ein Binnen-I!
ich möchte mir nicht ausmalen welches niveau die macher dieser sendung haben, sowie die, die den schmarren genehmigen und die die sich bei dem haarsträuben blödsinn filmen lassen - ist ja privatfernsehen, also kann man noch so idiotischen schwachsinn senden - es wäre vielleicht nicht schlecht, diesen leuten vielleicht einen spiegel vorzuhalten - es kann ja nur fremdschämen rauskommen. es erinnert an die alte geschichte mit prominenten nacktfotos - outing und voyerismus pur
hinterher kommt das jammern: man war jung, blöd und brauchte geld
ist der letzte satz nun auch wieder nicht. auch wenn es wissenschaftlich gesehen unterschiedliche formen des feminismus gibt, so habe ich noch von keinem feministischen vertreter im zuge ihrer gleichberetigungsforderungen gehört:
frauen zwangsverpflichtung zum bundesheer-wegen der gleichberechtigung.
abschaffung der jur. ungleichbehandlung bei scheidungen und sorgerechtsstreitigkeiten
pensionsanhebung auf 65-oder gleich 70-wegen der höheren lebenserwartung usw.
um tatsächliche gleichberechtigung geht es nur selten, nicht das dies den kampf für frauenrechte weniger wichtig machen würde, man sollte aber auch das kind beim namen nennen...
hast du in letzter Zeit den so geredet?
Ich kenne viele Feminist_innen die sich auch gegen soziale Ungerechtigkeiten wie Wehrdienst oder Pensionsanhebungen einsetzen.
Ich find's ja immer recht amüsant dass genau auf diese drei Themen abgezielt wird wenn's um Frauen geht. Dass es sonst viel mehr Bereiche gibt, in denen Frauen aktiv diskriminiert werden (Bildung, Medien, Beruf, Kindererziehung, Haushalt, Prostitution, Wahlrecht bzw allgemein Politik, ...) wird gern mal vergessen.
Du wirst keinen feministischen Slogan wie "Wehrdienst, Pensionsanhebungen, ... - Ungerechtigkeit für jedes Geschlecht!" finden.
es werden 1/3 mehr buben als mädels zu schulabbrechern oder schaffen nichtmal die mittlere reife.
1/3 mehr mädels als jungs machen die matura, 1/3 mehr mädels als jungs schaffen einen akademischen abschluß..
in der bildung werden frauen massivst gefördert während die männer die verlierer sind.
hallohallo, natürlich fordern durchschnittliche weibliche arbeitssklavinnen nicht: bitte, bitte, wir wollen unter genau den gleichen unterdrückungsmechanismen leiden wie durchschnittliche männliche arbeitssklaven?? gleichberechtigung heißt doch nicht, "wir wollen nicht, dass die die freiheiten haben, die wir nicht haben", sondern "wir wollen gemeinsam frei sein".
tja und matura nützt halt auch nix, wenn man dann für die kinder daheimbleibt, weil da mann eh mehr verdient und so...
Ich bin auch ein befürworter der Gleichberechtigung und finde es auch richtig, dass man sich dafür einsetzt, aber ich habe manchmal so das Gefühl als würden sich manche aktivistinen nur die Vorteile herauspicken wollen. Wenn Gleichberechtigung, dann aber nicht nur gleiche Rechter, sondern auch Pflichten (grundwehrdienst?!). Es wird auch immer nur von den Löhnen gesprochen nicht vom pensionsantrittsalter.
Es stellt sich auch die frage,ob vollkommene gleichheit überhaupt möglich beziehungsweise sinnvoll ist. Ich meine nach Millionen von Jahren Evolution gibt es halt 2 geschlechter, wenn ungleichheit so schlecht wäre, würden wir uns wahrscheinlich anders fortpflanzen müssen und könnten vielleicht über so ein Thema nicht diskutieren,weil....
kinderbetreuungspflicht? karenzpflicht?
so what?
und familienideale, die aus dem 2ten weltkrieg stammen, haben nichts mit biologischen gegebenheiten zu tun. kinder wurden eigentlich immer (die letzten 100 jahre ausgenommen) in rudeln vom familienklan/dorfklan beaufsichtigt. nix von wegen die mama bleibt daheim und pickt die ganze zeit bei ihrem (einzel)kind.
steht auch nirgendwo im gesetz,dass nur frauen auf kinder aufpassen müssen, das muss doch jeder in seiner Beziehung selbst klären
mit dem grundwehrdienst wird dem männlichen anteil der gesellschaft ein jahr in einer oft kritischen zeit gestohlen. das beste wäre wenn auch frauenda hin müssten, wenn das der fall wär kann man gar nich so schnell schauen wie der Grudwehrdienst abgeschaffen wird :-)
weisst du, hier im forum hört man die männer immer jammern, dass frauen doch auch die selben pflichten wie männer übernehmen sollen. wenn man sie dann im gegenzug fragt, ob sie denn auch die pflichten der frauen übernehemn, dann wirds meist still. ebenso kam dein kommentar rüber - frauen sollen die "männlichen" pflichten übernehmen, männer können aber so weiter machen wie jetzt. gleichstellung ist keine einbahnstrasse, weder für frauen noch für männer.
und mmn gehört der grundwehrdienst abgeschafft. wenn man schaut, was die burschen dort tun und was sie danach können, bezweifle ich, dass sie danach auch nur irgendwas sinnvoll verteidigen können. einen sinnbefreiten dienst auch frauen machen zu lassen, macht ihn nicht sinnvoller.
Welche gesetzlich festgesetzten Pflichten haben denn nun eigentlich Frauen, die Männer nicht haben?? Zur Kindererziehung zwingt die Frauen eigentlich keiner. Es hat sich halt in der Gesellschaft so manifestiert. Schlussendlich muss das dann jeder doch selbst in seiner Partnerschaft festlegen. Also ich sehe da nicht wirklich eine Pflicht dahinter
die industrialiesierung hat die männer aus dem haus und frauen zu den kinder hin gezwungen. geschichtlich belegt ist es, dass - wie ein vorposter so schön beschrieben hat - kinder in klans aufwuchsen. was nun aber besser oder schlechter ist, kann ich nicht beurteilen. eines ist jedenfalls für mich sicher, die ganze diskussion ist sinnlos, weil wenn man respekt dem anderen gegenüber - männlein oder weiblein - hat, dann läßt man ihm mit seinen pflichten nicht alleine. sobald die arbeit getan ist, hat man dann nämlich für einander mehr zeit, die man nach belieben gestalten kann ohne den vorwurf in dem raum stehen zu lassen, dass man zu überlastet ist. eine jede beziehung egal welche ist eine rechnung - wenn die nicht stimmt, ist alles falsch
1) man bekommt ein kind mit eine mann der selbst auch die hälfte der betreuungspflicht übernimmt.
2)man verzichtet auf kinder wenn man einen solchen nicht findet bzw. er sich für einen interessiert.
aber sehenden auges mit einem mann ein kind zu bekommen ohne sich über punkt 1 gedanken zu machen - SSKM
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