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Der Blogeintrag über die Möglichkeit und Unmöglichkeit einer Namensänderung hat für zahlreiche Kommentare und Postings gesorgt. Darunter fand sich aber kaum jemand, der tatsächlich seinen Namen geändert hat und davon berichten wollte.
Donnerstagabend führte ich dann - dem allwissenden Twitter sei Dank - ein interessantes und lustiges Telefonat zum Thema Namensänderung.
Im breitesten Vorarlberger Dialekt - der mich streckenweise sehr belustigte - erzählte mir D. D. seine Geschichte: Er ist in Österreich geboren und aufgewachsen, hat seine Lehre mit Auszeichnung abgeschlossen. Er hat jahrelang in einer Führungsposition gearbeitet, die österreichische Staatsbürgerschaft hat er auch in der Dokumentenmappe. Er war für den nächsten Karrieresprung, die Meisterprüfung, bereit, die formalen Voraussetzungen waren erfüllt.
Als er sich für die Meisterprüfung angemeldet hatte, war ihm schon klar, dass es nicht glattgehen würde. Im Vorfeld hatte man schon angedeutet, dass man keine "Ausländer" als Meister in der Branche wolle. Trotzdem hat er sich entschlossen, die Prüfung zu machen. "Ich wollte mich ja unbedingt weiterbilden und natürlich auch Karriere machen", erzählt D. D.
Dort im Ländle, wo D. D. herkommt, kennt man sich innerhalb seiner Branche untereinander sehr gut, betont er. Nach zwei misslungenen Prüfungsanläufen wurde ihm zu verstehen gegeben, dass er die Prüfung hier nicht bestehen würde. D. D hat sich daraufhin für eine originellere Vorgehensweise entschieden.
"Wussten Sie, dass man in Österreich seinen Namen ändern kann, wenn man befürchten muss, dass durch den alten Namen wirtschaftlicher Nachteil für denjenigen entsteht?", fragt D. D. lachend. "Das müssen Sie sich vorstellen, man rechnet hier also damit." D. D. hat genau so argumentiert, als er die Änderung seines Namens beantragt hat. Sie wurde genehmigt. Er hat für eine minimale Gebühr seinen neuen "deutschen" Namen bekommen.
Noch einmal wollte er die Prüfung aber nicht im Heimatbundesland versuchen. "Man kennt mich ja hier zu gut." Er meldete sich in einem anderen Bundesland an und bestand die Prüfung sofort mit Auszeichnung, im ersten Anlauf. "Dass ich Ausländer sein könnte, ist dort niemandem aufgefallen. Zu dieser Zeit hatte ich sogar blond gefärbte Haare, und mit meinem Vorarlberger Dialekt war anscheinend meine Tarnung perfekt", sagt D. D. lachend.
Herr D. D. hat seinen Nachnamen geändert, "um unzumutbare Nachteile in wirtschaftlicher Hinsicht bzw. in ihren/seinen sozialen Beziehungen zu vermeiden", wie es in der gesetzlichen Erklärung heißt. Jetzt trägt er einen hübschen und in Österreich einzigartigen Namen (den er eben aus diesem Grund hier nicht nennen will) und kann seinen Kindern und Enkelkindern die weniger hübsche Geschichte über die Entstehung ihres Nachnamens erzählen. (Olivera Stajić, daStandard.at, 29.6.2012)
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die ja für die Meisterprüfungen verantwortlich ist.
Ich habe selbst negative Erfahrungen gemacht. Bei einem Antrag auf Nachsicht, wenn also nicht alle Anforderungen für ein Gewerbe erfüllt sind, wird von der Bezirksverwaltungsbehörde als erstes die WKO zu diesem Fall befragt. Dort bewertet der Fachgruppenobmann die Sachlage, das ist in vielen Fällen ein zukünftiger Konkurrent des Antragstellers.
Hier wird es Zeit für eine Gesetzesänderung! Lobbyarbeit von Unternehmern, ja. Alles was mit Anbahnung zum Gewerbe zu tun hat, bitte von neutralen Personen!
den namen kann hierzulande jeder mensch jederzeit ohne begründung ändern, hab ich auch vor ein paar jahren gemacht. bin in die ma 61 spaziert, hab ein formular ausgefüllt, ein paar netsch bezahlt und mit dem neuen namen inkl. neuem staatsbürgerschaftsnachweis rausgekommen.
so einfach geht das!
kann ich nur allen empfehlen, die mit ihrem namen nicht zufrieden sind.
Wurde da nicht Mundart mit Akzent verwechselt?
Seit wann versteht ein Wiener "breitesten Vorarlberger Dialekt"? Nur weil ich teilweise "isch" und "Luscht" und vielleicht einmal "miin" statt "ist", "Lust" und "mein" sage, spreche ich noch nicht "breitesten Vorarlberger Dialekt".
ohje ohje
Diese Geschichte beweist gar nichts und steht für nicht außer für grottenschlechten Journalismus.
Irgendwer behauptet irgendwas, am Telefon noch dazu, und schon wird das abgedruckt, weil es der Redakteurin in ihren Kram passt.
Schon mal was von Check und Recheck, von Recherche gehört?
Kaum zu glauben, dass sich der Standard für so etwas hergibt.
Aber irgendein Verdachtsmoment wäre schon hilfreich, wenn Sie diese Geschichte nicht glauben.
Hätten Sie gesagt, "das sei ein Einzelfall", oder: "Ja in dieser Branche und im Ländle..."
Aber den Artikel einfach schlecht zu finden, weil er nicht in Ihr Bild passt, ist doch ein bissl wenig aussagekräftig, als Kritik.
Und woher wissen Sie auch, dass die Geschichte nicht überprüft wurde?
Sie verstehen es nicht.
Die Dame schreibt sogar ausdrücklich, dass sie ihre Infos aus einem Telefongespräch hat.
Professioneller Journalismus funktioniert nun einmal nach dem Prinzip Check - Rechteck - Doublecheck.
Sie sind offenbar keiner, sonst wüssten Sie das.
Nicht ich brauche einen Verdachtsmoment, die Redakteurin sollte so arbeiten, wie man halt arbeiten sollte.
In mein Weltbild passt die Geschichte sehr wohl, ich bin Österreicher und weiß, dass solche Sachen hier Alltag sind. Aber das hat nichts damit zu tun, dass hier unsauber gearbeitet wurde.
und Sie als Österreicher wissen, was alles so möglich ist, dann hätten Sie allerdings Ihre Kritik etwas anders formulieren müssen - da sonst schlichtweg der Eindruck entsteht, als würden Sie vor allem den Inhalt anzweifeln.
Was die Prüfung einer Aussage betrifft, so verstehe und kenne ich das sehr wohl, denn das ist nicht nur journalistischer Standard - oder sollte es nicht nur sein.
Allerdings würde ich nun auch noch gerne wissen, woher Sie den Mangel an Check und Doppelcheck wissen.
Ja, die Erstaussage kommt aus einem Telephonat.
Aber der Name des Meisters unter neuem Namen ist der Journalistin bekannt - wohler wissen Sie also, dass sie die Geschichte nicht überprüft hat - soweit das bei solchen Aussagen überhaupt möglich ist?
Also ich sehe, es macht keinen Sinn mit Ihnen. Die gesamte Argumentation ist auf Aussagen des Anrufers aufgebaut, Absatz für Absatz, Anführungszeichen für Anführungszeichen. Nicht nur die Erstaussage "kommt aus" dem Telefonat, "alles kommt daraus", jedenfalls so wie die Redakteurin die Geschichte geschrieben hat. Wenn Sie Journalist wären, dann wüssten Sie, wie man das schreibt, wenn es sich nicht um die Aussagen des Anrufers, sondern um überprüfte Sachverhalte handeln würde. So ganz bestimmt nicht. Damit beende ich von meiner Seite aus die Diskussion, wie gesagt, Sie argumentieren nicht, sondern reden nur dagegen. Dazu ist mir meine Zeit zu kostbar.
Wenn ich jemanden einer Straftat bezichtigen will, muss ich natürlich doppelt, oder gar dreifach, checken. Ebenso, wenn ich Betriebsgeheimnisse verlautbare oder Dinge, die einer höher stehenden Person nicht passen.
Aber in diesem Fall? Was soll schon groß passieren, außer dass die Geschichte falsch ist? Jedenfalls ist sie glaubwürdig, und es wird mit Sicherheit mehrere solcher Fälle geben. Das Arbeitssuchende benachteiligt werden, nur weil sie einen ausländisch klingenden Namen haben oder ausländische Eltern, ist allgemein bekannt.
ähm, das einzige was diese geschichte beweist ist:
* in vbg hat er die prf mehrmals nicht bestanden
* im anderen bundesland hat er sie sofort bestanden
das mag einen hinweis darauf geben, dass man ihn in vbg ungerechterweise nicht durchgelassen hat (oder dass die prüfung im anderen bundesland VIEL leichter ist, glaub ich aber eher nicht.)
dass das ganze mit dem namen irgendwas zu tun hat, beweist das aber nicht. woher will er wissen ob er nicht im anderen bundesland auch mit seinem alten namen durchgekommen wäre?
Sie haben offenbar diese Textstelle überlesen:
"Als er sich für die Meisterprüfung angemeldet hatte, war ihm schon klar, dass es nicht glattgehen würde. Im Vorfeld hatte man schon angedeutet, dass man keine "Ausländer" als Meister in der Branche wolle. "
Bei der Schlußfolgerung im letzten Absatz gebe ich ihnen Recht. Keine Ahnung wie das in anderen Bundesländern ist, kann mir das ehrlich gesagt in Wien schwerer vorstellen. Aber durchaus möglich, die Ständevertreter denken noch immer ein bisschen vorgestrig, um einen armlosen Begriff zu erfinden. ;)
Und gleich in einen anderen Bundesland die Prüfung machen (nicht in Kärnten), wäre keine Möglichkeit gewesen?
Oder sinds da in Wien (gut da wäre er durchgefallen, weils glaubt hätten, dass der nicht einmal Deutsch kannm mit seinen vorarlbergerisch ;)) so wie in Vorarlberg und denken noch immer in Ständen?
schon dreimal erfolglos probiert hat und Vorarlberg ein kleines Bundesland ist, wo zumindest auf Kammerebene jeder jeden kennt?
Das wäre natürlich überhaupt nicht aufgefallen, wenn er ein viertes Mal unter anderem Namen antritt, gell...?
Und gleich in einen anderen Bundesland die Prüfung machen (nicht in Kärnten), wäre keine Möglichkeit gewesen?
Oder sinds da in Wien (gut da wäre er durchgefallen, weils glaubt hätten, dass der nicht einmal Deutsch kann, mit seinen vorarlbergerisch ;)) so wie in Vorarlberg und denken noch immer in Ständen?
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