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"Der Mythos vom Niedergang der Intelligenz - Von Galton zu Sarrazin": So heißt ein neuer Sammelband, der sich den Denkmustern und Denkfehlern der Eugenik widmet. Die Herausgeber Michael Haller und Martin Niggeschmidt wollen die "seit zwei Jahren verdrängte Wissenschaftsdiskussion" über Sarrazins dubiose Quellen und ideologische Argumentationslinien neu beleben. Für Michael Haller, wissenschaftlicher Direktor des Instituts für praktische Journalismus- und Kommunikationsforschung an der Universität Leipzig, ist es wichtig aufzuzeigen, worauf sich Sarrazin in Wahrheit beruft, nämlich "auf eine schreckliche Tradition von Eugenik-Theoretikern".
Auch wenn der analytisch-kritische Sammelband zwei Jahre nach Erscheinen des mittlerweile zum Bestseller avancierten Sarrazin-Buchs "Deutschland schafft sich ab. Wie wir unser Land aufs Spiel setzen" etwas verspätet anmutet: Die Beiträge der Experten aus unterschiedlichsten Disziplinen wie Soziologie, Biologie und Psychologie sind äußerst erhellend und decken auf, wie sehr Sarrazin bei Eugenikern Anleihen genommen hat und dass eugenische Theorien über vererbte Intelligenz längst wissenschaftlich widerlegt sind.
Aus der eugenischen Mottenkiste
Sarrazin selbst wehrte sich nach Veröffentlichung seines Buches in Interviews dagegen, als Eugeniker bezeichnet zu werden. Die Parallelen zu eugenischen Denkmustern sind aber offensichtlich, meinen die Analytiker. Der Ex-Vorstand der Deutschen Bundesbank bezieht sich in seiner Argumentation nicht nur auf Francis Galton, der mit seinem 1869 erschienen Werk "Genie und Vererbung" als Gründervater der Eugenik gilt, sondern bezeichnet ihn auch als "Vater der frühen Intelligenzforschung". Peter Weingart, Soziologe und Autor des Standardwerks zur Geschichte der Rassenhygiene und Eugenik in Deutschland, schreibt in seinem Beitrag zum Sammelband, dass das Hauptargument der Sarrazin'schen Schrift aus der eugenischen Mottenkiste des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts stamme.
Claus-Peter Sesin zeigt in seinem Beitrag auf, dass sich Sarrazin nicht nur auf veraltete Eugenik-Ideen bezieht, sondern auch auf pseudowissenschaftliche Werke der US-amerikanischen Eugenik-Bewegung. So zitiert Sarrazin nicht nur häufig das Buch "The Bell Curve", das von dem neokonservativen Politologen Charles Murray und dem Psychologen Richard Herrnstein 1994 auf den US-Markt losgelassen wurde und laut Sesin als Bibel der US-amerikanischen Ethno-Rechten gilt, sondern orientiert sich auch sehr stark daran. Für Sesin ist Sarrazins "Deutschland schafft sich ab" sogar eine Art zweiter Aufguss von "The Bell Curve".
Murray und Herrnstein argumentieren genauso wie Sarrazin mit der Vererbbarkeit der Intelligenz und der Bedeutung der genetischen Erbanlagen für den beruflichen und sozialen Erfolg. Sie gehen davon aus, dass es eine genetisch bedingte dumme Unterschicht gebe, genauso wie Sarrazin mit der Gefahr einer neuen dummen, nicht bildungsfähigen Unterschicht argumentiert, die den Staat durch Sozialschmarotzen belasten würde. Nur dass es bei Sarrazin nicht wie in "The Bell Curve" die Afroamerikaner, sondern die muslimischen, insbesondere die türkischen Einwanderer sind, die schuld an der vermeintlichen Verdummung und Degeneration Deutschlands sind.
Eugenik und Rassismus
Die Eugenik kann man als die Lehre von den "guten" Genen beschreiben. Der Begriff selbst bezeichnet die "gute Geburt" bzw. die "gute Abstammung". Bei der positiven Eugenik werden Prinzipien der Tierzucht, wonach man durch kontrollierte Fortpflanzung Rassen mit guten Erbanlagen züchten kann, auf den Menschen übertragen, indem die Vermehrung der Bevölkerungsgruppen mit "guten" Erbanlagen angestrebt wird. Bei der negativen Eugenik geht es darum, die Weitergabe "verminderter" Erbanlagen zu unterbinden.
Was negative Eugenik und die resultierende Auslese bedeutet, kann man bei Weingart nachlesen. So wurden Anfang des 20. Jahrhunderts, in einer Zeit, in der Galtons Eugenik und die Sorge um eine abnehmende "Bevölkerungsqualität" hoch im Kurs standen, bis zu 150.000 US-Amerikaner jährlich zwangssterilisiert. Auch heute noch gibt es etliche Fälle von ungewollter Sterilisation bei ethnischen Minderheiten, etwa bei Roma- und Sinti-Frauen in Tschechien. Und auch heute noch wird diskutiert, ob zwei einander liebende Menschen mit Downsyndrom heiraten sollen dürfen.
Die extremste Manifestation positiver Eugenik, die laut Weingart "rassistische Strategien" nahelegt, wurde unter den Nationalsozialisten vorangetrieben. Deren Ideologie der Rassenhygiene, der Höherwertigkeit der nordischen Rasse und der Notwendigkeit eines "gesunden" Volkskörpers führte zum Völkermord an Juden sowie Roma und Sinti und zur systematischen Ermordung von psychisch Erkrankten und behinderten Menschen.
Genetisch wenige Unterschiede zwischen Volksgruppen
Der Beitrag von Diethard Tautz, Biologe und Direktor des Max-Plancks-Instituts für Evolutionsbiologie, widerlegt eindrucksvoll, was Sarrazin immer behauptet: nämlich dass es gravierende genetische Unterschiede zwischen Menschengruppen gebe und Intelligenz vererbbar sei.
"Evolutionsbiologisch gesehen ist der Mensch eine der genetisch homogensten Spezies, die es auf der Erde gibt", schreibt Tautz. Der Genpool bei Menschen sei viel geringer diversifiziert als bei Gorillas oder Schimpansen. Genau genommen gehe der Genpool des heutigen Menschen auf eine Gründerpopulation von weniger als 50.000 Menschen zurück, stellt der Biologe klar. Im Klartext heißt das bei Tautz dann: "Bereits zwischen zwei Mitgliedern einer Volksgruppe kann man rund 89 Prozent aller Unterschiede finden, die man zwischen allen Menschen auf der ganzen Welt findet."
Tautz betont auch, dass es nur wenige funktionale Unterschiede zwischen Menschengruppen gebe. Dazu gehören etwa die Hautfarbe, die Milchzuckerunverträglichkeit, die sich übrigens viele Europäer, Araber und Nordinder teilen, und Unterschiede in der Resistenz gegenüber bestimmten Krankheitserregern.
Kein Intelligenz-Gen
Fazit von Tautz' Analyse über die Irrtümer des Biologismus ist nicht nur, dass es keine genetische Identität im Sinne von kollektiven, genetisch determinierten Eigenschaften zwischen Volksgruppen gibt, sondern auch, dass die These der Vererbbarkeit von Intelligenz einer evolutionsbiologischen Überprüfung nicht standhält. Wenn Sarrazin also behauptet, Kinder würden gemäß den Mendel'schen Gesetzen die intellektuelle Ausstattung ihrer Eltern erben, so ist das nichts als Humbug.
Mendel führte 1865 Kreuzungsexperimente mit Pflanzen durch, es waren die Eigenschaften der Erbse, die Mendel beobachtete. Und die Erbse, klärt Biologe Tautz auf, wird durch jeweils ein Gen determiniert, daher handelt es sich bei ihr um eine monogenetische Veranlagung. Intelligenz hingegen ist polygenetisch vererbt, sie wird also von vielen Genen bestimmt. Sarrazins Rekurs auf monogenetische Erbgänge der Mendel'schen Gesetze ist also nicht auf den Menschen übertragbar. Menschen sind weder Pflanzen noch Pferde, könnte man auch salopp sagen.
Tautz schreibt auch, dass "dumme" Eltern durchaus "kluge" Kinder in die Welt setzen könnten, genauso wie auch die "klugen" Eltern (für Sarrazin wären das kleinbürgerlich-akademische Eltern) der Welt "dummen" Nachwuchs hinterlassen könnten, denn "durch die Neukombination des Genmaterials in jeder Generation ist jedes Kind einzigartig". Weiters führt er an, dass der Begriff Intelligenz selbst kaum fassbar sei und es in der Wissenschaft nicht einmal eine einheitliche Definition von Intelligenz gebe.
Bildung und Migration: Die Fakten
Der Soziologe und Bildungswissenschaftler Coskun Canan widerlegt in seinem Beitrag die Sarrazin'sche Behauptung eines kausalen Zusammenhangs zwischen Religionszugehörigkeit und Bildungserfolg. So kommt bei seinem Vergleich des Bildungserfolg der unterschiedlichen konfessionellen Gruppen heraus, das bei schiitischen Schülern mit 56 Prozent Anteil im Segment der hohen Schulbildung der Bildungswert sogar höher liegt als bei christlichen und jüdischen Schülern, bei denen der Anteil bei 42 Prozent liegt.
In Canans Analyse der Mikrozensus-Daten 2009 aus Deutschland kommt auch zum Vorschein, dass Personen mit türkischem und italienischem Migrationshintergrund sich die gleiche Bildungsstruktur teilen: Sie haben überwiegend einen Hauptschulabschluss, bei den italienischstämmigen sind es 41 Prozent mit der Hauptschule als Bildungsabschluss, bei den türkischstämmigen Personen 39 Prozent. Interessant ist dass dabei auch, dass Personen mit iranischem und irakischem Migrationshintergrund mit 50 Prozent Anteil an Abschlüssen im oberen Bildungssegment (Abitur/Fachhochschulreife) noch vor den Vietnamesen (46 Prozent) und den Personen ohne Migrationshintergrund (45 Prozent) liegen.
Einen weiteren Denkfehler Sarrazins zeigt in dem Zusammenhang Sesin auf. So schreibt Sarrazin einerseits vom hohen Bildungserfolg der Migranten aus dem "Fernen Osten" - und der Bildungserfolg ist ja nach Sarrazins Argumentation maßgeblich entscheidend für den Erfolg auf dem Arbeitsmarkt - andererseits kommen bei seiner Auflistung von Transferleistungen beziehenden Personen ein Anteil von 13 Prozent der Migranten aus dem "Fernen Osten" vor. Warum die von ihm als genetisch intelligenteren eingestuften Migranten aus dem "Fernen Osten" sich beim Bezug der Transferleistungen wie Sozialhilfe oder Hartz IV nur um drei Prozent von den als bildungsunfähig abgestempelten türkischstämmigen Personen unterscheiden, diese Erklärung bleibt er schuldig und widerspricht sich mit den angegebenen Statistiken auch noch selbst.
Sarrazin'sche Mythen
Der von Haller und Niggeschmidt herausgegebene Sammelband offenbart noch weitere Widersprüchlichkeiten und Irrtümer in der Argumentation von Sarrazin. Angefangen damit, dass Migrantenkinder, auch türkische Migrantenkinder, deren Eltern im Gegensatz zu iranischen oder irakischen Flüchtlingen nicht bildungsaffin sind, in puncto Schulausbildung ihre Elterngeneration sukzessive überholen, vor allem die in Deutschland geborenen Kinder. Zweitens, dass das Qualifikationsniveau der Bevölkerung gesunken sei, es also keinen kognitiven Niedergang gibt. Und drittens, dass in Deutschland eine Gleichheit der Bildungschancen bereits existiere.
Im Beitrag des Soziologen Rainer Geißler ist beispielsweise nachzulesen, dass Kinder mit Migrationshintergrund bei gleichem sozioökonomischem Status und gleicher Leseleistung jeweils 1,7-mal seltener eine Empfehlung für Realschulen und Gymnasien bekommen als Schüler ohne Migrationshintergrund. Das deutsche Bildungssystem wird von ihm auch als OECD-Meister im Nichtunterstützen von sozial schwachen Schichten, ob mit oder ohne Migrationshintergrund, bezeichnet.
Zu guter Letzt wird Sarrazins Ruf nach der Verteidigung der bürgerlichen Klasse und seinem Idealbild einer meritokratischen Gesellschaft, in der die oberen, bürgerlichen Schichten mehr Kinder gebären und die gesellschaftliche Kontrolle innehaben, auch als das enttarnt, was er ist: kleinbürgerliche Angst vor Statusverlust, wie es sie schon zu Zeiten der Industrialisierung vor den Arbeitermassen gegeben hat, gepaart mit Vorbehalten gegenüber bestimmten Migrantengruppen und Abneigung gegenüber einem ausgleichenden Sozialstaat. Die Herausgeber merken in der Einführung treffend an, dass in der Mitte des 19. Jahrhunderts rund 0,3 Prozent der Bevölkerung zum Bildungsbürgertum gehörten. Die Mehrheit stellte die Unterschicht mit zwei Dritteln der Bevölkerung. "Ein Großteil der heutigen Akademiker dürfte also von jenen kinderreichen, unbedachtsamen und nicht ehrgeizigen Bevölkerungsteilen abstammen, denen Galton schlechte Erbanlagen zuschrieb", lautet ihr Fazit. (Güler Alkan, daStandard.at, 28.7.2012)
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etwas zu unterstellen. man sollte sarazin aber auch zugestehen das er viel erfahrung hat. mit der überzeichnung versucht er aufzuzeigen was aus dem ruder läuft. türken oder zuwanderer die bei uns den weg der ausbildung gehen & dann vielleicht auch noch studieren um die braucht sich niemand zu sorgen. anders sieht es eben bei den jungen aus die den sprung in unsere welt nicht schafft oder auch nicht will & sich vor allem in gétthos unserer & deutscher großstädte ihr paralleluniversum schaffen. auch in wien ist das gut zu beobachten das es immer mehr selbstgewählte ausgrenzung gibt. eigenen locations wo man sich trifft und verstanden fühlt und sich von den österreichern am wochenende abgrenzt obwohl man unter der woche gut zusammen arbeitet..
Ich finde nicht, dass es um die Gene und Herkunft geht.Ein potentielles Problem stellen die Kombination aus 2 Faktoren dar:
1) "Mit steigender Bildung entscheiden sich aber auch die Migranten mit bildungsferner Herkunft tendenziell für weniger Kinder. Bei höher gebildeten Migranten, sei es aus der Türkei oder anderswo, unterscheide sich die Geburtenrate kaum von der der Österreicher."
http://diepresse.com/home/bild... rate-nicht
2) Bildungsstandard wird vererbt
http://erwachsenenbildung.at/aktuell/n... p?nid=3435
... nicht schwer auszudenken, was bei einer Modelierung von diesen zwei Faktoren herauskommt.
Provokante These daher: Statt Frauenquoten mit Geburtsquoten einführen.
Definieren wir Intelligenz versuchsweise als Fähigkeit, Probleme zu lösen. Dann wäre Intelligenz in einer schwierigen Umgebung sicherlich ein Fortpflanzungsvorteil. In einer Population, die in einer schwierigen Umgebung lebt, müsste der Anteil an intelligenten Individuen steigen. In einer Population, die im Schlaraffenland lebt, wäre Intelligenz kein Fortpflanzungsvorteil. Diese Population müsste mit der Zeit verblöden. Nur würde sie sich sehr rasch ausbreiten, so lange, bis das Schlaraffenland keines mehr ist, und die Überbevölkerung Probleme schafft, die gelöst werden müssen. Unterschiedliche Umwelten mögen unterschiedliche Probleme schaffen, aber es ist keine Umwelt vorstellbar, die nicht problematisch ist und daher Intelligenz züchtet.
Sie vergessen dabei dass Intelligenz auch mit Kosten kommt. In einer Welt mit beschränkten Resourcen hat immer derjenige einen Vorteil der weniger davon braucht. Das trifft vorallem dann zu wenn die Resourcen ohne große geistige Anstrengung verfügbar sind also dann wenn die bessere Fähigkeit Probleme zu lösen ab einen gewissen Punkt sich nicht mehr direkt auf die Verfügbarkeit von Nahrung auswirkt. (Jäger und Sammler)
Wieder ein typischer Artikel, der Bildung (Verbildung) mit Intelligenz verwechselt.
Was, bitteschön, hat die heutige Form des geistigen akademischen Reduktionismus mit Intelligenz
(=Inhalt) zu tun ?
Wir haben akademiker, die nichts Neues erfinden sondern nur auf bereits bestehende Erfindungen Anwendungen aufsetzen. Das kann aber fast jeder Trottel, und dazu bräuchte man auch nicht zu studieren.
Sarrazin ist kein Sympathieträger. Vererbung allein ist nicht alles. Schön und gut. Aber ich habe schon den Eindruck, daß Sarrazin aus politischen Gründen nicht recht haben d a r f . Ich meine, es ist doch absurd, daß Eigenschaften keinesfalls vererbt werden können dürfen. Und wenn sie das doch können, dann hat das eben Auswirkungen auf eine Population, ob mehr Deppen oder weniger Deppen sich fortpflanzen. Da kann man noch so rot oder grün oder christlichg oder wasweißichsonstnoch sein.
populismus verkauft sich eben immer gut auch pseudowissenschaftliche literatur. und wen es etwas ist das unsere (subjektiven) erfahrungen wiederspiegelt springt man gerne mit auf. ich habe selbst viel in meinem leben im ausland gelebt und da gab es länder wo ich durchaus der meinung war das es durchgängig ein intelligenz defizit gab und gibt. österr. lehrlinge waren talentierter und fitter als andere. schauen sie sich um wen sie im ausland sind wie´s dort aussieht und in welcher qualität was geleistet wird. mit faulheit hat es wenig zu tun (meist)...
Wenn die Lehre, die Erde sei eine Scheibe, überholt ist, dann ist es irrelevant, ob diese aus pol. Gründen nicht recht haben darf oder aus wissenschaftlichen Erkenntnissen heraus, nicht recht hat. Der Outcome ist der gleiche.
So auch bei Sarazzin.
Wobei es vermessen ist, zu behaupten, Sarazzin dürfe seine Meinung aus pol. Gründen nicht kund tun. Das darf er sehr wohl. Er hat allerdings nicht aus pol. Gründen nicht recht-dies ist unnötig- sondern aus sachlichen.
Intelligenz/Dummheit wird durch hunderte, tausende oder mehr Gene bestimmt. Viel Glück, wenns dieselben Dummheitsgene Generation für Generation weitervererben wollen.
Und bei jedem Wurf kommts wiederholt zu Fehlern bei der Weitergabe von Genen.
So könnte das Kind eines "dummen" Migranten der nächste Einstein werden. Aber das darf wohl auch nicht sein. :)
intelligenz ist je nach spezies sicher ein faktor der das überleben und die verbreitung der art fördert.
warum sollten nur äusserliche körperliche merkmale vererbbar sein, und nicht auch die fähigkeiten des gehirns?
klar ist die intelligenz auch eine frage der erziehung und der förderung im kindesalter, und durch diese einflüsse stärker beeinflussbar als der körperbau, aber ein gewisser anteil ist sicher auch genetisch bedingt.
ich halte nichts von rassistishen theorien oder unmenshclichen eugenischen maßnahmen wie in der NS-zeit
aber es ist sicher auch falsch aus politischer korrektheit heraus wissenschaftliche erkentnisse zu manipulieren, nach dem motto "was nicht sein darf, kann nicht sein"
Weder das eine noch das andere werden vererbt. So funktioniert das einfach nicht von DNA zum Lebewesen. DNA "sagt" durch Proteine "Zellen da hin, zu diesen Zellen werden" und DAS ist schon eine extrem grobe Vereinfachung.
DNA ist das alles WURSCHT, wie das dann aussieht und lebt.
Aber: DNAstränge, die Lebewesenbau-und-faltanleitungen darstellen, die lange genug leben um bis zur Fortpflanzung und eventueller Rekombination kommen, existieren weiter. Andere nicht.
Wenn "dumm f***t gut" wahr ist und dumm dann auch noch gut drin ist, sich reproduzierenden Nachwuchs zu kriegen, dann ist Intelligenz, die das NICHT schafft, evolutionär gesehen echt nicht die intelligente Lösung.
Wenn Intelligenz nicht vererbbar wäre, hätten wir nicht einmal das Niveau von Schimpansen. Oder glauben Sie unsere Intelligenz ist reiner Zufall?
Dass Intelligenz sich negativ auf die Fortpflanzung auswirkt, ist ein neuartiges Phänomen. In der Vergangenheit war stets das Gegenteil der Fall. In der Evolution ist es auch schon vorgekommen, dass negative Kriterien bei der Partnerwahl zum Aussterben einer Spezies führten. Eine Hirschart starb aus, weil die Weibchen ihre Partner nach der Größe des Geweihs aussuchten. Die Geweihe wurden letztlich so schwer dass die Männchen zu einer leichten Beute wurden.
Aus meinem Beitrag geht nichts, aber auch gar nichts in Richtung "Erschaffung" hervor. Auch nicht in Richtung "Zufall". Ich habe von sexueller Selektion geredet.
Intelligenz ist einfach nicht per se gut oder schlecht bezüglich sexueller Selektion.
Hohe Intelligenz erschafft Dinge, von denen alle in der Gruppe profitieren können, da reine Imitation gar nicht von der eigenen Intelligenz abhängig ist. Nicht jeder Handybenutzer könnte ein Handy bauen.
Wenn Intelligenz Partnersuche im Weg steht - > Keine Fortpflanzung.
Woran Megaloceros genau (langsam) ausstarb, steht gar nicht fest - genau so wenig wie die Tausende anderer Spezies, die zur gleichen Zeit ausstarben. Derzeit vermutet man Klimawandel&Nahrungsmangel und Überjagung.
"Dass Intelligenz sich negativ auf die Fortpflanzung auswirkt". Tut sie ja nicht, sondern die Benachteiligung von Frauen bekommen diejenigen in den akademischen Berufsgruppen am deutlichsten zu spüren. Der Einflussfaktor ist die nicht vorhandene Gestaltungsmacht von Frauen auf die Organisation des Wirtschaftslebens um dieses kompatibel mit weiblichen Lebensrealitäten zu machen. z.b. Kinderkrippen in Betrieben u.s.w
Was die Vererbung anbelangt so vererbt sich bloss ein Neuronenpool der erst formatiert werden muss.
Ein Mensch der für sich allein aufwächst, ohne andere Menschen und vlt. von Schimpansen adoptiert wird, wird aus menschlicher Perspektive zum schimpansen. Wenn er auch rasch zum Leitschimpansen aufsteigt,
Etc.etc.
Stimmt der Mensch ist in der Lage sich den Schimpansen anzupassen. Der Umkehrschluss ist falsch und wurde bereits experimentell bewiesen. Der Schimpanse hat nicht die gleichen geistigen Kapazitäten wie der Mensch.
Natürlich muss das Gehirn trainiert werden - wie der Körper auch um athletische Spitzenleistungen zu erbringen. Trotzdem hat nicht jeder das Talent Spitzensportler zu werden.
Schimpansen, die mit Menschen sozialisiert werden, halten sich für eine Art seltsamer Mensch...Sie können weder mit Schimpansen auskommen noch mit Menschen, Letzteres vor allem wohl wegen des Mangels an Sprache.
Aber das ist ja nicht anders mit Menschen, die unter Menschen anders sind. Auch die werden nicht für voll genommen, haben Schwierigkeiten in der Welt der Menschen 100% klarzukommen und interessieren sich oft auch vor allem für Menschen, die auf ähnliche Art anders sind als sie.
Was Sie alles wissen! Haben Sie sich schon einmal mit einem Schimpansen darüber unterhalten?
Das Argument der fehlenden Sprachfähigkeit ist leicht zu entkräften. Wenn Schimpansen menschenähnliche Intelligenz hätten, dann könnten Sie mindestens die Gebärdensprache erlernen und einen Computer bedienen. Und als Programmierer könnten sie sich dann ihr Geld verdienen.
Selektion spielte sich früher nicht nur bei der Partnerwahl ab sondern auch im alltäglichen Leben. Die Lebenserwartung war früher viel geringer. Kluge Menschen konnten Gefahren aus dem Weg gehen und besser für ihre Kinder sorgen. Ein soziales Netz für hilflose Menschen gab es nicht.
.. sind die Umstände, wie und wo das Kind aufwächst, wie es sich entwickeln kann, und ob es durch mediale Berichterstattung oder "Trends" gezielt "fehl-gebildet" wird.
Man sehe sich nur die Menschen im 20. Jahrhundert an, wie die gezielt vor dem 1. WK auf ein "reinigendes Gewitter" getrimmt wurden oder vor dem 2. WK gezielt auf antisemitische Parolen - sowohl in D aber auch zB in Russland!
OK! Erledigt. Das Nachdenken. Ging ganz schnell und leicht. Ehrlich :)
Ergebnis: Sie suchen einen Weg, sich ganz elegant aus der Verantwortung als relevanter Akteur, den Ihre Kinder als Umwelt wahrnehmen, herauszuschummeln.
Anstatt die ewig gleichen Nebelgefechte zu führen. Wenn Sarazin unrecht hat - ich bin hier neutral eingestellt - dann kann man das ja sicher nachweisen, d.h. an die Wirkung nachweisen oder eben die fehlende Wirkung anstatt sich über mögliche Wie's zu unterhalten!
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