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vergrößern 500x375Angesichts der staubigen, schlammigen Straßen müssen die Besitzer von Autowaschsalons die reichsten Geschäftsmänner der Gegend sein.
vergrößern 500x375Yaks haben immer Vorfahrt.
vergrößern 500x375Anhalter warten auf einen Fahrer, der sie mitnimmt.
vergrößern 500x375Auch Radreisen auf der Strecke werden immer beliebter.
Die fast 2.500 Kilometer lange G318, die Chengdu mit Lhasa verbindet, ist weniger eine Autobahn als vielmehr eine Schlammpiste - und das Nadelöhr, durch das der gesamte Verkehr von China in die Autonome Region Tibet drängen muss. Es gibt noch eine nördliche Ergänzungsroute über Ganzi und Dege, die jedoch auch in keinem besseren Zustand ist, und die Qinghai-Tibet-Fernstraße.
Die G318 wurde 1954 fertiggestellt und muss damals, als erste Fernstraße nach Tibet, ein Meisterwerk gewesen sein. Die mittlerweile über 50 Jahre alte Straße schlängelt sich durch riesige Bergmassive, über Pässe und Täler und überwindet Höhenunterschiede von mehreren tausend Metern. Von Chengdu (512 Meter über dem Meeresspiegel) bis Lhasa (3.650 Meter ü. d. M.) passiert sie eine der höchstgelegenen Städte der Welt, Litang (4014 ü. d. M.) und mehrere weit höher gelegene Pässe.
Wer heutzutage auf der Straße in die Autonome Region Tibet oder in die übrigen tibetischen Regionen gelangen will, fährt meist in Chengdu los und über die G318 direkt nach Westen. Wer im Sommer fährt, kann dabei den neuen chinesischen Jugendtrend mitverfolgen: per Anhalter nach Lhasa fahren.
Chinesische Schüler, die im Frühsommer die gefürchtete Abschlussprüfung Gaokao über sich ergehen lassen, haben bereits mehrere Jahre ununterbrochenes Büffeln und immensen psychischen Stress hinter sich. Immer mehr entscheiden sich in den darauffolgenden Ferien für das große Abenteuer: alleine nach Tibet. Von Chengdu brechen heutzutage immer mehr 18- bis 20-jährige Chinesen auf und fahren aus Geldmangel oder Abenteuerlust per Anhalter nach Lhasa. Überall an der Autobahn stehen sie und winken Lkws oder Jeeps heran, die sie mitnehmen sollen. Das System funktioniert zumindest in der Provinz Sichuan erstaunlich gut, denn die Region hat äußerst schlechte Verkehrsverbindungen und Mitfahrer werden oft unentgeltlich mitgenommen.
Die Autorin Zhang Xiaoyan war mit ihrem Buch "Keep Walking!" 2010 eine derer, die die Reisewelle auslösten. Sie beschreibt darin, wie sie für weniger als 100 Yuan von Chengdu nach Lhasa reiste, und wurde damit zum Vorbild vieler junger Reisenden in dieser Region, die es allerdings nicht immer schaffen, so billig davonzukommen. Im Straßenabschnitt in der Autonomen Region Tibet wird es immer schwieriger, Fahrer zu finden, die kein Geld erwarten. Viele Jugendliche suchen in Foren nach Mitreisenden und Reisetipps oder tauschen Empfehlungen aus über die billigsten Unterkunftsmöglichkeiten. Es gibt aber nicht nur Jugendliche, die auf diese Weise ihre Sommerferien verbringen. Ich traf beispielsweise auch einen Chemielehrer, der sich mit 44 Jahren an die Reise wagte, "um einmal etwas Besonderes zu erleben". Die Reise dauert - je nachdem, ob man Glück mit zuvorkommenden Fahrern hat - ein bis zwei Wochen.
Während andere Provinzen relativ gute Straßen haben, darf man das von den tibetischen Gebieten in Sichuan und der autonomen Region selbst nicht erwarten. Eine Fahrt von 100 Kilometern wird zu einem Abenteuer, stundenlang rumpelt man über mehr oder weniger befestigte, mehr oder weniger weit vom Abgrund entfernte Straßen dahin. Entfernungen haben ganz andere Relationen, und das Wichtigste ist, es nur nicht eilig zu haben.
Die Fahrer sind so unterschiedlich, wie man es sich nur vorstellen kann - von Militärs über Wanderarbeiter und Millionäre, die Baugrund besichtigen, bis zu Hirtenjungen auf ihrem Motorrad und Mönchen, die zum nächsten Kloster unterwegs sind. Auf dieser Reise kann man die verschiedensten Menschen treffen, mit ihnen ins Gespräch kommen und während einer Rastpause über einer Schale Buttertee mehr von ihrem Leben erfahren. Auch wenn die meisten Jugendlichen nicht mit diesem Ziel losfahren: Die meisten lernen auf dieser Reise weit mehr über das Leben der Tibeter als aus den Propagandatexten in ihren Schulbüchern. (An Yan, daStandard.at, 12.9.2012)
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Die Landstraße Sichuan-Tibet ist eine 2.413 Kilometer lange Straße von Chengdu nach Lhasa. Sie verbindet Tibet und die südwestchinesischen Provinzen und ist Teil der Nationalstraße 318 (von Shanghai nach Tibet).
http://german.tibet.cn/sy/ly/201... 85389.html
China Tibet Online ist die größte Webseite, die sich völlig auf Tibet-Info. Konzentriert, und mit professionellen Journalisten aus verschiedenen Perspektiven bietet Ihnen umfassende Informationen und Berichten über Tibet. Die Adresse von China Tibet Online ist
http://german.tibet.cn/
Bin damals von Lhasa nach Yunnan mit dem Rad gefahren, und die Strassen waren ganz in Ordnung, (500 km neuer Asphalt, 1000 km Schotterpiste), ich nehme aber mal an, dass die Autorin nicht wirklich selbst in Tibet war, sondern nur Geschichten anderer weitergibt. Aber auch damals war Tibet schon der sagenumwobene wilde Westen fuer meistens junge und sehr aufgeschlossene Chinesen und innen.
Nachdem ich selbst pro Jahr mindest 4x in Sichuan von Chengdu bis Yibin(dort habe ich eine Produktionsstätte)-Heimat der Pandabären- fahre und auch weiter bis Lhasa(wegen Abholung von diversen Bioprodukten aus Tibet), oder auf die andere Seite nach Lanzhou, habe ich eine derartig fotografierte Straße nur als Nebenfahrbahn zu den Dörfern kennengelernt. Die Straßen sind sehr modern-Autobahnen- und ausgebaut. Teilweise fliege ich, da die Flugpreise auch sehr sehr billig sind. Diese Fotos kann ich nicht verifizieren, aber wenn mir die Autorin ihre Adresse gibt, nimm ich sie das nächste Mal mit. Dann darf sie mir diese komische "Hauptstraße" zeigen. Die Botschaft zahlt sicher ihren Flug. Straßenfotos gibt es genug im chin. Internet.
da habe ich jedesmal schon mehr Strafe bezahlt auf diesem Weg. Die haben dort jede Menge zu verbergen. Das Gefängnis auf halbem Weg (Bomi) ist legendär. Noch interessanter wird es, wenn man nach Süden zur Grenze abbiegt.
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