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vergrößern 500x375Tibetischer Humor: Dieser Mönch hatte wegen seiner Ähnlichkeit mit dem amerikanischen Präsidenten den Spitznamen "Obama".
vergrößern 500x375Diese Kinder leben im Kloster, um eine solide Ausbildung erhalten zu können
vergrößern 500x375Das Bild vom Dalai Lama hängt trotz Verboten in den meisten Klöstern prominent am Eingang.
Sie gehören zum täglichen Bild einer Stadt in Tibet: Mönche und Nonnen. Ein beachtlicher Teil der Familien schickt Kinder in die Klöster, um ihnen eine gute Ausbildung und der Familie gutes Karma zu sichern. Damit entsteht eine parallele Informationskultur zur chinesischen Propaganda, die hier niemand hören will.
Tibetische Mönche lieben Deutsche. Jedesmal, wenn ich bei einem Treffen meine Nationalität erwähnte, wurde mir gleich wärmstens gedankt, dass Frau Merkel 2008 den Dalai Lama empfangen hatte, zu einer Zeit wo die gesamte tibetische Bevölkerung Chinas aufgrund der Proteste in Lhasa mit großen Repressalien kämpfen musste. Das gleiche gilt auch für Franzosen.
Ich war erstaunt, dass diese Tatsache auch im abgelegensten Bergkloster jedem bekannt war, dachte jedoch, dies läge an der Bedeutung dieses Treffens mit dem geistigen Oberhaupt der Mönche. Ich stellte jedoch recht bald fest, dass die meisten Mönche sehr viel besser über internationale Politik unterrichtet waren als viele Durchschnittschinesen. Mönche haben direkten Zugang zu Informationen durch das Netz von Klöstern in ganz China bis nach Indien. Die Grenze zu Indien ist zwar rechtlich eigentlich nicht für sie geöffnet - die meisten haben keinen Reisepass und werden auch keinen von der chinesischen Regierung bekommen - doch regelmäßige Reisen in beide Richtungen scheinen faktisch an der Tagesordnung zu liegen. Viele Tibeter reisen im Laufe ihres Lebens wenigstens einmal nach Dharamsala in Indien, um eine Audienz beim Dalai Lama zu bekommen und nehmen viele Informationen und Neuigkeiten mit zurück in das chinesische Staatsgebiet, die sonst eher schwer zu erhalten sind. Auch das Internet ist eine wichtiges Instrument und in den größeren, reicheren Klöstern gehören iPhones zur Standardausrüstung der Mönche.
Und was die Mönche wissen, können sie auch weitergeben. Die Ausbildung in Tibet läuft vor allem über sie, denn auch wenn die universelle Schulpflicht hier wie in ganz China besteht, so sind die Schulen als Institutionen der Regierung verpönt und Hochchinesisch wird nur ungern gelernt oder gesprochen. Eine "richtige" Ausbildung erhalten Kinder, indem sie in einem Kloster leben und dort die tibetische Sprache, die klassischen religiösen und philosophischen Schriften, aber auch Politik lernen. Kindermönche sind aber nicht für den Rest ihres Lebens an ein Leben im Kloster gebunden, sondern können sich mit etwa 18 Jahren noch einmal entscheiden, ob sie in ein weltliches Leben zurückkehren oder dauerhaft im Kloster für eine höhere Ausbildung bleiben wollen. Diese dauert mehrere Jahre und wird bei weitem nicht von allen durchlaufen. Die meisten Menschen in Tibet können Chinesisch weder schreiben noch sprechen, und in den Gebieten außerhalb der Autonomen Region Tibets, die ich bereist habe, können sie auch ihre eigene Muttersprache Tibetisch nicht schreiben oder lesen. Diejenigen, die es doch können, haben es im Kloster gelernt.
Klöster sind aber der chinesischen Regierung als autonome Lehr- und Informationsaustauschorte ein Dorn im Auge. Denn trotz vieler gesetzlicher Auflagen, ständiger Repressalien und Kontrollen sind sie faktisch unkontrollierbar und können tun, was sie wollen. Offenes Zeichen dieser Freiheit, die sich die Klöster gegen das politische System herausnehmen, sind die allgegenwärtigen Bilder des Dalai Lama. Eigentlich ist es verboten, Bilder oder Schriften von ihm zu besitzen, aber in vielen Klöstern hängt er im Großformat beim Eingang und wird nur für den Besuch der chinesischen Beamten kurz eingerollt. Für solchen Trotz und allzu liberale Lehren müssen sie dennoch einen großen Preis zahlen. Immer wieder, erzählen sie mir, verschwinden Mönche und kommen nicht mehr zurück. Verhaftungen ohne Vorwarnungen, Verhöre und verschwundene Freunde stehen hier an der Tagesordnung. (An Yan, daStandard.at, 18.9.2012)
In der Provinz Yunnan gibt es Regionen, in denen Christen in der Mehrheit sind
In vielen Teilen Chinas gibt es christliche Minderheiten, die auf eine ganz eigene Missionierungsgeschichte zurückblicken
Die Mehrheit der Han-Chinesen bezeichnet sich als unreligiös - doch die Realität sieht anders aus
Wieder einmal geht es um Besitzansprüche, wieder einmal geht es gegen die Japaner
Immer mehr junge Chinesen machen sich auf die Reise über die berühmte G318 in die autonomen tibetischen Gebiete
Männer wie Frauen tragen in Tibet einen großen Teil ihres materiellen Besitzes am Körper
In der Präfektur Ganzi treffen Han-Chinesen und Tibeter aufeinander - und die Lage ist nicht gerade entspannt
Tibet ist viel weiter weg als man denkt – denn Entfernungen sind nicht nur in Kilometern messbar
Was vermissen aus China Heimgekehrte am meisten? Weder Tee noch Kalligrafie - es sind die Shaokaos
China ist dabei, vieles neu zu entwickeln,- und die Schulen gehoeren dazu. Es gibt viele berechtigte Kritik, aber man sollte auch anerkennen, dass man sich grosse Muehe gibt, den Kindern und Studenten Chancen fuer ein modernes Leben zu geben.
Eine derartige Entwichlung kann ich in Tibet nicht erkennen. Die klerikalen Schulen bieten nichts was ausserhalb des Lebens in den Kloestern sinnvoll genutzt werden koennte.
In der Tibets Nachbarprovinz Yunnan geniessen wir eine Religionsfreiheit, die beispielhaft fuer China sein koennte. Aber leider sieht es so aus, als ob die orthodoxen Kirchenfuersten in Tibet (und XinJiang) genau das verhindern wollten.
Chinesen koennen mit Konfrontation nicht gut umgehen, zugegeben, das mag eine Schwaeche sein.
"Ein gewaltloses Verhalten ist ein körperliches oder verbales Verhalten, das von dem Wunsch beseelt ist, nützlich zu sein, einem anderen zu helfen. Es ist also die Motivation einer Handlung, welche bestimmt, ob sie gewalttätig oder gewaltlos ist." (Zitat Dalai Lama)
Das wird dann oft mit der "Bauernschläue" der Tibeter (hihi) schadenfroh erklärt. Gleichzeitig, wird die Leier vom hermetisch abgeriegelten Tibet heruntergebetet. Je nachdem, wie es die politische Instrumentalisierung gerade erfordert.
Was es aber schön wiedereinmal zeigt ist, dass diese Ströme an Flüchtlingskindern, keine Flüchtlinge sind. Die tibetischen Eltern schicken ihre Kinder mit Schleppern (weil es billiger ist) über die Gebirgspässe, weil sie sich ein besseres Kharma versprechen, dass ihnen vom Dalai Lama versprochen wurde. Wir im Westen fördern diese Verbrechen noch aktiv, weil wir die Herz-Schmerz Stories ja so lieben.
angeblich offen sind?
In Wahrheit ist es lebensgefährlich, Tibet Richtung Indien oder Nepal zu verlassen, und die Flüchtlinge landen oft völlig erschöpft und halberfroren im sicheren Ausland.
Weil die Bauern meistens nicht von ihren Hof/Herde wegkommen bzw. wollen und Tibet, sehr, sehr, sehr groß ist. Gabs übrigens bei uns früher auch - Schwabenkinder.
Ja, es ist Lebensgefährlich die Kinder über die Pässe zu schicken. Das nehmen die ungebildeten Bauernfamilien aber für Karma und Familienansehen (der meiste Zugewinn erfolgt, wenn man es zum Dalai Lama schickt) aber gerne in Kauf. Und westliche Free Tibet Aktivisten fördern dieses Verbrechen auch noch im dummen Glauben, etwas sehr gutes oder edles zu tun.
im Beantworten bösartiger Postings. Zhangxueyou hat sich sicherlich einiges über Tibet angelesen. Individualismus, Freiheit und Religion sind ihm aber fremd. Ich nehme an, er hat um 16:00 Uhr Dienstschluss. Heute hat er 2 Yuan and 5 Mao verdient.
Warum sollten mir "Individualismus", "Freiheit" oder "Religion" fremd sein?
Apropo wussten sie eigentlich, dass viele Free Tibet Vereine über eine Zwischenfirma namens NED vom CIA gesponsert werden? Wie lebt es sich so, als Instrument eines kalten Kriegs Apparates?
Viel Bösartigkeit kann ich in den Artikeln von An Yan oder ihren Postings lesen, in meinen weniger. Und meine Boshaftigkeit richtet sich nicht gegen das tibetische Volk oder die Kultur, sondern gegen die westliche Ignoranz. Ich bleibe dabei, für mich sind die Free Tibet Fans die schlimmsten Chauvinisten. Diese fördern radikale tibetische Konservativisten und Nationalisten, nur weil sie gerne ein kleines Biotop der Spritualität hätten. Ein Biotop in dem die Menschen das Leben spirituelle Leben führen müssen, dass sie gerne selbst führen würden, aber nur im Urlaub, da sie in Wahrheit auf die Vorzüge des westlichen Lebens (Medizin, Heizung, Shopping und den täglichen Kaffee mit Kuchen) nicht verzichten wollen.
Anstatt das es mit Chinesen (und Tibet liegt in China, egal ob es gefällt oder nicht und das wird sich auch in absehbarer Zeit nicht ändern) kommunizieren und Kontakte knüpfen kann (Guanxi), wird es sich um Jobs anstellen, die dann Tibetische Verräter (die chinesisch sprechen) oder Gastarbeiter aus Zentralchina (die ebenfalls chinesisch) können, bekommen. Weil der Hauptinvestor in Tibet sind halt chinesische Firmen. 90% der Touristen in Tibet sind halt Chinesen (und keine europäischen Backpacker).
Tibeter müssen lernen, ihre eigene Kultur zu bewahren und gleichzeitig mit Chinesen klarzukommen. Das ist der Weg in die Zukunft, nicht die Flucht ins Mittelalter. Auch wenn das europäische Tibetfans nicht verstehen wollen.
Übrigens - in den von der Exilregierung in Indien organisierten Schulen für tibetische Flüchtlingskinder (SOS Kinderdorf ist da dankenswerterweise auch sehr präsent) haben die Kinder völlig normalen, modernen Unterricht. Ein guter Freund von mir war in so einem Internat und ist heute (westlicher) Arzt, viele gehen anschließend in die USA, Kanada, Europa etc. und studieren an den dortigen Unis weiter.
Dass Mönche jederzeit ihr Gelübde zurücklegen können verschweigen Sie ebenfalls.
Ich kenne diverse Tibeter, die Mönche waren und sich dann doch für ein weltliches Leben entschieden haben. Die innere Bindung an "ihr" Kloster bleibt dessen ungeachtet meist aufrecht, negative Konsequenzen hat es keine.
Religionsfreiheit ist kein Maxim. Der Schutz der Kinder ist diesem übergeordnet und diese Kinder haben ein Recht auf eine Zukunft und berufliche Perspektiven. Aus dem gleichen Grund, gibt es auch in Österreich die Schulpflicht und sie können ihr Kind nicht einfach in eine Koranschule oder ein buddhistisches Kloster schicken!
Dies aber nicht einmal aus "patriotischen" Gründen, sondern deswegen, da die Kinder bei der Betreuung der Herde gebraucht werden. Diese Familien neigen auch oft dazu, eins von diesen Kindern dann ins Kloster zu schicken (am Besten über die Berge zum Dalai Lama) damit es ein Mönch wird. Denen geht es widerrum nicht um Bildung, sondern um das Kharma und das Ansehen. Das sind tief verwurzelte Traditionen in Tibet, die zwar folkloristisch schön und anmutig sind (seufz, wie spirituell die Tibeter doch sind), in Wahrheit aber veraltete Praktiken sind und den Tibetern selbst am meisten schaden. Ich finde es immer wieder faszinierend, wie diese Bildungsfeindlichkeit zu Gunsten der Religion, von "aufgeklärten" Europäern glorifiziert wird.
Für mich war es stets interessant zu beobachten, wie manche Länder mit ihren Nomaden-Völkern umgehen.
Im alten Tibet waren immerhin 80% der Bevölkerung Nomaden.
In einigen Ländern Südostasiens mit einem hohen Anteil an Nomaden-Völkern wurden sogar mobile Schulen eingerichtet, manchmal mitten im Dschungel. Die Nomaden verpflichteten sich im Gegenzug, ihre Kinder für vereinbarte Zeiträume zum nächsten Schul-Mobil zu bringen. Das funktioniert erstaunlich gut.
In China wird den Nomaden nach Zwangsansiedlung die Existenz-Grundlage (ihre Tiere) genommen.
Manche Länder wollen scheinbar etwas erhalten und beschützen - andere wiederum wollen "die Bevölkerung radikal ändern" und alles platt walzen, wenn ersteres nicht klappt.
Zeigen sie mir ein tibetisches Kloster in dem die Kinder nur halbwegs in die Nähe eines österreichischen Volksschulabschlusses kommen.
Die tibetischen Kloster, sowie die Koranschulen waren gute Einrichtungen als es von staatlicher Seite her nichts anderes gab (Mittelalter). Im 21. Jahrhundert seine Kinder in eine Koranschule oder ein tibetisches Kloster zu schicken, geschieht ausschließlich aus radikal religiösen Gründen und dem Kind wird jede Perspektive genommen um in einer modernen Welt erfolgreich zu sein.
Wieviele sind viele? 1%??? Die USA haben ein striktes beschränktes Kontigent für Tibeter aus Dharamsala. Von diesen Stipendien und Green Cards profitieren einige wenige massiv, der große Rest bleibt in Dharamsala und schlägt sich irgendwie durchs Leben. Ein großer Teil geht sogar nach China zurück.
Die USA Stipendien dienen ausschließlich dazu noch mehr Tibeter mit "Lotterieversprechen" nach Indien zu locken. Das sind doch alles keine Lösungsansätze. Wenn Tibet sich entwickeln soll, muss es das Benützen was es greifen kann. Und das sind vor allem auch staatliche chinesische Schulen. Diese extrem Bildungsfeindliche Einstellung und Abschottung nützt Tibet überhaupt nichts!
Mit ihren abwertenden Worten beweisen Sie nur Ihre grenzenlose Arroganz und Unwissenheit.
Die tibetischen Kinderdörfer (Tibetan Children’s Villages) in Indien, Nepal und sogar in China haben zahlreiche Awards gewonnen. Sie wurden mehrfach ausgezeichnet - u.a. für modernste Schulbildung in jeder Hinsicht. Es gibt in Dharamsala z.B. sogar ein Cyper-Cafe, Paten für wichtige Schulabschlüsse etc.
In der tibetischen Gemeinde in Dharamsala studieren in der Relation erheblich mehr Jugendliche, als im tibetischen Hochland. Der Erfolg gibt dem tibetischen Schulkonzept Recht.
Es gibt also nicht den geringsten Anlass, in typisch chinesischer Arroganz "den dummen Tibetern" das eigene, total veraltete Schulkonzept über den Kopf zu stülpen.
genau das ist Ihr Problem. Sie wollen den Tibetern vorschreiben, was sie lernen sollen. Ihre Abwertung buddhistischer Studien zeigen nur, wes Geistes Kind Sie sind. In diesem Chauvinismus liegt mE das Hauptproblem der Tibeter mit den Kolonialherren aus China.
Aber sich der chinesischen Sprache zu verweigern weil man "diese halt nicht spricht", ist sehr kurzsichtig und die Kinder werden sicherlich um viele (berufliche) Chancen gebracht. Fahrlässig.
Und mit den buddhistischen Studien kann man halt beruflich wirklich kaum etwas anfangen, vor allem wenn klassische Schulbildung dadurch vernachlässigt wird.
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