The Mexican Mitt

Analyse | Toumaj Khakpour, 5. Oktober 2012, 20:56
  • Da  Romney in Umfragen in der Gunst der Latino-Wählerschaft  hinter Obama liegt ...
    foto: screenshot/derstandard.at

    Da Romney in Umfragen in der Gunst der Latino-Wählerschaft  hinter Obama liegt ...

  • ... geht der republikanische Präsidentschaftskandidat bei den Latino-Wählern auf Stimmenfang - wie es scheint mit Bräune aus der Tube.
    foto: dapd/charles dharapak

    ... geht der republikanische Präsidentschaftskandidat bei den Latino-Wählern auf Stimmenfang - wie es scheint mit Bräune aus der Tube.

  • Video-Kommentar über die "Univision"-Sendung

  • Conan O'Briens Parodie

Mitt Romney soll sich für eine spanischsprachige TV-Sendung brauner geschminkt haben

Mitt Romney hat es sich in den vergangenen Monaten und Wochen nicht leicht gemacht: Verbal ist er von einem Fettnäpfchen in das nächste gestiegen. Immer noch macht sich Verwunderung unter vielen US-Wählern breit, die sich, Romneys Einlenken zum Trotz, vor den Kopf gestoßen fühlen. Grund: Der republikanische Kandidat wurde bekanntlich auf heimlichen Aufnahmen gezeigt, in denen er vor reichen Spendern gut die Hälfte der amerikanischen Bevölkerung als Schmarotzer darstellte.

Unbedachte Töne

Dabei haben die unbedachten Bekundungen des 65-jährigen Wirtschaftsmannes in den Monaten vor der Wahl zugenommen. Die Ausführungen über London als unvorteilhaften Standort für die Olympischen Spiele 2012, die Äußerungen über den Status Jerusalems in der israelisch-palästinensischen Debatte oder die Beileidsbekundungen nach der Schießerei in einem Sikh-Tempel, an der Romney, das Wort "Sikh" mit "Sheik" (Scheich) verwechselte, liefern Belege dafür. Es dürfte nicht wenige Minoritäten geben, die sich bei Romney nicht für Ernst genommen fühlen.

Ein Beispiel: Laut Umfragen liegt Romney fast 40 Prozentpunkte hinter Obama - wenn es um die Gunst der Wählerschaft aus Latino-Kreisen geht. Laut der US-Volkszählungsbehörde haben etwa zehn Prozent der amerikanischen Gesamtbevölkerung mexikanisch-amerikanische Vorfahren. Diese Stimmen könnten von besonderer Bedeutung sein.

Umstrittener TV-Auftritt bei "Univision"

Vor gut zwei Wochen wurde Romney zum spanischsprachigen TV-Sender "Univision" nach Miami, Florida eingeladen. Romneys Aufgabe dort war es, in der Sendung mit dem Titel "Conozca a los candidatos" (Treffen mit den Kandidaten) den "Latino-Americans" politisch näher zu kommen. Bereits bei der Begrüßung fiel manchen Zusehern auf, das Romney wesentlich brauner geschminkt worden war, als bei anderen TV-Auftritten zuvor.

"Fake tan. Fake fans. Really sad."

Ein Facebook-User, der die Sendung mitverfolgte, bemerkte hierzu: "falsche Bräune, falsches Publikum, ein Trauerspiel." Der mexikanisch-stämmige Journalist Albor Ruiz kommentierte: "Ein unnatürlich gebräunter, republikanischer Kandidat, der die Vermutung aufkommen lässt, er würde sich durch ein dunkleres Make-Up, bei Latino-Wählern beliebter machen wollen." Sowohl die republikanische Partei, als auch der Sender Univision und seine, für das Make-Up verantwortlichen Angestellten, stritten diese Vorwürfe jedoch ab.

Spekulationen bleiben

Zu beweisen ist hierbei sicherlich nichts. Immerhin könnte auch ein falsche Beleuchtung oder schlechte Schminkfarbe in der Maske dafür verantwortlich zu machen sein. Dass dieser Fauxpas aber ausgerechnet in jener Sendung passierte, in der der allergrößte Teil der Zuseher aus Latino-Familien stammt, lässt den Raum jedoch für Spekulationen offen.

Romneys Immigrationsgeschichte

Schließlich war es auch Romney, der mit der Immigrationsgeschichte seines Vaters George - der in einem kleinen mexikanischen Ort Names "Colonia Dublan" geboren wurde - auf Stimmenfang ging. Romneys jüngster Sohn Craig unterstrich zusätzlich in TV-Spots und Reden auf Spanisch stets die mexikanische Herkunft seines Großvaters.

Brauner als je zuvor

Das Polit-Weblog "Huffington-Post", dokumentierte Romneys vorherige Auftritte bis zur Sendung in Miami mit Fotos und kam zum Schluss, dass sich "nirgends der Bronze-Anteil" so deutlich zeige, wie bei seinem Auftritt beim spanischsprachigen Sender "Univision". Laut der Onlinezeitung erschien Romney drei Tage zuvor bei einem Auftritt in Missouri "erheblich bleicher". Die Veränderung müsse sich demnach innerhalb dieser drei Tage zugetragen haben, schlussfolgerte das Blog.

"Mexican Mitt"

Den größten, bislang bekanntesten Eklat gegenüber der mexikanisch-stämmigen Community, brachte ihm eine scherzende Aussage über seinen elterlichen Haushalt ein: "Wenn ich mexikanische Eltern gehabt hätte, wäre es für mich heute leichter, dieses Rennen zu gewinnen." Bereits Anfang diesen Jahres gründete sich ein politisch-satirischer Twitter-Account namens "@MexicanMitt", der sich im wesentlichen mit den Aussagen des Politikers beschäftigt und versucht, diese satirisch aufs Korn zu nehmen: "I am the Juan percent! Ajua!" (Toumaj Khakpour, daStandard.at, 5. Oktober 2012)

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;-)

Ach was machen wir an Ostern nur mit all diesen Farben...? gg, lol, ;-)

Ich liebe es zu spielen!

Wenn die Muslims glauben mich überzeugen zu können sind sie falsch gewickelt. Obama ist ein Jude! Darum...

Oha, was macht er erst, wenn er seine Wahlreden in Compton, Watts und South Central hält? Scharze Schuhcreme ins Gesicht?

[US2012]

Bitte der ist nicht braun, der ist ORANGE!
www.huffingtonpost.com/2012/09/2... 00387.html
(komischerweise im rückwärtigen Halsbereich nicht)

[US2012]

Mitt Romney (Zitat!): "It would be helpful to be Latino."
Zufälle ... :-)

Hillary Clinton spricht sogar 'nen anderen Akzent je nachdem wo sie Wahlreden schwingt.

http://www.youtube.com/watch?v=YaDQ1vIuvZI

Du kannst einer Ziege einen Frack anziehen, aber Ziege bleibt Ziege

Conozca a los candidatos

bedeutet aber nicht "Treffen mit den Kandidaten" sonder lässt sich mit "Lerne den Kandidaten kennen" übersetzen

Vielen Amerikanern ist es zuzutrauen, dass sie sich nun eher diesem Wendehals zuwenden. Amerika scheint auch das Land der unbegrenzten Dummheit zu sein.

Hier kommt er gerade vom Stimmenfang ...

... bei den (Rest-)Rothäuten.

http://de.wikipedia.org/w/index.p... 0313203336

"Sorry, we needed the land ..."

Jetzt muss er nur noch Kreide fressen ...

... und eine Pfote in Mehlpapp tauchen.
Und schon ist er Präsident des mächtigsten Landes der Erde.
God bless America!

täuschen und tarnen

Wahrscheinlich hat Mitt Romney das nötig, um zu Stimmen zu kommen. So etwas nennen gläubige Menschen Lüge und Betrug. Ist das bei den Mormonen so üblich?
http://gott-spricht.beepworld.de

Umso mehr Stimmen von Albinos wird er verlieren...

Wieso die Aufregung?

Obama ist ja auch weiß geschminkt, wenn er in Alaska auftritt ;-)

Nein, Romney scheint nichts zu blöd zu sein, um an die Macht zu kommen. Und auch Habenichtse - das sind in den USA nicht zu wenige - werden ihn wählen.

Auch manche gering oder nichtbesteuerten Ärmsten wählen konservativ, weil für den - unwahrscheinlichen- Fall, dass sie einmal reich werden würden, wollen sie dann auch wenig - was sage ich - gar keine Steuern abliefern.

brauner geschminkt haben, ja richtig Scheiße...

während sich keine der nicht wenigen minoritäten, die sich bei romney nicht für ernst genommen fühlen, sich von obama nicht ernst genommen fühlen

Vielleicht arbeitet Romney ja auch nur an einem Fotobuch mit lauter Selbstportraits in unterschiedlichsten Schattierungen.

"50 Shades of Romney".

*brrrrrr*

11 shades sinds bisher - http://9gag.com/gag/5529726

Romney ist ein Clown.

[propagandapranga] FOX NEWS

-
Auf www.foxnews.com :
• RIESENGROSS "S-U-R-G-E" mit Riesenbild von Romney
• Darunter "Debate Bounce" (obwohl seriöse Meinungsumfrager sagen, dass man dass wissenschaftlich erst in ein paar Tagen mit Sicherheit sagen kann)
• Dann: "Jobless rate dips under 8% ... But is the number real?"
• "Bials alert: Media's new debate excuse - he lied"

wow ... bin sprachlos.
Das untertrifft sogar FoxNews - Standard ...

Mist, jetzt wollte ich das ansehen aber mein Murdoch Block filtert das :D.

Mitt Romney: "I am everything to everyone!"

D.h. vielleicht will der Petzner bei uns

auch nur Österreichs Latinos ansprechen?

petzner ist ideologisch, musikalisch sowie dermatologisch auf dem holzweg

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