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vergrößern 800x600Diese Kirche steht in Nordyunnan. Sie ist eine Rekonstruktion einer während der Kulturrevolution zerstörten Kirche, die einst von portugiesischen Missionaren errichtet wurde.
Religiöse Zugehörigkeit zuzuordnen ist in China ein schwieriges Unterfangen, da die meisten Chinesen sich als Atheisten beschreiben, obwohl sie faktisch keine sind - siehe den letzten Blog-Eintrag. Wikipedia zählt 30 Prozent der Bevölkerung zum Taoismus, 18 Prozent zum Buddhismus und 4 bis 5 Prozent zum Christentum. Fast die Hälfte der Chinesen sind offiziell Atheisten (42 Prozent) oder gehören den "Minoritäten-Religionen" wie dem Islam und bestimmten buddhistischen Strömungen (2 Prozent) an.
Christen sind demnach eine nicht zu vernachlässigender Teil der chinesischen Gesellschaft, und die absolute Zahl wird je nach Quelle auf mehrere zig Millionen geschätzt. Die chinesische Regierung beobachtet das Wachsen der christlichen Gemeinden mit Unbehagen; eine externe Religion, die somit schwer zu kontrollieren ist, ist potenziell gefährlich für die Einheit des Staates. Es gibt aber große Unterschiede und Spannungen zwischen den verschiedenen christlichen Gruppen.
Abgesehen von der immer größeren Zahl von Chinesen, die seit Beginn der Reform- und Öffnungsperiode in den letzten Jahrzehnten in Großstädten Christen werden, entstanden in einigen Gegenden schon vor Jahrhunderten christliche Enklaven. Die Missionare brachten nicht nur die Religion, sondern auch Bräuche, Baustil und Alphabetisierung mit. Die Verträge, die den Opiumkriegen des 19. Jahrhunderts folgten, ermöglichten eine Öffnung des Landes für westliche Wirtschaftstreibende - und Missionare.
Wo immer Missionare waren, wurden sie schnell aktiv, bauten Schulen, boten Ausbildungsmöglichkeiten in Medizin und Landwirtschaft an und waren durch Wohltätigkeitsarbeit wie die Verteilung von Lebensmitteln, die Versorgung der damals sehr hohen Zahlen von Drogenabhängigen und Waisen, Kranken et cetera auch sozial tätig. Es ist bekannt, dass sie sich öffentlich gegen ihrer Meinung nach rückständige Gewohnheiten aussprachen, etwa das Konkubinentum.
Die damit einhergehenden Spannungen fanden ihr Ventil beispielsweise im Boxer-Aufstand, der sich unter anderem gegen den christlichen Einfluss in der chinesischen Gesellschaft richtete. Es gab außerdem immer wieder Vorfälle, in denen der Volkszorn in spontane Überfälle auf christliche Gemeinschaften gipfelte.
Laut Quellen der katholischen Kirche gehören die meisten Christen in China zu den Protestanten und davon wiederum die meisten zu diversen Pfingstgemeinden. Die Protestanten hatten in den letzten Jahrzehnten mit Abstand die größten Zuwachsraten, während die katholische Kirche eher wenige Konvertiten aufweisen kann. Katholiken sind aber auch weitaus stärker der staatlichen Verfolgung ausgesetzt als Protestanten.
Die katholische Kirche in China hat aber auch mit anderen Problemen zu kämpfen. So gibt es bei weitem nicht genug Priester, um jeder Gemeinde oder auch nur jeder Kirche einen zuzuteilen. "Die Ausbildung innerhalb von China ist schwierig, und die Reise nach Europa, um idealerweise in Rom ausgebildet zu werden, ist politisch und wirtschaftlich äußerst schwierig", erzählte mir ein Priester, der für ein riesiges Gebiet zuständig ist und nur alle paar Wochen nach Hause kommt, um dort die Messe abzuhalten. "Außerdem werden immer wieder Priester eingesperrt, was die Situation nicht besser macht." Zudem gibt es einfach immer weniger Menschen, die Priester werden wollen.
Katholiken sind vor allem auf dem Land vertreten, wo die staatliche Kontrolle geringer ist und die Religion im Lauf der Jahre mehr mit den lokalen Gebräuchen vermischt wurde. Die Provinzen Hebei und Shanxi haben große katholische Gebiete. Während Katholiken sich auf die bestehenden Gemeinden konzentrieren, sind die Protestanten mehr in den Städten vorherrschend und viel aggressiver auf die Missionierung von Neumitgliedern ausgerichtet. Die Katholiken teilen sich in eine Strömung, die - oft aus taktischen Gründen - mit der kommunistischen Partei kooperiert, und einen Teil, der sich dem streng verweigert. Es gab historisch immer wieder Spannungen zwischen diesen zwei Gruppen.
Heute werden in China häufig diejenigen Menschen Christen, die sich von den strengen Regierungsdoktrinen distanzieren wollen; in Europa würde man sie "alternativ Denkende" nennen. Studenten, die mit dem rigiden universitären und sozialen System nicht klarkommen, wenden sich häufig an neue, nichtchinesische Ideologien, von denen sie sich alternative Ansätze und Ideen versprechen. Die lokalen Kirchengemeinschaften bieten zudem gute Möglichkeiten für alternative Arbeitsplätze und Kontakt mit Gleichgesinnten. (An Yan, daStandard.at, 16.10.2012)
In der Provinz Yunnan gibt es Regionen, in denen Christen in der Mehrheit sind
Die Mehrheit der Han-Chinesen bezeichnet sich als unreligiös - doch die Realität sieht anders aus
Wieder einmal geht es um Besitzansprüche, wieder einmal geht es gegen die Japaner
Klöster sind die wichtigsten Lehr- und Informationsstätten für die Tibeter
Immer mehr junge Chinesen machen sich auf die Reise über die berühmte G318 in die autonomen tibetischen Gebiete
Männer wie Frauen tragen in Tibet einen großen Teil ihres materiellen Besitzes am Körper
In der Präfektur Ganzi treffen Han-Chinesen und Tibeter aufeinander - und die Lage ist nicht gerade entspannt
Tibet ist viel weiter weg als man denkt – denn Entfernungen sind nicht nur in Kilometern messbar
Was vermissen aus China Heimgekehrte am meisten? Weder Tee noch Kalligrafie - es sind die Shaokaos
Erwähnenswert ist, dass der Vatikan ja Taiwan offiziell anerkennt, und daher es Diözesen in Taiwan gibt, und daher die katholische Kirche in Taiwan stärker vertreten ist (allerdings sind auch in Taiwan die Protestanten etwas größer vertreten, davon ein guter Teil in evangelikalen Freikirchen - also ziemliche Fundis). Interessant war ja dass zum Begräbnis von Johannes Paul II. ja der taiwanesische Staatspräsident geladen war und nicht der festlandchinesische.
Das Verhaeltnis der "patriotischen" und der "roemischen" katholischen Kirche ist in Yunnan seit einigen Jahren ziemlich entspannt und beide halten oefter mal in schoener Eintracht gemeinsam Gottesdienste http://stanleymaryknoll.typepad.com/.services... ter.q=dali
In Yunnan sind auch schon einige junge Priester unter den wachsamen Augen von BeiJing und Rom ordiniert worden.
Und in Kunming, das ist da, wo die Autorin voruebergehend zuhause ist, gibt es Ma YingLin, einen der einflussreichsten, katholischen Bischoefe, der geeignet sein koennte das beiderseitige Verhaeltnis neu zu ordnen.
Nun gut, ich will nicht behaupten, dass China ein liberales, Land ist, aber es gibt vernuenftige Ansaetze dazu.
wie KP vertreter auf untergrundkirchen hingewiesen haben, als nach der moeglichkeit zum Besuch eines Gottesdienstes gefragt wurde. Klar gibt es alles.
Trotzdem ist Religion noch immer ein sehr sensibles Thema, definitiv nicht frei und es gibt repressalien. Im moment weniger gegen Christen und mehr gegen Moslems und Tibetische Buddisten - aber das kann auch schnell wieder anders sein, vor allen wenn die KP Christen als Machtfaktor wahrnimmt...
Ich weiß nicht, woher die Autorin diesen Blödsinn hat. Ich selbst habe voriges Jahr in Sichuan die Christmette in Chengdu mitgefeiert(mit ca. 5.000 Menschen) in einer herrlichen Kirche, welche die Stadt für die Katholiken gebaut hat. Totoal friedlich ! Kein Repressionen oder andere Sachen gegen die Leute, im Gegenteil, freundliches Entgegenkommen der Provinzregierung.
Und bei den Reisen in andere Provinzen nicht anders.
Wie schon bei meiner Kritik zur Straße nach Tibet: Ich lade die Autorin für die nächste Geschäftsreise ein, endlich China kennenzulernen. Denn das was sie da erfindet, ist Unsinn. Sie war scheinbar noch nie in China. Meine chin.Freunde lachen über derartige Fantasien.
Es ist tatsaechlich so das man als Geschaeftsreisender, oder auch als geladener Gast an einer chin. Universitaet nur einen Teil Chinas zu Gesicht bekommt. Ihnen muss klar sein dass man in China als Geschaeftsmann nur erfolgreich ist, wenn man entweder Teil der Partei ist, oder zumindest gut mit Ihr vernetzt/verbandelt ist. Klar sagen Ihnen diese Freunde nur das das alles nicht stimmt und es keine religioese Verfolgung gibt.
Meine chinesischen Freunde sind auf alle Faelle nicht Ihrer Meinung. Religion ist ein sensibles Thema in China, Christen kommen noch gut weg im Vergleich zu Moslems oder Tibeter, trotzdem haben auch sie mit Schwierigkeiten zu rechnen.
Nun, ich bin nicht nur Geschäftsreisender mit Niederlassungen in China, bin mit einer Chinesin verheiratet, kenne durch die Familie auch andere Zugänge zum Land.
Zur Weihnachtsmette wurde ich von der Stadtregierung eingeladen, die dies als Service für Europäer sah. Beim nachherigen Treffen mit Leuten berichtete keiner etwas von Schwierigkeiten, im Gegenteil.
Was aber wichtig ist: Solange sich die Religionen nicht in die Politik einmischen, bleiben sie unbehelligt. Religion ist dort eben Privatsache und das muss man akzeptieren. Möchte die Religion den Staat verändern ist sie natürlich nicht gern gesehen. Das ist aber überall auf der Welt so, auch bei uns !
Jeder Krieg beginnt vorbereitend mit Propaganda
Was Sie daran zum Lachen finden verstehe ich nicht
Alleine einen Artikel über Christen in China zu schreiben ohne das Wort amerikanische Evanglikale und deren massive Missionstätigkeit zu erwähnen ist schon absurd
die amikanischen christen sind sicher ein thema fuer sich. allerdings ist es nicht so das sich die KP nur wegen extremer vertreter einer religion (obs nun die freikirchen sind, oder bestimmte extremere islamische stroemungen), sondern man muss ganz klar sagen das es in China noch immer keine echte Religionsfreiheit gibt, genausowenig wie Versammlungsfreiheit, oder die Freiheit eine unabhaenige Gewerkschaft zu gruenden.
Wo Sie Krieg sehen wollen, weis ich nicht. Was ich weis ist das Chinesen selbst sich in diesen und anderen Bereichen mehr Freiheit wuenschen, sie aber nicht bekommen. Da brauchts keine Amis dafuer.
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