Kein zweites Babel in Gföhl

Im Widerstand gegen den geplanten Bau eines buddhistischen Tempels im Waldviertel übertrumpften sich christlich-konservative Gruppierungen in Fremdenhass und Verhetzung

Nichts hat wohl die kleine, beschauliche Waldviertler Stadgemeinde Gföhl mehr erregt als der geplante Bau eines buddhistischen Tempels. Zum ersten Mal in der Geschichte Gföhls wurde eine Volksbefragung anberaumt, in der letzten Sonntag über die Errichtung des 35 Meter hohen Stupa-Baus abgestimmt wurde. Zwei Drittel der Bevölkerung haben dem Bau eine Absage erteilt, schon vor der Abstimmung wurde Stimmung gegen das "Weltfriedensdenkmal" gemacht (derStandard.at berichtete). Dabei gewann Hetze statt sachlicher Argumentation die Oberhand. Da wäre einmal die Aussage von Ewald Stadler, EU-Parlamentarier des BZÖ, dass dieser "Götzentempel" nicht gebraucht werde. Aber das war erst der Anfang.

Stupa, Babel und fremde Sitten

Die ultrakonservative Piusbruderschaft, in der Stadler bis 2008 noch Mitglied war, ließ in einer Sonderausgabe des internen Hausblatts "Ursprung und Ziel" verlautbaren, "dass eine neue Religion demonstrativ Einzug ins Waldviertel hält" und in weiterer Folge die Menschen in der Gegend beeinflussen werde. In der Aussendung wird auch an den "Stolz der katholischen Heimat" appelliert und davor gewarnt, dass eine katholisch geprägte Gegend zum "Tummelplatz der Religionen" werde. Der Stupa-Bau wird dabei kurzerhand mit Babel verglichen. Sie wissen schon, dieser biblische Sündenfall rund um einen Turmbau mit hochmütigen Menschen, die bestraft werden für den blasphemischen Übermut und das Suhlen im babylonischen Sündenpfuhl.

Auch die Österreichische Gesellschaft zum Schutz von Tradition, Familie und Privateigentum (TFP) warnte vor dem Stupa-Bau, weil dieser zum "zunehmenden Abfall vom katholischen Glauben" nicht nur im Waldviertel, sondern in ganz Österreich führen werde. Dieselbe Gesellschaft, die übrigens Privateigentum als zu beschützende wichtige Säule der christlichen Gesellschaft neben Tradition und Familie sieht, warnte auch vor der Einführung "vollkommen fremder Sitten in Kleidung, Ernährung, Gebet, öffentlichen Verhaltensweisen" in Gföhl.

Der Buddhismus und seine Riten werden dabei auch als den österreichischen Traditionen "diametral entgegengesetzt" gesehen. Demnach seien Gföhl, das Waldviertel, ja das gesamte Christentum durch den Stupa-Bau gefährdet. Ob die Gföhler Bevölkerung bei dem Anblick einer Frau im Sari (egal ob aus Indien, aus Österreich oder sonst wo) oder beim Verkosten chinesischen Essens der Schlag treffen würde, darüber hat die TFP nichts geschrieben, vor "exzentrischen Touristen" im Falle der Errichtung des buddhistischen Denkmals und Tempels wurde aber gewarnt.

Abgründe

Auch der Wiener Akademikerbund hat gemeinsam mit anderen Organisationen, unter anderem der Christen-Allianz und Pro Vita - Bewegung für Menschenrecht auf Leben, einen Appell gegen den Stupa-Bau verfasst, der auch in den Postkästen der Gföhler Haushalte landete. Auf vier Seiten reihen sich da verhetzende, diffamierende und menschentwürdigende Aussagen aneinander. So wird der Buddhismus als "Wolf im Schafspelz" bezeichnet und aus "sittlichen Gründen" abgelehnt. In weiterer Folge wird der Buddhismus unverhohlen mit Drogensucht, Pädophilie, unbeschränkter Sexualität "außerhalb der ehelichen Verbindung zwischen Mann und Frau" in Verbindung gebracht beziehungsweise bezichtigt, Pädophilie, Missbrauch und Drogenkonsum nicht zu sanktionieren. Dass in den letzten Jahren aber kein Jahr vergeht, ohne dass neue Missbrauchsskandale in der katholische Kirche aufgedeckt werden, haben die erzkonservativen Katholiken nicht erwähnt.

Die Abgründe der Hetze und Diffamierung kulminieren dann in Vorwürfen des Ritualmords, Kannibalismus und "sexualmagischer Praktiken", die das Gefügigmachen minderjähriger Mädchen mit Drogen vorsehen würden. "Garniert" wird das ganze mit Fotos von sich selbst verbrennenden Mönchen und einem Buddha mit einem Hakenkreuz auf der Brust.

Das Fremde unsichtbar machen

Diese Hetzpropaganda erzkonservativer katholischer Organisationen ist zu verurteilen, egal was man/frau von Religionen allgemein hält. Warum ist es im Österreich des 21. Jahrhunderts anscheinend immer noch legitim, andere Kulturen, Religionen und religiöse Minderheiten (rund 20.000 Buddhisten gibt es schätzungsweise in Österreich, weltweit sind es rund 400 Millionen) zu diffamieren und gegen diese zu hetzen? Warum fühlt sich zum Beispiel die oben zitierte Österreichische Gesellschaft zum Schutz von Tradition, Familie und Privateigentum (TFP) so bedroht von der Anwesenheit von zwei koreanischen Mönchen in "fremder Kleidung" und mit anderen Ernährungsgewohnheiten? Was bleibt aus der ganzen Debatte und den Diffamierungen, außer dass sich die FPÖ Niederösterreich auf der eigenen Homepage sehr erfreut über die Absage an den "kulturfremden Buddha-Tempel" zeigte?

Es ist anscheinend immer noch salonfähig (auch unter erzkonservativen Christen), die eigene Religion, Kultur, Tradition durch Diffamieren und Hetzen gegen andere Bevölkerungsgruppen "höherzustellen". Es muss auch darüber reflektiert werden, warum jedweder "Sichtbarmachung" von anderen Kulturen/Religionen, die im katholischen Österreich die Minderheit darstellen, mit so viel Fremdenhass und Hetze begegnet wird - selbst bei Buddhisten, deren Religion im Gegensatz zum viel gefürchteten Islam keine verstörenden fundamentalistischen Strömungen, keine religiös begründeten Menschenrechtsverletzungen, keine terroristischen Selbstmordattentäter "vorweisen" kann und die nicht mit Kopftüchern und Verschleierung die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit erregen. Vielleicht hätte ein "Mini-Stupa", der nicht einmal eines der vielen Einfamilienhäuser in Gföhl überragt hätte, niemanden gestört. Aber das hieße wiederum, dass alles anders Aussehende ja nicht zu sehr sichtbar gemacht werden darf, sondern klein und unsichtbar gehalten werden muss. (derStandard.at, 17.2.2012)

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Wenn es sich um ein "Gedankengebäude" handelt, dass sich nicht auf seinen Wahrheitsgehalt hin überprüfen lässt, dann erübrigt sich jede Diskussion. Ein solches Gedankengebäude könnte man getrost außer Acht lassen.

Sie haben sich auf die katholische Lehre bezogen

und behaupten gleichzeitig, man solle dem anderen nicht seine Meinung aufdrängen - das funktioniert nicht!

Als Katholik sind Sie dazu aufgerufen bei anderen "Irrtümer des Gewissens zu beheben" - wie soll das funktionieren ohne dem anderen die eigene Meinung aufzunötigen?

Zwischen...

..."Irrtümer beheben" und "aufnötigen" (ein nettes Wort haben Sie da...) ist ja wohl ein Unterschied.

In diesem Fall NEIN, kein Unterschied, den ich ekennen könnte.

Nächstenliebe kann aber vielleicht auch bedeuten, dass man seinen Nächsten vor der Hölle zu schützen versucht, in die man manchen Leuten zufolge kommt, wenn man der falschen Religion folgt.
Das Problem mit der Nächstenliebe ist, dass man damit ziemlich viel rechtfertigen kann, auch was die Betroffenen vielleicht gar nicht mal so lieb finden.

gibt aber

keine Anhaltspunkte dafür, dass man in die Hölle kommt, nur weil man Buddhist ist. Mit Ihrer Argumentation lassen sich ebenfalls unrechtmäßige und eigentlich mit der Demokratie nicht vereinbare Taten leicht relativieren. Deswegen sehe ich da keine so tolle "höhere" Ethik oder Morallehre drinnen, aber vielleicht könnten sie das ja etwas präzisieren?

Es gibt ja nicht mal Anhaltspunkte, dass es die Hölle oder ein Leben nach dem Tod überhaupt gibt. Alles reine Phantasie mit recht schlimmen Auswirkungen auf jene Menschen, die sich diesen Unsinn gefallen lassen.

es geht hier um die Argumentation der Bibel

die klar sagt: "wer nicht glaubt, der wird verdammt werden" (Markus 16; 16)

Wenn die Evangelien für einen Katholiken kein Anhaltspunkt sein sollen, was dann?

Leider ist das Christentum heute nur mehr in der entkernten Softversion bekannt - wenn überhaupt.

das markusevangelium endet mit 16,8.

nochmals: lernen Sie exegese.

also, da offenkundig aufklärung not tut (und mein erster antwortversuch bei metternichs erben hängengeblieben ist):

das markusevangelium endet mit 16,8. mit 16,9 beginnt der sekundäre markusschluss, der frühestens aus dem 2. jh. stammt und in den besten manuskripten (vornehmlich codices sinaiticus und vaticanus) fehlt. auf gut deutsch: mk 16,9ff haben in der bibel überhaupt nichts verloren und sind im übrigen in den wissenschaftlichen ausgaben des griechischen NT auch als sekundärer nachtrag gekennzeichnet.

also, damit auch Sie es kapieren:

mk 16,8 stellt den letzten vers des markusevangeliums dar. mit 16,9 beginnt der sekundäre markusschluss, der frühestens aus dem 2. jh. stammen kann, was angesichts seines fehlens in den codices sinaiticus und vaticanus aber sehr unwahrscheinlich erscheint.

Verdammt heißt hier, dass derjenige, der nicht glaubt, Rechenschaft für seine Taten ablegen muss, während derjenige, der glaubt, vom Gericht befreit ist, weil Christus für ihn Rechenschaft gibt. Das Heilsversprechen Gottes gilt allen Menschen, nur diejenigen, die glauben, werden es leichter haben, weil sie durch ihren Glauben das Heilsversprechen schon empfangen haben. Das Reich Gottes wirkt schon unter uns, schon vergessen..? In der Offenbarung nach Johannes heißt es etwa, dass die Könige der Welt mit ihrer Pracht in das Reich Gottes eintreten werden. Die Könige der Welt sind Heiden bzw. Nichtchristen.

laut wikipedia

bedeutet verbannung im relig. kontext "ausschluss vom heil". Das könnte man - passend zum Thema der "aufgezwungenen Nächstenliebe" - auch so interpretieren, dass die Bibel es einem freistellt keinen christlichen Glauben zu haben. Ohne dafür verfolgt zu werden...

Ja, ja, und bei Paulus steht in Römerbrief: "Gott hat alle in den Ungehorsam eingeschlossen, um sich aller zu erbarmen.", und im 2 Korintherbrief steht, dass Gott die ganze Welt mit sich versöhnt hat.

Mit Ihrer biblizistischen Steinbruchexegese werden Sie auf keinen grünen Zweig kommen.

Im Römerbrief geht es um die Juden,
im 2.Korinther um Menschen die "in Christo" sind - beides lässt sich doch nicht ernsthaft auf die Buddhisten anwenden?!

Und Sie werfen mir Steinbruchexegese vor!

Haben Sie auch substanzielle Einwände?

Gerade Markus 16;16 ist doch nur eines von vielen Beispielen, das von der Verdammnis jener spricht, die Jesus nicht folgen - diese Tendenz der Bibel ist doch gut abgesichert.

das ist nicht mein Standpunkt. Aber es gibt Leute die glauben, dass die Buddhisten in die Hölle kommen.
Vielleicht gehören der Stadler und die anderen Christen dazu.
Die denken natürlich auch, dass sie sehr wohl Anhaltspunkte dafür haben, dass das sogar vielleicht alles ziemlich klar ist.
Ich hab nie behauptet dass das eine höhere Ethik oder Morallehre darstellt.

Wie verhält sich die Amtskirche?

"Dieselbe Gesellschaft, die übrigens Privateigentum als zu beschützende wichtige Säule der christlichen Gesellschaft neben Tradition und Familie sieht.."

Na, das ist aber ein Hammer.

Im Übrigen:
1. Ich möchte z.B. gern mal den Kannibalismusvorwurf u.a. sehen, bevor ich das glaube. (Standard?!)
2. Ich finde es vollkommen in Ordnung, dass sich die Bürger ihre neuen Untermieter selber aussuchen können (auch wenn ich es persönlich bei Muslimen, aber nicht bei Buddhisten nachvollziehen kann).
3. Es tut mir leid, und vielleicht tue ich Ihnen Unrecht: Aber bei einem nicht näher definierten Autor Güner Alkan beschleicht mich ein seltsames Gefühl.
Ich bekomme Erinnerungen an die dubiosen Kommentare zu Christen in Irak/Syrien des Islamisten Baghajati, und ich muss auch an das generelle Bauverbot von anderen Gotteshäusern als Moscheen in der Türkei denken.

Sorry, für mich passt da was nicht zusammen

dann lesen sie zum ersten mal einen beitrag von güler alkan

güler alkan schreibt sehr gute beiträge und hat bisher unzählige beitrage verfasst.
sie ist grundsätzlich religionskritisch.

daStandard.at live
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17.2.2012, 18:17
Liebe/r Dhimmi,

unsere Autorin GÜLER Alkan die in Österreich geboren und aufgewachsen ist, steht nicht in geringster Weise irgendwelchen religiösen Organisationen, Vereinen etc. nah.
Sie schreibt oft kritisch über religiöse Themen, wie z.B. hier: http://dastandard.at/131701932... der-U-Bahn

Über unsere AutorInnen (und die richtige Schreibweise ihrer Namen) können Sie hier lesen: http://dastandard.at/126585204... t-sich-vor

Beste Grüße,

das daStandard-Team

Islamischer Imperialismus

@redaktion

Ich kann Euch nur empfehlen, den Ausdruck "Dhimmi" freien Bürgern gegenüber nicht zu verwenden. Denn seine Verwendung impliziert islamischen Imperialismus. Zumindest solltet Ihr die Absichten Eurer Glaubensbrüder nicht so deutlich zum Ausdruck bringen. Noch nicht.

den Kannibalismusvorwurf gibts hier auf Seite 3:
http://images.derstandard.at/2012/02/1... dungen.pdf
"Auch zum Verzehr von Ausscheidungen und von Fleisch toter Menschen wird angeregt."

Woher haben Sie die Information, dass nur Moscheen und keine anderen Gotteshäuser in der Türkei gebaut werden dürfen?

Ich weiß, Sie irren sich nie - deshalb bin ich ja auf Ihrer Antwort so gespannt!

http://www.esowatch.com/ge/index.... Buddhismus

Ist das jetzt auch so eine "erzkonservativ-katholische Gruppierung"?

Lies zur Abwechslung mal

was Gscheites, anstatt mit den immer gleichen Sudelseiten, auf denen eh nur einer vom anderen abschreibt, hier hausieren zu gehen...!

http://www.studentsforafreetibet.org/downloads... peated.doc

.

Das ist auch nur Propaganda.

Na,

du weißt ja Bescheid...!

(Apropos, warum verlinkst du dann Propagandaseiten...?)

.

lasst gföhl sein kirchlein,..

und es hat eine umfahrung, man hat es schnell passiert,..
sie werden busse tun,..im nächsten leben,...

Manchmal muß man sich für seine Landsleute wirklich schämen....

...

LOL eine neue Religion LOL uebersetzung: alle was der katholizismus abgeschrieben hat haben wir vergessen, wir FPOE tippis... der stadler will ja nur davon ablenken, dass die mindestsicherung den buddhisten scharenweise die anhaenger zutreibt... im uebrigen eine sehr sympathische religion: wuerde mich gluecklich schaetzen fuer den turm spenden zu duerfen!

Wo liegt dieses Gföhl überhaupt?

Nur damit ich vorher rechtzeitig abbiege, könnte ja sein, das ich dort als zu fremd wahrgenommen werde....

Wenn Sie Richtung nordwesten fahren,

und in ein wildes Waldland kommen dann nähern sie sich jenen unheilvollen Gefilden.
Man hat das Gföhl die wirkliche Welt plötzlich verlassen zu haben. Dunwich oder Innsmouth könnten hinter den nächsten Hügeln liegen und die Ziegenmelker zwitschern in den Bäumen.
In den Hallen der Miscatonic University in Arkham liegt eine genaue Landkarte von Gföhl, aber sie wird von dem Bibliotheksvorsteher nicht gerne herausgegeben.

also wieder mal die bereits in sachen antisemitismus und islamophobie üblichen verdächtigen...

ist es denn nicht genauso Hetze

wenn man so tut als gäbe es keine sachlichen Argumente gegen den Bau der Stupa?

- "Aber nein, natürlich nicht! Wir hetzen doch nie!"

Inwiefern?

Jede Stimme gegen die Stupa wird als Stimme für die Hetzschrift betrachtet - diese verkürzte und einseitige Sichtweise lässt sich als Hetze gegen die Gföhler deuten.

Mit ein wenig gutem Willen lassen sich auch sachliche Argumente gegen den Bau finden - welche Vorteile hätte die Gemeinde denn wirklich von dem Bau?
Die Nachteile sind klar: Gföhl bekäme das Image einer Buddhisten-Gemeinde, die für Andersdenkende nicht mehr interessant wäre,
die Erträge aus dem Tourismus wären minimal, bei Schwierigkeiten, etwa einem Bauabbruch, würde aber die Gemeinde zur Kasse gebeten.

Image einer Buddhisten-Gemeinde wäre nicht so tragisch

abgesehen von den Hetzern: Die Gföhler haben schon viel diskutiert, haben sich den Stupa in Ungarn angeschaut. In Wien gibts einen. Was bezweckt man damit, alle 50 Kilometer ein "Weltfriedensdenkmal" aufzustellen? Schlussendlich hat die Mehrheit Bop Jon und seinen Argumenten nicht geglaubt. Dass sie jetzt mit den Hetzern in einen Topf geworfen werden, ist nicht fair.

Wer die Wahl hat wird seine Investition vermutlich nicht in einer Buddhisten-Gemeinde tätigen - wegen der schiefen Optik und möglicher Proteste.

In Wien ist das anders. Auch wenn Wien die weltgrößte Stupa beherbergte, würde es doch nie als Buddhistengemeinde gesehen werden.

Können sie mir mal erklären wie sie auf diesen Buddhistengemeinden Schwachsinn kommen? Wieso sollte jemand dort nicht investieren? Ich meine bis auf die geistesgestörten Irren die dieses Pamphlet verbreitet haben und die braucht man so notwendig wie einen eitrigen Abszess am Arsch!

die Stupa würde für Gföhl zentral werden,

und Investoren würden sich kaum für Projekte engagieren, die nicht zur Stupa passen

Vermutlich ist das ohnehin irrelevant,
aber dass man keine Lust auf das Fremdbild "Buddhistengemeinde" hat, das mit dem Selbstbild überhaupt nicht zusammenpasst, verstehe ich.

Nein das lässt sich ganz einfach nicht als Hetze gegen die Gföhler deuten, weil es nicht um sie geht sondern ganz eindeutig um die Verfasser und Verantwortlichen dieser kriminellen Hetzschrift. Bezüglich ihrer "sachlichen Argumente" stellt sich unweigerlich die Frage welche Menge Drogen man konsumieren muss um auf einen Derartigen Schwachsinn zu kommen?!
>> Gföhl bekäme das Image einer Buddhisten-Gemeinde, die für Andersdenkende nicht mehr interessant wäre << Was bitte soll der Mist?

ich halte den Artikel für eindeutig:

"Zwei Drittel der Bevölkerung haben dem Bau eine Absage erteilt [...] Dabei gewann Hetze statt sachlicher Argumentation die Oberhand."

Wie anders lässt sich das verstehen, als dass die Gföhler verhetzt wurden und nicht aus sachlichen Motiven gegen die Stupa entschieden.

Meine Formulierung kritisieren Sie zu Recht. Richtiger ist: Gföhl bekäme das Image "Gemeinde mit der Stupa" und Investitionen und Aktionen in andere Richtungen hätten es damit schwer.

und welche argumente sind sachlich?

hackenkreuz im budhismus? (das gibts dort set etwa 6000 jahren) vegetarier weil sie das toeten von tieren ablehnen(was logischwerweise ja abtreibung befuerwortet, den zusammenhang soll mir jemand vorhupfen) oder die geschichten das der dalai lama die weltherrschaft versucht anzustreben(was wohl der brain davon haelt???)
in wien steht so ein heiligtum, und ich habe es mir angesehen. als es hat mich weder angegriffen noch versucht zu verbrennen oder einzusperren. da kann man nur herumgehen. das ding erzeugt kein CO2 macht keinen laerm und erzeugt keinen smog. es steht nur da. wie ein stein oder ein baum, ein grabstein oder denkmal. es verbraucht weder strohm noch wasser. also was stoehrt an dem ding???

im Artikel wird so getan, als hätten 67% der Gföhler wegen der Hetzschrift gegen die Stupa gestimmt

es lassen sich aber auch Argumente gegen die Umwidmung und den Bau finden.

Nach dem Projekt würde Gföhl nur mehr "die Gemeinde mit der Stupa" sein - will Gföhl dieses Image, oder liegen da bei einer anders gelagerten Entwicklung nicht auch große Risken?

Das Waldviertel hat schon genügend Erfahrungen mit Projekten gemacht, die mit touristischen Perspektiven warben - fast immer waren es schlechte Erfahrungen.

Viele, die Überlegungen solcher Art anstellten, werden gegen die Stupa gestimmt haben - es ist hetzerisch sie als engstirnige Fanatiker zu bezeichnen.

Naja

Ob das jetzt besser ist. Mir zumindest wird Gföhl jetzt immer als Gemeinde der Intolleranz und Propaganda-opfer in Erinnerung bleiben... Da es übrigens keine offizielle Distanzierung zu den skandalösen Vorwürfen an das Stupa durch offizielle Kirchensprecher gibt, ist das für mich jetzt der letzte Tropfen, der mich dazu bringt aus der röm.kath. Farce auszutreten...

Bravo! Mit dieser Einstellung hätten Sie ohnehin keinen Beitrag für die Sache der Kirche leisten können.

Genau

Freut mich auch! Wenn man intollerantes und aufhetzerisches Gehabe nicht für gut befindet, hat man laut Ihnen also die falsche Einstellung - loool-. Jaja, die Kirche wird ein immer exklusiverer Klub, da das engstirnige und störrische Verhalten der Kirchenleitung selbst und vieler konservativer Mitglieder, völlig an den Bedürfnissen der Menschen vorbeigeht. "Die Sache der Kirche" ist eben schon lange nicht mehr die Sache der Gläubigen, drum sag ich zum "Abschied leise Servus..."

..sollte natürlich intolerant und Intoleranz ...heißen..

botschaft angekommen:

hetzen darf man nur gegen die röm.-kath. kirche.

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